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Grabungen des 19. Jahrhunderts haben im östlichen Hofteil einen runden Sockel nachgewiesen, von dem ein Teil freiliegt, der auf einen Turm von 16 m Durchmesser mit 4 m dicken Mauern schließen läßt. Dieser Turm wurde zusammen mit Palas und Torhalle auf einheitlichem Hofniveau geplant. Nach der Sockelverblendung sollte er durchgehend Buckelquader zeigen. Der Turm ist nie erheblich weiter in die Höhe geführt worden, so dass die Pfalz keinen freistehenden Bergfried besaß. Runde Bergfriede des 12. Jahrhunderts sind selten, vorherrschend war der quadratische Grundriss. Bemerkenswertes Beispiel aus der Stauferzeit ist der nahezu gleichzeitige Sinwellturm der Nürnberger Reichsburg. In Gelnhausen bedeutet der Verzicht auf den wehrhaften Bergfried frei im Hofraum die Betonung der Schauseite des repräsentativen Kaiserpalastes, den man durch Mauer und Insellage genügend geschützt glaubte. Hinter der Stelle des Bergfriedes ist an der Ringmauer der Rest eines Treppenturmes zu sehen. Er gehörte zu einem nachmittelalterlichen Adelshof.