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40 Jahre Wochenmarkt

Blumen, Obst, Wurst- und Fleischwaren, Schinkenspezialitäten, Feinkost, Eier, Nudeln, Käse, Brot, Brötchen, Anti-Pasti, Geflügelfleisch, Fisch und mehr: Jeden Freitag öffnet ein wahres Frischeparadies auf dem Gelnhäuser Obermarkt seine Pforten. Und hier darf nun Jubiläum gefeiert werden, denn den Gelnhäuser Wochenmarkt gibt es im März bereits seit 40 Jahren. „Wenn Du einmal einen Stand auf dem Markt hattest, kannst Du nicht mehr daheim bleiben“, sagt Fleischermeister Werner Hildebrand aus Steinau, der als Sprecher der Marktbeschicker fungiert und einer der Männer der ersten Stunde auf dem Gelnhäuser Wochenmarkt ist.

 

Der Gelnhäuser Wochenmarkt ist ein kleiner, aber feiner Markt, der die Menschen mit einem ausgewogenen Sortiment an Lebensmitteln und Blumen versorgt. Viele Kunden kommen jeden Freitag, schätzen die Produktvielfalt und das persönliche Gespräch. Denn hier gibt es Tipps direkt vom Fachmann und – wo möglich – kann die Ware erst einmal probiert werden. „Unser Wochenmarkt ist aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken. Die Vielfalt und die speziellen Waren jedes Standbetreibers verhindern ein Konkurrenzdenken und haben über die Jahre ein  fast familiäres Verhältnis wachsen lassen“, beschreibt es Bürgermeister Thorsten Stolz. „Auf dem Gelnhäuser Wochenmarkt kennen die Händler noch den Namen ihrer Kunden, die hier gesunde Frische, eine breite Vielfalt und eine hohe Qualität der überwiegend regionalen Produkte vorfinden.“

Der Magistrat habe im Februar 1977 mit der Einführung des Wochenmarktes eine gute Entscheidung mit Weitblick getroffen, so der Rathauschef.  „Unser Wochenmarkt ist kein romantisches Relikt früherer Tage, sondern erfüllt modernste Kundenansprüche an Qualität und Frische und dient als sozialer Treffpunkt und Kommunikationsplattform.“

Einstimmig beschloss der Magistrat damals die Einführung eines Wochenmarktes zum 11. März 1977. Zunächst war als Veranstaltungsort der Obermarkt auserkoren, der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Umwelt erwirkte in Zusammenarbeit mit der damals existierenden „IG Gelnhäuser Geschäftsleute in der Oberstadt“ aber noch kurzfristig, dass als Veranstaltungsort der Untermarkt beschlossen wurde. „…, weil dieser Platz für das Erreichen einer höheren Besucherfrequenz geeigneter erscheine“, heißt es in einem Auszug aus dem Magistratsprotokoll vom 8. März 1977.  Aber auch der Untermarkt geriet später als „ungeeignet“ in den Fokus der Geschäftsleute, es gab Diskussionen um die Parkplätze, die der Wochenmarkt blockierte und alte Protokolle legen Zeugnis davon ab, dass sogar das Ziegelhaus als Marktplatz in Erwägung gezogen wurde. Das war aber schon aus verkehrstechnischen Gründen nicht möglich. Einer, der sich noch gut an das Hin und Her mit dem Wochenmarktgelände erinnert, ist Werner Hildebrand, der auf Gelnhäuser Wurzeln, oder besser „Würzelchen“ blickt: „Sagen wir, ich bin mit einem Bein Gelnhäuser.“ Seit 52 Jahren ist er Fleischermeister und immer noch produktiv tätig. Früher führte er ein Ladengeschäft mit Partyservice in seiner Heimat Steinau, seit 1979 widmet er sich dem mobilen Verkauf. Seit fast vier Jahrzehnten bietet er seine Fleisch- und Wurstwaren sowie Schinkenspezialitäten  in Gelnhausen an. Er erinnert sich noch gut an die Anfänge des Wochenmarktes auf dem Untermarkt und den Umzug auf den Obermarkt. „Erst sollten wir weg vom Untermarkt, dann wurden Unterschriften gesammelt, um den Markt wieder dorthin zurückzuverlegen.“ Hildebrand liebt die Atmosphäre auf dem Obermarkt, die Kundenbetreuung vor historischer Kulisse. „Wir haben viele Stammkunden, die jeden Freitag kommen und da wird auch das eine oder andere persönliche Wort gesprochen“, freut sich der Fleischermeister. Gerne geben er und sein Team – ebenso wie die anderen Marktbeschicker - auch Tipps zur Zubereitung der Waren. Und es sind auch Vorbestellungen für Spezialitäten oder größere Mengen möglich.

Walter Scharf, ebenfalls ein Mann der ersten Stunde des Gelnhäuser Wochenmarktes, betreibt die Gärtnerei Karlheinz Scharf in Neuenhaßlau. Er bedauert, dass junge Leute den Wochenmärkten fern blieben, wenngleich Bioprodukte und frische Waren aus der Heimatregion doch boomten. „Wir setzen hier auf Stammkundschaft“, sagt Scharf, der über den Winter mit dem Blumenverkauf vor Ort pausiert, jetzt aber schon die ersten Frühlingsblüher und gebundenen Sträuße anbieten kann. Markt-Ur-Gestein Gisela Hornung nutzt eine  kurze Kundenpause, um „Aufzuräumen“, Obst und Gemüse wieder ansprechend hinzulegen, Lücken aufzufüllen. Die betagte Marktfrau verrät ihr Alter nicht - nur so viel: „Wenn’s geht, stehe ich auf dem Markt bis ich 100 Jahre alt bin.“ Der Gartenbaubetrieb Martin Hornung ist ein Familienbetrieb in Schimborn/Mömbris. „Ich komme gerne nach Gelnhausen. Wir haben Kunden, die seit 40 Jahren bei uns kaufen. Das ist toll.“

Parallel zu Hornungs steht Hugo Gerharts Stand „Obst-Gerhart“, auch aus Mömbris. Dr. Alexander Möller, Vorsitzender des Stadtmarketing- und Gewerbevereins, arbeitet seinen Einkaufszettel auf dem Markt ab. Bei Obst-Gerhart kauft er  Kartoffeln, nicht ohne einige Worte des persönlichen Austauschs. Das ist es, was die Menschen am Gelnhäuser Wochenmarkt besonders schätzen: Die Qualität der Waren und die persönliche Atmosphäre. Die finden Kunden auch beim Käse Tempel Dekic aus Kriftel. Das Angebot ist riesig, aber den „Käse im Sack“ muss hier keiner kaufen. Fast alle Sorten dürfen probiert werden. Beratung wird auch bei Lena’s Fischkiste aus Grünberg, dem Geflügelhof Staubach aus Kalbach, dem Hofgut Hanstein aus Maintal mit seinen Eiern und Nudelprodukten, und bei den  Feinkostspezialisten Pamir und Saadat aus Friedewald großgeschrieben. Geschäftsführer Mohammad Pamir kommt seit vielen Jahren nach Gelnhausen und schätzt die besondere Atmosphäre des Marktes in der Barbarossastadt und die Stammkundschaft.

Der Gelnhäuser Wochenmarkt findet jeden Freitag auf dem Obermarkt in der historischen Altstadt statt und ist von 7.30 Uhr bis 14 Uhr geöffnet.

 


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