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Thorsten Stolz zehn Jahre Bürgermeister

„Stillstand bedeutet Rückschritt“: Drei Worte, hinter denen ein erfolgreiches Programm steht. Zu Beginn seiner Amtszeit auch wegen seines Alters zunächst von dem ein oder anderen skeptisch beäugt, kann Thorsten Stolz nach zehn Jahren als Bürgermeister von Gelnhausen auf eine beachtliche Leistungsbilanz blicken. Was ihn daran am meisten freut: „Ich übergebe meiner Nachfolgerin oder meinem Nachfolger sehr geordnete Verhältnisse.“ In seiner Amtszeit ist Gelnhausen nicht nur der finanziellen Krise entstiegen, sondern es wurden auch viele Millionen Euro in die Infrastruktur sowie den Ausbau der harten Standortfaktoren der Kreisstadt investiert. Und Thorsten Stolz ist gereift. „Ich habe politisch, inhaltlich und menschlich viel dazugelernt. Nicht nur, aber vor allem im positiven Sinne.“

 

Der 12. April 2007 war sein erster Tag im Amt. „Ich hatte großen Respekt vor der Aufgabe, aber keine Angst“, sagt Thorsten Stolz, der im Juni als Landrat des Main-Kinzig-Kreises sein neues Büro in der Kreisverwaltung beziehen wird. „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das habe ich in den letzten zehn Jahren gelernt. Es ist gut, über manches eine Nacht zu schlafen – manchmal besser zwei Nächte…“ Mit 27 Jahren ist er damals in große Fußstapfen getreten, hat aber selbstbewusst seine Standpunkte vertreten. „Ich habe von Anfang an keinen Zweifel daran gelassen, dass ich keine ‚Käseglocke‘ über Gelnhausen stülpen werde und mir eine Weiterentwicklung als Wirtschafts- und Wohnstandort wichtig ist“, bilanziert Stolz. „Stillstand bedeutet Rückschritt. Bei manchen Projekten benötigt man einen langen Atem, bis die Erfolge sich bemerkbar machen.“ Sein Credo: Sachlich bleiben, mit Sachargumenten Mehrheiten finden. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der Ankauf der Housing Area und die damit verbundene Entwicklung hin zum Colemanpark. „Das war eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte in meiner Amtszeit. Die Ansiedlung des Einzelhandels in diesem Areal war nicht unumstritten, aber genau die richtige Entscheidung. Nach dem Abzug der Amerikaner standen wir in Gelnhausen vor der großen Herausforderung für die 16 leerstehenden Wohnblöcke mit insgesamt 322 Wohnungen eine vernünftige Entwicklung einzuleiten. Der durch die Stadt Gelnhausen getätigte Ankauf der Housing von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben war die Voraussetzung für die positive Entwicklung des Gesamtquartiers. Heute verbindet das Areal Wohnen für Jung und Alt, Leben und Gewerbe miteinander. Mit dem Colemanpark ist ein attraktives Stadtquartier als neues Eingangstor zur Stadt entstanden“, freut sich Stolz über die gute Entwicklung. 

 

Als weitere Eckpfeiler der positiven Stadtentwicklung nennt er die Entwicklung des Bahnhofsumfelds mit dem Bau des Kreisverkehrs Hailerer Straße/Ecke Bahnhofstraße, der Bebauung des alten Güterbahnhofs, der Neugestaltung des Busbahnhofs und des Bahnhofsvorplatzes. „Damit haben wir gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung – zum Beispiel den Bau des T2 – geschaffen.“

Das größte Baugebiet seit Jahrzehnten wurde in Meerholz mit dem „Mittlauer Weg“ erschlossen. 160 Bauplätze sind hier entstanden. Als weitere wichtige Projekte der Stadtentwicklung, die in seiner Amtszeit vorangebracht wurden, nennt Stolz den Ankauf der JOH-Immobilie und die Weichenstellung für die Umsetzung des Barbarossa-City-Outlets und für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die Ausschreibung für eine entsprechende Grundstücksfläche zwischen Gelnhausen und Haitz werde derzeit vorbereitet. 

 

Ein wesentlicher Aspekt: die städtischen Finanzen. „Die Stadt Gelnhausen steht heute auch aus finanzieller Sicht so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr da. Das ist das Ergebnis unseres erfolgreichen Konsolidierungskurses, der aktiven Stadtentwicklung mit Gewerbeneuansiedlungen, dem Bevölkerungswachstum und der Teilnahme am Kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen, aus dem wir demnächst entlassen werden“, hebt der Bürgermeister hervor. Die Gesamtverschuldung der Stadt konnte deutlich reduziert werden. So hätten die Gesamtverbindlichkeiten (inklusive Eigenbetriebe, Eigengesellschaften und Zweckverbände) in 2010 bei 82 Millionen Euro gelegen, zum 31. Dezember 2016 liege die Gesamtverschuldung nur noch bei rund 63 Millionen Euro. Die Kassenkredite seien von 32 Millionen Euro in 2011 auf zehn Millionen Euro in 2017 reduziert worden. „Altfehlbeträge im Eigenbetrieb Wirtschaftliche Betriebe, die teilweise aus den 90er Jahren stammten, konnten komplett abgebaut werden“, so Stolz. „Mit dem Jahresabschluss 2016 schaffen wir nicht nur zum wiederholten Male den Haushaltsausgleich, sondern bilden zudem Rückstellungen in Millionenhöhe, die in den kommenden Jahren für einen Haushaltsausgleich zur Verfügung stehen.“

Eine „Herzensangelegenheit“ ist Stolz, der vor eineinhalb Jahren Vater eines Sohnes wurde, der Ausbau und die Sanierung der Kindertagesstätten gewesen. In den zurückliegenden zehn Jahren wurde der Ausbau der Kinderbetreuung stark vorangebracht. Insgesamt wurden über 200 zusätzliche Betreuungsplätze in den Einrichtungen der Stadt Gelnhausen sowie bei freien und kirchlichen Trägern geschaffen. „Mittlerweile stehen in unserer Stadt rund 1.150Betreuungsplätze zur Verfügung - angefangen von der Kleinkinderbetreuung bis hin zur Schulkinderbetreuung.“

 

In Stolz‘ Amtszeit wurden umfangreiche Investitionen in die Sanierung und Renovierung der Kindertagesstätten getätigt, zum Beispiel in die Sanierung der Kindertagesstätten am Obermarkt, in Roth, in Höchst und am Nippel, in die Renovierung der  Kindertagesstätte in Meerholz und in die Dachsanierung der Kita Goethestraße in Hailer. Für 2017 und 2018 seien weitere wichtige Weichen für den Ausbau der Kinderbetreuung und zur Verbesserung der Kinderbetreuung gestellt worden: So wurde bereits im Januar eine zusätzliche Krippengruppe in der Kindertagesstätte „Freche Früchtchen“ in Hailer eröffnet. Noch im vierten Quartal 2017 soll das neue zentrale Krippenhaus mit insgesamt 48 Betreuungsplätzen, das zwischen Hallenbad und Großsporthalle errichtet wird, in Betrieb gehen. 1,4 Millionen Euro werden investiert. „Zudem hat die Stadt eine Werbekampagne zur Gewinnung von Tagesmüttern initiiert, die bereits erste Früchte trägt“, freut sich der Bürgermeister. In Meerholz laufen die Vorbereitungen zur Erweiterung der Kindertagesstätte in der Straße der Jugend und in den Sommerferien startet die Neugestaltung des Außengeländes der Kindertagesstätte in Höchst. Zudem wird der Waldkindergarten in Gelnhausen als freier Träger in seinem Vorhaben unterstützt, im Stadtteil Roth einen zweiten Standort aufzubauen.

Für den Rathauschef besonders erfreulich: Die Ausweitung der Betreuungszeiten ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 auf 17 Uhr. Die Zeiten gelten einheitlich für alle städtischen Kindergärten. „Dies ist vor allem im Hinblick auf den Freitag für Eltern ein weiterer wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

 

 Eine positive Bilanz seiner Amtszeit kann Stolz auch auf einem anderen Sektor ziehen: In den zurückliegenden Jahren seien viele Gewerbe- und Konversionsflächen erfolgreich vermarktet worden, was sich natürlich auch positiv auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirke. Gelnhausen sei eine der wenigen Städte, die mehr Ein- als Auspendler verzeichne. „Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Gelnhausen ist auf eine neue Rekordzahl angestiegen: von 11.000 im Jahr 2008 auf aktuell 13.700. Damit steht unsere Kreis- und Barbarossastadt in Sachen Arbeitsplätze - direkt hinter Hanau- auf Platz zwei von den 29 Städten und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis. Eine unglaublich positive Entwicklung, die mit einer starken Nachfrage nach Gewerbeflächen und Baugrundstücken einhergeht.“

 Als weitere erfolgreiche Projekte in seiner Amtszeit nennt Stolz den Ausbau der Sportstätten, die Neugestaltung der Pforte in Hailer, die Grundsanierung Kapellenweg, der Endausbau der Straße „Alter Graben“, die Grundsanierung Herzbachweg, umfangreiche Investitionen in die Friedhöfe, etliche Ersatz- und Neubeschaffungen für alle Gelnhäuser Feuerwehren und den Neubau des Feuerwehrgerätehauses West in Hailer-Meerholz.

Aber auch die Förderung der Kultur, des Tourismus und der heimischen Geschichte kam in den vergangenen zehn Jahren nicht zu kurz. In die Amtszeit von Thorsten Stolz, der sich selbst sehr für Geschichte, insbesondere das Mittelalter interessiert, fiel die Neugestaltung des Museums, der Umzug der Tourist-Information in das Haus Niessner am Obermarkt und die Etablierung der Gartenwelten. Maßgeblich war Stolz an der Neukonzeption und damit Rettung der Stadtrechtsfeier 2015, der Neukonzeption des Weihnachtsmarktes und der Initiierung des größten Adventskalenders der  Region beteiligt. Besonders erwähnt er auch die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing- und Gewerbeverein, dessen hauptamtliche Geschäftsführung und Neustrukturierung er maßgeblich mitbeförderte. Eine fruchtbare Zusammenarbeit, aus der viele Veranstaltungen wie „Alles uff die Gass“, die Gelnhäuser Jazztage, das Stadtmagazin „Unser Gelnhausen“ und zuletzt der neue Erzeugermarkt im Alten E-Werk entstanden sind.

 Stolz lässt mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre nicht unerwähnt, dass er die Aufgaben ohne hauptamtlichen Ersten Stadtrat gemeistert hat. 100 Tage nicht in Anspruch genommener Urlaub werden am Ende seiner Amtszeit stehen. Ein Umstand, den er nicht beklagt. Denn: „Ich bin mit Leib und Seele Bürgermeister. Ich lebe mein Amt, und wenn ich in die Kreisverwaltung wechsle, wird das kein Abschied von Gelnhausen sein. Im Gegenteil. Auch als Landrat werde ich meiner Heimatstadt helfen, wo ich kann.“

 

 

 

 


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