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Kultursaison 2012 / 13

In der kommenden Kultursaison 2012/13 bieten wir wieder zahlreiche Theateraufführungen, Konzerte und Ausstellungen in Gelnhausen an und freuen uns, Sie begrüßen zu können.
Auf den folgende Seiten geben wir Ihnen einen Überblick über die Veranstaltungen der vor uns liegenden Spielzeit.

Karten erhalten Sie an der Infothek im Rathaus Gelnhausen sowie im Internet unter Externer Linkticketservice.gelnhausen.de

...einen Rückblick auf die laufende Saison finden Sie auf dieser Seite nach den aktuellen Veranstaltungshinweisen.

 

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18. - 30.05.2013: "Meine innere Melodie" - Malerei und Grafik von Roland Fürstenhöfer - Ehemalige Synagoge Gelnhausen

 

Ausstellungseröffnung: Freitag, 17. Mai 2013, 20:00 Uhr

 

Roland Fürstenhöfer, 1949 in Fürth geboren, ist ein bekannter mittelfränkischer Grafiker. Auf seinen zahlreichen Reisen durch Europa, Nordamerika, Mittelasien, China und den arabischen Raum  sammelte er die Eindrücke und Bildideen, die sich in seinen wunder­baren künstlerischen Werken widerspiegeln. Unschwer ist zu erkennen, dass er neben vielen anderen Eindrücken von der Farbigkeit und Vielfalt der Formen in den orientalischen Ländern stark beeinflusst ist. Aber auch ein Lied kann zu einem Bild inspirieren, trägt doch diese Ausstellung den Titel „Meine innere Melodie“.

 

Roland Fürstenhöfer studierte an der Kunstakademie Nürnberg und erhielt 1979 der Förderpreis der Stadt Fürth, dem viele weitere Preise folgten. Er hat sich in seiner über 40-jährigen künstlerischen Tätigkeit weit über die Grenzen des Frankenlandes hinaus einen viel beachteten Namen erworben, wovon auch seine große Anzahl von Ausstellungen im In- und Ausland zeugen. Mehr über ihn, seine Vita, Ausstellungen und Arbeiten erfahren Sie unter Externer Linkwww.fuerstenhoefer-kunst.de.

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 15:00 – 18:00 Uhr,

Sa., So., Feiertag 14:00 – 18:00 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung: Tel.  06051 3793

26.05.2013: Gemeinschaftslesung zum "Tag der Literatur" 15.00 - 19.00 Uhr Rathausfoyer

Im Rathaus Gelnhausen leben am 26. Mai im Rahmen der Reihe "Literaturland Hessen" des Hessischen Rundfunks Poesie, Geschichte und Geschichten auf. 7 Schriftsteller sind zur Lesung eingeladen und werden bei den literarischen Vorträgen von Jürgen Gerlach (Piano) und Klaus Neis (Gitarre) musikalisch begleitet. An einem Büchertisch mit Verkauf stehen die Autorinnen und Autoren zu Gesprächen und zum Signieren ihrer Werke zur Verfügung.

 

 

 

 

Hier die Programmfolge:

15.00 - 15.15 Uhr

Begrüßung und Vorstellung, musikalische Einstimmung

15.15 Uhr - 15.45 Uhr

Dieter Brumm (Hamburg) liest aus seinem Lyrikband „Gesang zur Unzeit“,  darunter Eindrücke von seinen Wanderungen durch den Spessart. Viele Jahre arbeitete er als Journalist, u.a. für den Norddeutschen Rundfunk (NDR), die Süddeutsche Zeitung und für den Spiegel, wo er in der geisteswissenschaftlichen Redaktion mit bedeutenden Philosophen Spiegelgespräche führte.

15.45 - 16.15 Uhr

Petra M. Jansen (Gelnhausen) präsentiert ausgewählte Gedichte aus verschiedenen Lyrikbänden und findet Bezug zu Gelnhausen, die so gegensätzlich, lebendig und liebenswert sind, wie die Autorin selbst. Sie wurde 1962 in Frankfurt am Main geboren. Sie ist Texterin, Autorin und Kolumnistin in den Genres Sozialkritik, Satire – Poetic, Erotik.

16.15 - 16.45 Uhr

Hans M. Schmidt (Steinau) trägt aus seinen beiden Werken „Gedanken eines Unzeitgemäßen“ und „ein Unzeitgemäßer denkt weiter“ Aphorismen vor und gewährt einen Einblick in seine unveröffentlichten „Bewegungstagebücher, in denen er festhält, was ihn bewegt, darunter naturnahe Texte aus seinem Wohnort Steinau-Bellings.

16.45 - 17.00 Uhr    Pause mit musikalischer Umrahmung

17.00 - 17.30 Uhr

Bisera Suljic-Boskailo (Ingoldstadt/Sarajewo), einer der bedeutendsten Schriftstelleringen Bosnien-Herzegowinas, liest in deutscher Sprache Gedichte aus ihren Lyrikbänden vor. Ihre Lebensbiografie symbolisiert den Dialog der Kulturen. Sie hatte in den letzten Jahren schon mehrere Lesungen in der Barbrossastadt Gelnhausen.

 

17.30 - 18.00 Uhr

Ljubica Perkmann (Rodgau) aus Bosnien-Herzegowina lebt Seit 1969 in Deutschland und hat die deutsche Staatbürgerschaft.  Sie steht in ihren Werken und mit ihrer Person für kulturelle Integration und Verständigung. In ihrer Wahlheimatstadt Rodgau-Jügesheim prägt sie entscheidend das kulturelle Leben. Ihre Gedichte wagen den Spagat zwischen ihrem Geburtsort Celinac in den Balkanland und ihrem Leben in Hessen.

18.00 - 18.30 Uhr

Martin Ludwig (Gründau) führt in seinem Vortrag aus seinem gemeinsam mit Peter Völker verfassten Buch „Von Rodinberch bis Rothenbergen – Geschichte und Geschichten aus dem Dorf an der Straße“ in die Historie der hessischen Gemeinde Rothenbergen ein. Dabei spannt er einen Bogen von der Jungsteinzeit bis zum jetzigen Dorfleben. Er ist Historiker und Oberstudienrat am Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen.

18.30 - 19.00 Uhr

Peter Völker (Gründau) begibt sich mit seinem Text auf eine Zeitreise zu Johann Wolfgang Goethe. Er liest die Erzählung „Draufgänger“ aus seinem gemeinsam mit Doris Gehron verfassten historischen Roman „Scharlachsamt“ zur Gesichte Gelnhausens. Er lebt seit 2007 als Schriftsteller wieder in seinem Geburtsort Gründau-Rothenbergen. Zuvor war er viele Jahre Redakteur für Europapolitik in einer Nachrichtenagentur und Bundesgeschäftsführer der deutschen Mediengewerkschaft.

 

 

 


...und das war bisher in der laufenden Saison 2011/12:

 

 

05.05.2013: Konzert für Klavier und Cello - 18:00 Uhr - Ehemalige Synagoge Gelnhausen

Auf dem Programm stehen Werke von W. A. Mozart und J.. Brahms für Klavier. Im 2. Teil des Programmes präsentiert die Pianistin Keiko Kira-Appel zusammen mit ihrer Tochter Ayaka am Cello Stücke von J. B. Bréval und R. Schumann.

20.04.2013: "Gelnhäuser Jazzmeeting 2013" mit der Brasstime Big Band & der Mannheimer Jazzformation L14,16 - 20:00 Uhr Stadthalle

Die Band L14,16 präsentiert Kompositionen und Arrangements, die eigenwillig frisch und komplex sind. Die Musiker spielen - gruppendynamisch wie auch solistisch - innovativ und reif. Die beidenn ersten CDs der Band wurden bereits mit dem Vierteljahrespres der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seien Sie also gespannt, was Sie beim Programm ihrer 3. CD erwartet! L14, 16 besteht seit 2001. Die Band hat den 1. Preis beim "24th international Hoeilaart Jazz Contest 2002" gewonnen und im selben Jahr die erste CD bei Label "Jazz4ever" veröffentlicht. Seitdem hat L14,16 auf zahlreichen Festivals gespielt (u.a. Jazz Ost-West, Jazz Baltica, Getxo Jazz-Spanien, Rheingau Musik Festival, Aalener Jazzfests, Bingen Swingt, Mannheimer Jazztage). Die Musiker:
Vorne spielen Trompeter Axel Schlosser, Mitglied der Bigband des Hessischen Rundfunks und Saxophonist Steffen Weber, Dozent an der Musikhochschule Mannheim und Mainz, Gast bei
Jazz-Festivals von Montreux, DenHaag bis Istanbul. Träger des Wormser Jazzpreises 2005. Pianist Rainer Böhm ist Träger des Jazzpreises der Stadt Nürnberg 2002 und hat beim internationalen Klavier-Solowettbewerb in Montreux zweimal den zweiten Platz belegt. Auch in
Belgien verlieh ihm die Jury einen Sonderpreis als den besten Solisten. Bass spielt Arne Huber, der ein Jazzstudium an der Musikhochschule Mannheim und ein klassisches Kontrabassstudium an der Musikhochschule Freiburg i.Br. absolviert hat. Und am Schlagzeug sitzt Lars Binder, der zahlreiche CDs in den USA und Deutschland einspielte.
Man darf also durchaus gespannt sein, was Jazz made in Germany so alles zu bieten hat!
Seit 1994 trifft die Brasstime Big Band regelmäßig auf internationale Topstars der Jazzszene. Die musikalische Leitung hat Mark Schwarzmayr. Als Gäste konnten hier schon unter anderem Barbara Dennerlein, Gretje Kauffeld, Benny Baily, Knut Kiesewetter, Charly Antolini, Tony Lakatos, Dirk Rauffeisen, Max Greger jun., Herb Geller, Don Menza, Joan Faulkner und viele andere begrüßt werden.

11.04.2012: O'Carolan's Concerto" - Virtuose Musik für Cello und Gitarre - 20:00 Uhr ehemalige Synagoge Gelnhausen

Die Tournee 2013 ist dem Harfenspieler Turlough O'Carolan, Irlands bedeutendstem Komponisten, gewidmet. Er verband die alte keltisch/irische Melodik mit den lebensfrohen Rhythmen des italiensichen Barocks und erschuf so seinen ganz eigenen unverwechselbaren Stil. Neben den Irish Jigs, Reels & Celtic Airs bilden südamerikanische Milongas und Tangos weitere musikalische Höhepunkte. Aufgeführt werden Werke wie z. B. Denussys "Le Petit Négre" und Ravels "Habanera". Mit Ungarischen Romanzen und Gipsy Swing wird das abwechslungsreiche Programm zu einem besonderen Konzerterlebnis. Burstein & Legnani bieten mit ihrer Musik eine faszinierende Klangwelt: zwei Interpreten mit Elan und einer Intensität, die ihn ihrem Temperament von imponierender Perfektion sind.

09.04.2013: "Der gute Mensch von Sezuan" nach Berthold Brecht - 20:00 Uhr Stadthalle

Brechts Stücke, die in den Jahren der Prosperität und des scheinbar sicheren Wohlstandes für den größten Teil der deutschen Bevölkerung veraltet schienen, bekommen durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre eine überraschende Aktualität. Dazu gehört auch das 1938 in Dänemark begonnene, 1940 in Schweden beendete Stück „Der gute Mensch von Sezuan“.
Brechts Grundfrage jedoch bleibt aktuell: Wie ist es möglich, in einer Gesellschaft, die an niedrigste Instinkte appelliert, gut zu sein? Die Hure Shen Te kommt durch göttliche Fügung und einfache menschliche Güte zu einem kleinen Vermögen. Ihre schnell stadtbekannt werdende Güte wird ausgenutzt, der kleine Tabakladen füllt sich mit Glücksrittern und Schmarotzern . Um zu überleben, erfindet sie die Figur ihres Vetters Shui Ta. Fortan versucht Shen Te durch diese Spaltung ihre menschlichen Qualitäten zu retten, indem sie die finsteren Entscheidungen ihrem Vetter Shui Ta überlässt. Die Schwierigkeit des Gut-Seins in einer Gesellschaft, die nicht gut ist, wird in kräftigen, gut gebauten Szenen gezeigt, die manchmal tragikomisch sind.
In der Marburger Inszenierung soll die Geschichte in das Zentrum gerückt und die ideologischen Schlussfolgerungen den Zuschauern überlassen werden.

08.03. - 24.03.2013: Wanderausstellung "Geschick und Geschichte " - Tuschemalerei von dem Gelnhäuser Künstler Jesekiel - Benedikt C. Walliser - ehemalige Synagoge Gelnhausen

Im Jahre 1012 entstanden 12 Stationen (24 Exponate) als Tuschebilder und Textcollagen zum Lebensraum Main-Kinzig-Kreis. Der Gelnhäuser Künstler Jesekiel (B.C. Wallisser) setzte sich intensiv mit alten Gebäuden, Senioren/innen und Bäumen aus de MKK auseinander.

In der jeweiligen Darstellung geht es darum, dem Betrachter die Möglichkeit zu gebn, vergangene Lebensspuren und das heutige Aussehen des Motives, miteinander zu verbinen und nachempfindbar zu machen. Dies geschieht durch die Form- und Farbgebung in den Tuschebildern, dem Text und den verwendeten Materialien in den Collagen. Eine Ausstellung, die den Betrachter dazu anregen möchte, dem Gewöhnlichen in der Umgebung Aufmerksamkeit zu schenken.

Gruppen- und Einzelführungen sind nach vorheriger Absprache während des gesamten Ausstellungszeitraumes möglich. Zur Anmeldung der Führung rufen Sie bitte unter der Tel. des Ateliers (06051 - 4747454) an oder senden eine email an Interner Linkinfo(at)jesekiel(dot)de.

Weitere Infos unter: Externer Linkhttp://jesekiel.de/projekt-geschick-und-geschichte.

Mehr Infos zu Künstler und weiteren Werken unter Externer Linkwww.jesekiel.de .

Vernissage am 08.03. um 19.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Fr. 16:00 - 20:00 Uhr (außer an der Vernissage)

Sa. 14:00 - 20:00 Uhr

So. 11:00 - 18:00 Uhr

und nach Vereinbarung

 

08.03.2013: Dia-Multivisionsshow "Nepal - Über Land und über Berge" - 20:00 Uhr Stadthalle

Der preisgekrönte Fotodesigner und AV-Produzent Thomas Bäumel reiste mit seiner Lebensgefährtin Andrea Höss mit dem Motorrad auf dem Landweg nach Nepal.
2 Jahre waren sie unterwegs und legten dabei 40000 Kilometer zurück.
In unserer schnellebigen Zeit liegt für sie der Reiz bei ihren Überlandreisen in der intensiven Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kulturen und Menschen. Dadurch wird der fliesende Übergang von Europa bis nach Asien für jeden nachvollziehbar.

Nepal ist aber nicht nur ein Paradies für Motorradfahrer. Im Königstal rund um Kathmandu entstand durch die Verschmelzung des Buddhismus mit dem Hinduismus eine Kultur, die in dieser Art wohl einmalig ist.
Um die gigantische Bergwelt des Himalaya näher zu erkunden, gönnten die beiden Traveller dem Motorrad ein paar Monate Pause, um auf legendären Handelsrouten "per pedes" über 1000 Kilometer durch die spektakulärsten Bergregionen zu wandern.

Unter dem Titel "Nepal - Über Land und über Berge"" ist eine sehr außergewöhnliche und emotionale Multivisionsshow entstanden, die höchstes Ansteckungspotential mit Reisefieber nicht ausschließen kann.

05.03.2013: "Die Wahrheit" von Florian Zeller - 20:00 Uhr Stadthalle

Fassungslos sieht Michel, wie sein so kunstvoll errichtetes Beziehungskartenhaus, in dem er sich mit seinem verzwickten Liebesleben zwischen Frau und Geliebter - ausgerechnet mit seinem besten Freund verheiratet - so genussvoll eingerichtet hatte, zusammenstürzt. Durch viele sehr komische Zufälle erfährt er, dass die anderen Drei ebenbürtige Meister des Bluffs und der Täuschung sind.

Doch was ist in den Beziehungen der zwei Paare überhaupt die Wahrheit? Immer, wenn man glaubt, sie zu kennen, stellt Autor Florian Zeller dramaturgisch durchtrieben alles wieder auf den Kopf, so dass man bis zum überraschenden Schluss in Atem gehalten wird.

Wie es dem windigen Schwerenöter weiter ergeht, darf hier natürlich nicht verraten werden – aber es wäre höchst ungerecht, diesen interessanten Autor nur auf die überraschenden, unvorhergesehenen Wendungen seiner Stücke zu reduzieren. Denn eine der höchsten Qualitäten ist seine Fähigkeit, zündende temporeiche Dialoge zu schreiben.
Die Frage, ob und wie die Vier einen Ausweg aus dem Beziehungslabyrinth finden, wird diese blendend unterhaltende, emotionsgeladene Zeitgeistkomödie überall zu einem Renner werden lassen.

15.02. - 03.03.2013: Ausstellung "Schritt ins Leben" - Malerei und Skulpturen des Gelnhäuser Künstlers Jesekiel - Benedikt C. Wallisser - ehemalige Synagoge Gelnhausen

Mit dem Arbeitsschwerpunkt Komposition und Farbwirkung führt die Ausstellung über Tuschebilder und Skulpturen in einen Prozess der Auseinandersetzung mit dem eigenen "Schritt ins Leben". Die Lebendigkeit des Lebens entsteht durch Loslassen von Altem und Bejahung von Neuem. Dieser Vorgang entsteht entweder bewusst oder unbewusst - in beiden Fällen führt er zu Wandel und Neuordnung - zu Lebendigkeit im Leben. Bei genauer Betrachtung folgt jeder Lebensabschnitt diesen Gesetzmäßigkeiten.

Lassen Sie sich durch die Bilder und Skulpturen, die im Jahr 2013 entstanden sind, inspirieren und zur Entwicklung neuer Ansätze verleiten!

Vernissage am 15.02.2013 um 19.00 Uhr

Zur Vernissage sind Künstler aus den Bereichen Tanz, Musik und Film geladen, die eine medienübergreifende Performance zum Thema "Schritt ins Leben" aufführen werden. (Zur besseren Planung wird um Anmeldung zur Vernissage gebeten unter: Interner Linkinfo(at)jesekiel(dot)de.

 

Öffnungszeiten:

Fr. 16:00 - 20:00 Uhr (außer an der Vernissage)

Sa. 14:00 - 20:00 Uhr

So. 11:00 - 18:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Terminevereinbarung für Führungen unter Tel. 06051-4747454 oder per email an: Interner Linkinfo(at)jesekiel(dot)de

Weiter Infos zu Künstler und weiteren Werken unter Externer Linkwww.jesekiel.de.

 

10.02.13: Johannes Brahms - Violinsonaten - 18:00 Uhr - ehemalige Synagoge Gelnhausen

mit Annette Rehberger, Violine und Joachim Kist, Klavier

Zu hören sind die drei berühmten Sonaten für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Er komponierte alle drei Sonaten in seinen Sommerfrischen in Pörtschach und Thun. Die wunderbaren Stücke atmen echt romantischen Geist und spiegeln die tiefen Eindrücke des großen Komponisten. Annette Rehberger ist seit vielen Jahren im Rubin Duo Spezialistin für das klassisch-romantische Sonatenwerk. Heute ist sie Primgeigerin des Ardinghello Ensembles Freibur. Der Pianist Joachim Kist ist Korrepetitor der Streicherklassen an der Freiburger Musikhochschule. Sein Kernrepertoire sind die Violinsonaten der Romantik.

28.01.2013: "Der Spieler" - Schauspiel nach F. Dostojewski - 20:00 Uhr, Stadthalle

"Rien ne vas plus" sind die Worte des Croupiers im verführerischen Spiel am Roulette-Tisch, die jedes Spielerherz höher schlagen lassen. Der Moment, in dem die kreisende Kugel in ein Zahlenkästchen fällt, entscheidet über Haben und Sein, über Alles oder Nichts., Wie sein Protagonist Alexej war der große russische Dichter Dostojewskij selbst der Magie des Spiels erlegen und hatte ein Vermögen in den Casinos verloren, als er seinen Roman "Der Spieler" 1866 in knapp drei Wochen niederschrieb.

Die Bekenntnisse eines leidenschaftlichen Spielers und Liebhabers hat Volker Hesse in einer eigenen, auf der Neuübersetzung von Svetlana Geier basierenden Dramatisierung auf die Bühne gebracht. Hesse hat ein völlig neues Konzept entwickelt: Mit  nur zwei Schauspielern, einer Violinistin und fünf metergroßen Puppen setzt er Dostojewskijs Figuren in Szene.
Alexej Iwanowitsch arbeitet als Hauslehrer bei einem russischen General in Wiesbaden. Er ist heimlich verliebt in Polina, die Stieftochter des Generals. Den General plagen Geldsorgen, er hofft auf den baldigen Tod seiner Tante Babuschka, die aber unversehens auftaucht. Das Spielcasino von "Roulettenburg" zieht Babuschka und Alexej gleichermaßen in den Bann. Zunächst will Alekseij nur seine ruinöse Finanzsituation verbessern, aber bald erliegt er gänzlich der Magie des Roulettes. Als ihm Polina schließlich ihre Liebe gesteht, kann er den eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen.

26.01.2012: Lyrik- und Balkan-Chanson-Abend - 19:30 Uhr - ehemalige Synagoge

Einen außergewöhnlichen literarischen und musikalischen Abend bietet die Barbarossastadt Gelnhausen in Kooperation mit dem Kunstverein Meerholz am 26. Januar 2013 um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge , Gelnhausen, Brentanostraße, an. Der Hamburger Schriftsteller Dieter Brumm, studierter Philosoph und ehemaliger Spiegel-Redakteur, liest ausgewählte Gedichte aus seinem Buch „Gesang zur Unzeit“. Brumm war in den 60er Jahren auch Dozent für Philosophie an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Texten  wurden von dem in Hamburg lebenden Musiker Dr. Adnan Pintul (geboren in Mostar), Chansons komponiert. Pintul war im ehemaligen Jugoslawien ein prominenter Sänger. Er singt in Gelnhausen auch eigene Lieder zur Gitarre. Begleitet werden Brumm und Pintul von Mac Haurin, dem Leiter der Jazzbühne in der Kulturstation Kaufmann,  am Piano. Der Eintritt kostet 8 Euro.

     

Der Abend beginnt mit einer Lesung Brumms über Natur und ihre Bedrohung durch den Allmachtswahn technologischer Zivilisation: wie in seinem Gedicht „Machtlos?“ verarbeitet. Pintul, begleitet von Haurin,  wird dieses Gedicht mit dem Refrain „So entsteht – vielleicht – die Wende, holt Besinnung aus der Nacht:  Platon, Gandhi und Allende zeigen Wege ohne Macht“ sowie weitere seiner Kompositionen singen. Nach einer Pause wird er mit seinen beiden auf bosnisch gesungenen Liedern „Drei Seiten des Flusses“ und „Trauriges Lied“ aus seiner Heimatstadt Mostar den 2.Teil des Abends beginnen – gefolgt von weiteren eigenen Vertonungen. Schließlich wird Brumm, eine Auswahl von Gedichten zum Thema Vergänglichkeit lesen, am Piano untermalt von Haurin.

 

07.12.2012: "Jenseits von Eden"; Ein Schauspiel nach John Steinbeck - 20:00Uhr Stadthalle

Die Schicksale von zwei Generationen werden in „Jenseits von Eden“ vom Teufelskreis des biblischen Kains-Thema beherrscht. Eifersüchtig darauf, dass sein Vater seinen Bruder Adam vorzieht, versucht Charles diesen zu töten. In der nachfolgenden Generation ist es Caleb, der verzweifelt um die Liebe und Achtung seines Vaters Adam kämpft und den Tod seines Zwillingsbruders Aron verschuldet. Die Familiensaga des Nobelpreisträgers Steinbeck besticht durch die unerbittliche, dramaturgische Strenge der Figurenkonstellation. Eng verwoben mit dieser Geschichte ist der zweite Handlungsstrang des Werks, das Schicksal der ebenfalls aus Irland eingewanderten Familie Hamilton. Sie ist zum großen Teil biographisch, denn Samuel Hamilton war Steinbecks Großvater. Im Gegensatz zu dem Kultfilm mit James Dean als Caleb, der sich allein auf den vierten, den Schlussteil beschränkt, beginnt die Theateradaption von Ulrike Syha mit dem ersten Buch des Romans. Steinbeck verlegt den Schauplatz aus dem Alten Testament nach Amerika. Die Hauptperson ist Adam(!), der nur knapp dem Mordanschlag seines Bruders Charles entkommen ist.

Liebe,  Schuld, Hass, Geldgier, Eifersucht und Verzweiflung schüren den Konflikt der um die Vaterliebe konkurrierenden Brüder. Ihre (selbst)zerstörerische Hassliebe ist es, die sie für immer aus dem Garten Eden vertrieben hat. Steinbeck beschreibt ein allgemein gültiges Thema, das immer aktuell und immer universell sein wird: Wohin entwickelt sich der Mensch? Zum Guten oder zum Bösen?

05.11.2012: "Halpern und Johnson" von Lionel Goldstein - 20:00 Uhr Stadthalle

Das Schauspiel beginnt ungewöhnlich! Am Grab seiner vor kurzem verstorbenen Frau lernt Halpern unerwartet Johnson kennen und erfährt, dass dieser der Liebhaber seiner Frau war … wenn auch vor ihrer Ehe. Halpern ist über den Blick in das Vorleben seiner Frau wenig erfreut, denn – und das entsetzt ihn noch mehr – sie hat sich während ihrer 50-jährigen Ehe weiter regelmäßig mit Johnson getroffen und mit ihm über kleinere und größere Eheprobleme bis hin zu den kulinarischen Vorlieben ihres Mannes gesprochen.

Auf diesem Drahtseil der Emotionen über das Doppelleben einer Frau zu balancieren ist ein Stück für zwei schauspielerische Hochkaräter und wurde weltweit aufgeführt.  Im deutschsprachigen Raum wurde „Halpern & Johnson“ erst spät entdeckt: Erst 2008 trauerten Otto Schenk und Helmuth Lohner im Wiener Theater in der Josefstadt um dieselbe Frau. In der aktuellen Fassung spielen Uwe Friedrichsen und Peter Striebeck.

Auch ohne die Kniffe des Autors durchschauen zu können, mit denen er den klug komponierten Spannungsbogen aufbaut,  erarbeitete Goldstein gelungen die Charaktere des aufbrausenden Halpern und des distinguierten Buchhalters  Johnson. Hinweis zu den Hauptdarstellern: Aus gesundheitslichen Gründen gab es eine Umbesetzung der Rollen. Sie werden nun von Friedhelm Ptok und Klaus Mikoleit übernommen.

04.11.12: Literarisches Konzert zu Werken von Hermann
Hesse - 17:00 Uhr ehemalige Synagoge Gelnhausen

Mit der Geigerin Annette Wildenhues, dem Pianisten Mac Haurin und dem Schauspieler Klaus Waldschmidt.

Der Dichter, Maler und Philosoph Hermann Hesse musizierte selbst und lebte mit der Musik, vor allem mit der klassischen. In seinem Alterswerk "Das Glasperlenspiel" versucht er eine Symbiose westlicher und östlicher Kultur in der Musik. Seine musikalischen Erlebnisse drückte er in vielen Gedichten und Geschichten aus, ja er schuf sogar Gedichte in Form von kleinen Sinfonien.

06.10. - 21.10.12: Ausstellung - "Der festgehaltene Impuls" von Joachim Rother - ehemalige Synagoge

In der Ausstellung sind Gemälde und Zeichnungen des Künslter Joachim Rother zu sehen. Zur Vernissage am Freitag, dem 05.10.12 um 19.00 Uhr wird herzlich eingeladen. Eine Einführung in die Arbeiten des Künstlers wird der Kulturredakteur und Autor, Kulturpreisträger des Main-Kinzig-Kreises Werner Kurz vornehmen. Als musikalische Ergänzung werden Jazz-Improvisationen des Saxophonisten Peter Back von Jazzensemble des HR zu hören sein.

Die Malerei von Joachim Rother ist dem Abstrakten Expressionismus in seiner europäischen Ausprägung Tachismus zuzuordnen. Es geht dem Maler darum, aus den Prinzipien der Farben, Strukturen, Flächen und Farbräumen expressive emotionale Aussagen zu machen. Elemente wie Harmonie und Dissonanz, Wärme und Kälte, Ruhe und Dynamik werden in integralen Kompositionen gegenstandsfrei und meist starkfarbig verbunden. Malerische Mittel werden frei eingesetzt, dabei aber nicht dem Zufall überlassen. Die Gemälde entstehen prozesshaft. Den Besuchern der Ausstellung wird ein Freiraum für die Aufnahmen, Auseinandersetzung und Interpretation zur Verfügung gestellt.

Die zeichnerischen Arbeiten sind eine Mischform zwischen Zeichnung und Malerei. Dabei werden akademische Anforderungen wie z.B. Licht und Schatten ersetzt durch den Einsatz von Farben oder monochromen Auflösungen in scheinbarer Zufälligkeit. Es geht - wie bei Rothers Malerei - um die Expressivität der Darstellung.

Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 14.00 - 18.00 Uhr

26.10.2012: Cordula Sauter: "Der Kartoffelkäfer und die Sehnsucht" -
20:00 Uhr Ehemalige Synagoge

Ein Akkordeon erzählt von Tango, Musette und Klezmer.

TANGO - Die Erste Geschichte nimmt die Besucher mit nach Argentinien. Briefe erzählne eindrucksvoll von der Auswanderungssituation Ende des 19., Jhd, und der Entstehung von Tango und Milonga; u.a. "La Cumparsita", "El Choclo", "Jalousie". MUSETTE - Die zweite Geschichte handelt von einer jungen Pianistin, die ihre Liebe in Argentinien lassen musste. Von Sehnsucht getrieben, lässt sie sich auf die verschiedensten Abenteuer ein, um zu überleben; u.a. "Padam, Padam", "L'Accordéoniste", "Sous le ciel de Paris". KLEZMER - Die dritte Geschichte beginnt mit einer jiddischen Hochzeit. Doch die Umstände bringen beide auseinander, bis sie sich erst nach sieben Jahren wieder sehen können; u.a. "To my friend Michale", "Schwarze Augen", "Nigun".

17.10.2012: Hiltrud und Karl Heinz: "Mir halte durch" - 20:00 Uhr Stadthalle

Manchmal kommt es dem Karl-Heinz gerade so vor, als würde sich in seinem Leben alles wiederholen: Trotz größter Bemühungen schaffen er und Hiltrud es wieder mal nicht, sich aus dem Weg zu gehen. Deshalb gibts zusammen mit jeder Menge neuer Szenen einer ganz normalen Ehe auch noch die dazugehörigen Tipps. Wie immer mit jeder Menge Musik, schließlich sieht Hiltrud nicht nur sehr gut aus, sondern singt auch so. Glaubt sie. Nur gut, dass der Karl-Heinz das Rezept für eine glückliche Ehe kennt: DURCHHALTEN!

30.09.2012: Allegria-Sextett "Liebe(r) a cappella" - Konzert - 19:00 Uhr ehemalige Synagoge

6 Frauen mit starken Stimmen - Allegria - das sind: Christine Bär, Algund Schorcht, Heidrun Göttsche, Mareike Winkel, Anja Stroh und Ariane Treffer. In Frankfurt gegründet, steht Allegria seit über 10 Jahren für grenzenloses Vokalvergnügen und entführt das Publikum auf charmante Weise ins Reich der Klänge. Das Ensemble leibt es, mit den unterschiedlichen Genres zu spielen und seine Programme abwechslungsreich zu gestalten. Es erwartet das Publikum ein Programm, das die vielen Facetten des Paar-Seins heiter bis wolkig beleuchtet. Mit gesanglichen Glanzstücken von damals bis heute: Mendelssohn-Bartholdy trifft auf Gospel, die Comedian Harmonists auf Jazzstandards.

24.09.2012: "Wahlverwandtschaften" - 20:00 Uhr Stadthalle

Ein malerischer Landsitz, ein verliebtes Ehepaar in den besten Jahren. Ein guter Freund und eine Nichte sollen die Idylle bereichern.

Dem Plan nach sind die "Wahlverwandschaften" eine Novelle, sie wuchsen sich aber zu einem zweibändigen Roman aus: dem "ersten modernen Problemroman" der deutschen Literatur. Hält man den früheren Roman, die "Wilhelm Meister" dagegen, so erkennt man den weiten Weg, den Goethe inzwischen gegangen ist. Der "Wilhelm Meister" ist in jedem Strich ein Werk des ästhetischen 18. Jahrhunderts. Die “Wahlverwandschaften” sind schon ganz ein Werk des naturwissenschaftlichen 19. Jahrhunderts. In den "Wahlverwandschaften” wird nicht das Individuum, sondern das höhere Recht der menschlichen Gemeinschaft gepredigt: die Ehe als die Grundlage der sittlichen Kultur ist heilig und unverletzlich, und die Individuen, die aus einem Zwange ihres Wesens dagegen anstreben, müssen untergehen.*

 

21.09.2012: "Mascha Kaléko" - nicht nur eine "Großstadtlerche" - Lesung 20:00 Uhr ehemalige Synagoge Gelnhausen

Das Emigrantenkind aus Galizien gehörte neben Ringelnatz, Kästner und Tucholsky zur Berliner "Bohème" der frühen 30-er Jahre. Ihre Geschichten und Gedichte waren in jener Zeit Perlen des Feuilletons. Doch ihr Ruhm war nur von kurzer Dauer. Als Jüdin hatte sie keinen Platz im Nazi-Deutschland. Nur, wer las und hörte sie damals? Selbst heute noch ist sie fast vergessen. Und doch gilt es, ihre großartige Lyrik als unvergänglichen Schatz zu bewahren. Klaus Waldschmidt stellt an diesem Abend Leben und Werk dieser bedeutenden, über Jahrzehnten fas vergessenen deutsch-jüdischen Dichterin vor, begleitet am Piano von Markus Haurin.

17.08.2012 ab 17.00 Uhr: Literarischer Spaziergang auf den Spuren von Grimmelshausen - Hinweis: Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Beginn um 17.00 Uhr am Rathaus, Obermarkt, Gelnhausen. Lesungen an folgenden Stationen: 17.15 Uhr Hexenturm (Garten Bergeon); 18.00 Uhr Museum, Obermarkt:; 18.45 Uhr Marienkirche. 19.30 Uhr Abschlussveranstaltug im Romanischen Haus, Braugasse 1, Lesung mit Udo Wachtveitl, Moderation: Hans Sarkowicz. Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter: 06051-830-0 oder per email an: Interner Linkk.braeutigam(at)gelnhausen(dot)de

02.09.2011: Rolf Miller mit seinem Programm "Tatsachen" - 20.00 Uhr Stadthalle

Er weicht aus. Er verschweigt. Er sagt nichts. Und das einzigartig. "Das sind die Tatsachen" sagte ein Zuschauer nach der Vorstellung des Erfolgsprogramms "Kein Grund zur Veranlassung" zu Rolf Miller. Das war der Startschuss zum neuen Programm "Tatsachen", das die Schraube weiter zudreht im Alltags-Desaster in unser aller Welt. Wer wissen will, wie Rolf Miller zu wichtigen Themen wie Atombombe, Urknall, Kunst, Sport, Frauen, Kinder, Achim und Jürgen, zielsicher den Faden verliert, ist hier genau richtig. Millers Figur ist genau der Typ, der dem Planeten irrsinnig auf den Zeiger geht und es nicht merkt. Und das mit Bravour... Im echten Leben ist man das Opfer, wenn so einer zufällig neben einem sitzt und man mit anhören muss, was er von sich gibt. Hört man ihm aber auf der Bühne zu, wird man zum Täter, übt Rache, darf man darüber lachen und das auf höchstem Niveau. Leiden Sie Luxus, denn für Sie bedeutet der sichere Zuschauerraum ein Pointenbunker. Die Jury zum Deutschen Kleinkunstpreis, den er 2006 erhielt, schrieb: „Man hat immer das Gefühl als könne er mit Worten nicht umgehen. Stotternd, nach Begriffen suchend und in halben Sätzen artikulierend, findet seine kunstvolle Sprech-Sinfonie dennoch ganze Wahrheiten. Im Durcheinanderwürfeln standardisierter Sätze entzerrt er sie bis zur Kenntlichkeit, aber da, wo die Worte fehlen, lauert die Pointe.“ Und Ahnung vom Fußball hat er auch noch! Deshalb gibt ihm das Fachblatt für Ballschieber, der „Kicker“ auch regelmäßig etwas Platz für eine Kolumne, Rund ums Runde..

09.09.2011: Roll over Gelnhausen. The Hound Dogs, Leslie Link & Friends - 20.00 Uhr Stadthalle

Diese Veranstaltung rückt im Besonderen die Hanauer Gitarrenlegende Leslie Link in den Fokus. Die Idee zu diesem Event findet ihren Ursprung in der 2009 entstandenen TV-Dokumentation ‚Roll over Hanau'. Sehr beeindruckt von dieser Dokumentation, hatte der bekannte Gelnhäuser Musiker Joachim Villwock vor Augen mit einem Protagonisten dieser Zeit, der Hanauer Gitarrenlegende Leslie Link, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und den R'n'R hochleben zu lassen! Nun konnte er für diese Idee nicht nur Leslie Link selbst begeistern, auch weitere Künstler wie Peter Glessing am Saxofon, Lilly Harpoon an der Bluesharp, Peter Fischer an der Gitarre und die Velvet Voices – Chor der Elvis Tribute Show ‚King Creole' – waren sofort Feuer und Flamme. So werden diese Protagonisten eine fulminante Show bieten, in der unter anderem Klassiker von Elvis, Johnny Cash, Chuck Berry und Konsorten über die Stray Cats und Brian Setzer bis zu modernen Songs im Rockabilly-Gewand dargeboten werden. Von der kleinen Besetzung der frühen Rockabilly-Ära bis zum großen Finale mit allen Musikern wird der Rock'n'Roll in all seinen Facetten zelebriert. ‚Roll over Gelnhausen' wird präsentiert vom Gelnhäuser Tageblatt mit freundlicher Unterstützung der Gasversorgung Main-Kinzig GmbH. Außerdem unterstützen die Stadt Gelnhausen, Zaremba - Grafik & Design, Music'nmore Gründau-Lieblos, Light Xpress Eventtechnik und Klages Catering.

10.09.2011: Swing zu Unzeiten - 19.00 Uhr Ehemalige Synagoge

Er war ein sogenannter Halbjude und Swingbube: Zwei Gründe für die Gestapo, den damals gut zwanzigjährigen Wolfgang Lauinger zu verfolgen. Der heute 91jährige erzählt davon mit viel Humor und wie von einem großen Abenteuer, denn: „Wenn man jung ist, hat man keine Angst“. In einer Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge Gelnhausen am Samstag, 10. September, 19 Uhr berichtet er aus seinem Leben. Wolfgang Lauinger war 20 Jahre alt und Lehrling, als sein Vater, Journalist bei der renommierten „Frankfurter Zeitung“, Deutschland im Sommer 1939 kurz vor dem Ausbruch des Krieges verließ –mit fünf Mark in der Tasche. Was er sonst besessen hatte, war – mit Ausnahme einiger weniger Möbelstücke – zur Bezahlung der Sonderabgaben verwendet worden, ohne deren Begleichung niemand das Land verlassen konnte. Wolfgang Lauinger wurde für kurze Zeit Soldat, dann als so genannter Halbjude entlassen. Er ging zurück nach Frankfurt am Main, seine Heimatstadt, und er fand Freunde: Junge Leute, die wie er selbst mit der Hitlerjugend und ihren Tugenden nichts im Sinn hatten und Swing liebten - „zu Unzeiten“, denn Swing galt im nationalsozialistischen Deutschland als „Niggermusik“ und entartet.

08.-18-09-2011: Dialog - Ausstellung mit Arbeiten von Iris Baumann

Die Künstlerin, Iris Baumann, begann ihr Kunststudium (Malerei) 1993 in Riga, Lettland. Nach Ihrer Rigaschen Zeit studierte Iris Baumann erfolgreich an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Prof. G. Graubner und Prof. S. Anzinger. 2010 bezog sie ihr Atelier in Gelnhausen und eröffnete die freie Kunstschule Atelier Blickpunkt (www.malatelier-blickpunkt.de). Iris Baumann thematisiert in ihren Bildern die Beziehung vom Mensch und seinem / ihrem UmRaum. Mit welchen Inhalten füllen wir zum Beispiel die Wörter Beziehung, Zeit und Raum und wie behandeln wir sie? Bisher hat die Künstlerin beides, Figur und UmRaum, getrennt voneinander untersucht und in Ausstellung in immer wieder neuen Kontext gestellt. In ihrer aktuellen Ausstellung Dialog lässt die Künstlerin ihre Arbeiten selbst in den interessanten Dialog zwischen Anonymität und Einzigartigkeit treten. So erscheint der Mensch als anonymes Portrait wieder in großflächigen abstrakten Farbräumen. Diese wurden von Iris Baumann am Computer in den Farbräumen integriert, ausgedruckt und später nochmals überarbeitet. Mit Ihrer Ausstellung lädt die Künstlerin, Iris Baumann, die Betrachter ein in ein Dialog mit ihren Bildern zu gehen. So haben ihre Arbeiten generell keine Titel. Der Betrachter darf seine / ihre Wahrnehmung in Frage stellen, anderen Fragen und Sichtweisen folgen um letztendlich der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

24.09.2011: Kammerkonzert mit dem Siegfried Fall-Trio, München - 20.00 Uhr, Ehemalige Synagoge Gelnhausen

Siegfried Fall (geboren 10. November 1877 in Olmütz, Mähren; gestorben 10.April 1943 im KZ Theresienstadt) war ein österreichischer Komponist, Arrangeur, Pianist und Korrepetitor. Das „Siegfried Fall Klaviertrio München“ ehrt diesen Komponist damit, seinen Namen und Werk nach langem Schweigen wieder bekannt zu machen. Siegfried Fall stammte aus einer Musikerfamilie: sein Vater Moritz war Komponist und Kapellmeister, und seine beiden Brüder Leo und Richard waren Operettenkomponisten. Nach seiner Ausbildung – u.a. in Berlin bei Heinrich von Herzogenberg und Max Bruch – komponierte er als freischaffender Komponist Opern, Sinfonien, Kammermusik, und Lieder. Für sein Klaviertrio wurde er mit dem Mendelssohn Preis (Deutschland´s höchster Musikpreis) ausgezeichnet und trat einen damit verbundenen Studienaufenthalt in Italien an. Nach dem Studium wurde er in Wien wohnhaft wo er noch eine Oper, eine Sinfonie, sowie diverse Instrumental – und Chorwerke komponierte. 1942 ging er mit seinem Bruder Richard ins französischen Exil. In Nizza arbeitete er als Barpianist und unterstützte seinen Bruder und dessen Frau Else Fall. Ein Versuch der zwei Brüder, mit Skiern über die schweizerische Grenze zu gelangen, missglückte. Es wurden beide verhaftet. Am 23. Januar 1943 wurde Siegfried Fall nach Theresienstadt deportiert, wo er 4 Monate später zu Tode kam. Sein Bruder Richard wurde in das KZ Auscwitz verschleppt und dort ermordet. Auf dem Konzertprogramm stehen neben dem Trio op. 4 a-moll von Siegfried Fall, ein Werk von Ernest Bloch und das Trio Nr. 1 in d-moll op 49 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Quellen: Wikipedia; Universität Hamburg LexM (Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS Zeit)

25.09.2011: "25 Jahre Ehemalige Synagoge" - 11.15 Uhr

In einem kleinen Festakt wird an das Schicksal der Gelnhäuser Juden erinnert. Die Aufbereitung der Geschicht Gelnhausens seit Beginn der Renovierung der ehemaligen Synagoge im Jahr 1973 bis heute stehen im Mittelpunkt der Ansprachen, musikalisch umrahmt von Mitglieder des Siegfried Fall-Trios.

25.09.2011: "Wann wird das Leid ein Ende haben" - 19.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Hörszene mit Texten von Ilse Weber in konzertantem Rahmen von Ulrike Migdal, Musik: Werner Beyer Trio, Liv Migdal. Wie in einem Grab überlebten ihre Theresienstädter Gedichte. Sie selbst wurde zusammen mit ihrem jüngsten Sohn und den Kindern ihrer Kinderstation in Auschwitz vergast: Ilse Weber. Die Hörszene lässt in einer Collage aus Lyrik, Briefen und mit eingespielten Liedern die Stimme dieser charismatischen Dichterin lebendig werden, die dem Naziterror mit Versen, aber auch durch ihre kompromisslos gelebte Mitmenschlichkeit trotzte. Vor dem Transport nach Auschwitz gelingt es Willi Weber die Gedichte und Lieder seiner Frau, die sie für ihre Pflegekinder und Mithäftlinge schrieb, in einem Geräteschuppen einzumauern. Er überlebt und kann die Papiere nach der Befreiung in Sicherheit bringen: die Schilderungen ihres Lebens als deutschsprachige Jüdin in Böhmen, die Briefe, in denen sie vom Terror des Nationalsozialismus erzählt, die Trostgesänge aus der Kinderkrankenstube im KZ. Die in Bochum lebende Autorin Ulrike Migdal hat die nach Jahrzehnten wiedergefundenen Dokumente herausgegeben zusammen mit einem Essay über Leben und Werk der Ilse Weber, die bei Theresienstadt-Überlebenden und in der Literatur ein Mythos ist, von deren Werk aber bisher fast nichts bekannt war. Ilse Webers Botschaft reicht bis in unsere Zeit hinein: Aus Briefen erfahren wir Wesentliches über die Mechanismen, durch die Menschen unter dem Druck einschlägiger Propaganda sich ihrer Kraft zum Widerstand und ihrer humanen Wertvorstellungen berauben lassen. Daraus lassen sich Wege erkennen für die Gegenwart, um antisemitischer Hetze und nazistischen Tendenzen in vielerlei Maskierung zu begegnen. .

02.10.2011: Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull - 20.00 Uhr, Stadthalle

„Das äußere Leben des Felix verläuft, kurz zusammengefaßt, wie folgt. Nach dem Tode seines Vaters in der rheinischen Provinzstadt treibt er, der nie mit einer Schule fertig geworden ist, sich in Frankfurt herum. Vom Militärdienst simuliert er sich auf geniale Weise frei (denn Krankheit vorzutäuschen ist er besonders begabt) und kann nun, zirka neunzehnjährig, in Paris eine Stellung antreten, die ihm sein Pate, ein schrulliger Maler, durch seine Verbindungen in einem großen Hotel verschafft hat. Auf der Reise, bei der ‚Douane’, entwendet er einer Dame ein Juwelenkästchen und hat, als Liftboy, dann mit eben dieser Dame ein noch weiter einträgliches Liebesverhältnis. Sie ist sehr reich verheiratet, Dichterin, die in ihm eine Verkörperung des Hermes, des gewandten Gottes der Diebe sieht. So macht er die Bekanntschaft seines mythischen Vorbildes. ... Vom Lift wird er nach einiger Zeit als Kellner in den Speisesaal versetzt und lernt dort einen jungen Luxemburger Aristokraten kennen, einen Marquis de Venosta, der häufig das Restaurant besucht, entweder allein oder mit seiner Geliebten, einer reizenden kleinen Chanteuse namens Zaza. Der junge Marquis, reicher Leute Sohn, hat es sich in den Kopf gesetzt, das Persönchen zu heiraten, wovon seine Eltern Wind bekommen. Um ihn aus Paris zu entfernen und ihn von Zaza loszumachen, schreiben sie ihm eine einjährige Weltreise vor, in die er, da ihm sonst Enterbung droht, einwilligt, aber nach einem Ausweg sucht, der es ihm ermöglicht, heimlich bei seiner Geliebten zu bleiben. So kommt es zu einer Verabredung zwischen ihm und Felix, von dem er wie alle Welt sehr angetan ist, daß dieser statt seiner, als Marquis de Venosta, die Reise machen soll, während Louis selbst sich mit seiner Zaza in einer Pariser Vorstadt verborgen hält.“ 1 Bleibt nachzutragen, dass Felix Krull auf seiner Reise als Marquis de Venosta den Lissabonner Museumsdirektor Kuckuck kennenlernt, in dessen Haus mit Frau und Tochter anbandelt, vom portugiesischen König empfangen wird. In Lissabon endet der Roman. 1 Thomas Mann in einer Sonderausgabe der Vereinigung Oltener Bücherfreunde, die 1953 in nur 765 numerierten Exemplaren gedruckt wurde.

05.10.2011: Hiltrud & Karlheinz "Was issen jetzt schon widder" - 20.00 Uhr, Stadthalle

Guck doch emal wie goldisch: Der Karl-Heinz und seine Hiltrud haben Urlaub gemacht. In Frankreich der Hauptstadt der Liebe. Grund genug für einen Dia-Abend mit Nüsschen, Adiletten und den schönsten 2.347 Urlaubsdias. Doch nicht nur der Diaprojektor hat so seine Macken; schnell wird klar: ein Urlaub mit Hiltrud ist nichts zum Erholen und das Eheleben macht auch vor dem schönsten Strand nicht halt. Tja, auch während der schönsten Wochen das Jahres ist es eben am besten, wenn man sich gar nicht erst begegnet ... Freuen Sie sich auf neue Szenen einer ganz alltäglichen Ehe, auf hessisches Gebabbel, Oldies, Chansons und Schlager und jede Menge Vergnügen.

07.10.2011: So reich an Sehnsucht - 19.30 Uhr, Ehemalige Synagoge

Liederabend mit Werken von A. Berg, R. Strauss u.a. Ein Abend mit Stücken aus dem beginnenden 20. Jahrhundert, das wie kaum eine andere Epoche stilistische Vielfalt und musikalische Variabilität widerspiegelt, erwartet Sie bei diesem Kerzenscheinkonzert in der Ehemaligen Synagoge Gelnhausen. Es singen die in Aachen, Frankfurt und Wien ausgebildete Sopranistin Constanze Meijer und der Bariton Maurice Lenhard. Am Klavier die finnische Pianistin Pauliina Tukiainen, die neben ihrer Tätigkeit als Dozentin in Frankfurt und Trossingen europaweit als gefragte Liedbegleiterin gilt. Eintritt ist frei.

15.10.2011: Barclay James Harvest - 21.00 Uhr, Sport- und Kulturhalle Meerholz

Seit den 70er Jahren ist ihr Erfolg ungebrochen. Barclay James Harvest, mit dem Mann an der Spitze, der für den unverwechselbaren Band-Sound verantwortlich ist: Les Holroyd. Die wohl subtilsten Vertreter des Genres Klassik-Rock fanden einander 1967 in Manchester. Schwermütige Rock-Etüden, ornamentiert von esoterischen Sphärenklängen be-geisterten die selben Fans, die auch Moody Blues und Pink Floyd liebten. Die Band wusste schon früh, wie man die Effekt-Apparatur des Mellotrons virtuos einsetzt. Die reizvollen Soundmuster wurden zum Markenzeichen von Barclay James Harvest, die ihr Plattendebüt 1970 feierten. Von Anfang an experimentierten BJH mit neuen Formen jenseits der traditionellen Formation aus Gitarre, Bass und Drums und benutzten Holzbläser, Streicher und Blechbläser. Es war daher ein logischer Schritt, ihr erstes Album “Barclay James Harvest” mit ihrem eigenen Orchester aufzunehmen. Schnell machten sich BJH einen Namen – zunächst auf der britischen Insel, dann in Europa, dann weltweit. Die Band wurde zu einer Supergroup, zum Garanten für beste Live-Unterhaltung und zum festen Lieferanten für die Charts. Heute sind ihre Hits längst Klassiker „Hymn“, „Mockingbird“, „Life is for living“, „Berlin“ und viele andere, sind der Stoff, aus dem die romantischen und nostalgischen Rockträume beim Livekonzert sind. Mit verklärtem Blick denken die Fans auch zurück an jenes legendäre Konzert auf den Treppen des Reichstages von Berlin, zu dem 1980 einige hunderttausend Zuhörer pilgerten. Ihre musikalischen Markenzeichen haben sich Barclay James Harvest bis heute erhalten.

21.10.2011: Verleihung der Grimmelshausenpreise 2011 - 19.30 Uhr, Stadthalle

Preisträger: Peter Kurzeck
Förderpreisträgerin: Annika Scheffel

In "Vorabend" schreibt Peter Kurzeck die Geschichte der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit fort. Mit einer Fülle von Personen und Orten, einer Vielzahl von Geschichten und Motiven gelingt es ihm, den Anspruch zu verwirklichen, der dem Buch vorangestellt ist: "Die ganze Gegend erzählen, die Zeit!". Mit feinen Sinnen registriert Kurzeck jede kleinste Veränderung in den Lebensgewohnheiten der Menschen. Auf diese Weise wird „Vorabend“ zum Porträt vieler einzelner Menschen und einer ganzen Gesellschaft, zum Panorama einer Landschaft und eines ganzen Landes. "Vorabend" zeigt Kurzeck abermals als Erzähler mit zauberischen Kunstkräften. Den Förderpreis des Grimmelshausen-Preises erhält in diesem Jahr die achtundzwanzigjährige Autorin und Performerin Annika Scheffel, Preisträgerin des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen 2007, für ihren 2010 erschienenen Debütroman "Ben". "Ein modernes, anrührendes, zugleich tragisches und skurriles Märchen über die Liebe, das Leben und den Tod mit Mut zur Phantasie und Sprachwitz." lobte die Jury.

27.10.2011: Buchtaufe "Grimmelshausen. Leben und Schreiben. Vom Musketier zum Weltautor" - 19.00 Uhr Marienkirche

Über das labyrinthisch verschlungene Leben des Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen war bislang erstaunlich wenig bekannt – nun kommen Prof. Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz mit ihrem neuen Buch ber biographischen Wahrheit endlich näher. Nicht einmal das Datum seiner Geburt in Gelnhausen kennen wir genau (1621 oder 1622) – erst als dieser Autor des wohl bedeutendsten Romans in deutscher Sprache aus der Odyssee des Dreißigjährigen Krieges wieder auftaucht, um im badischen Raum Bürgermeister zu werden, lichtet sich das Dunkel. Aber seit dem Erscheinen von Gustav Könneckes grundlegender Quellenforschung in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist auch keine größere Biographie des bedeutendsten deutschen Barockdichters mehr auf dem Buchmarkt zu finden. Und Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen hat seinerseits durch die Gewohnheit, seine Spuren als Autor zu verdecken, es seinen Biographen schwergemacht

12.10. - 01.11.2011: Deutsche Jüdische Soldaten

Die Ausstellung behandelt auf über 60 Bildtafeln das Schicksal jüdischer Soldaten in Deutschland von der Epoche der Judenemanzipation zu Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Zeitalter der Weltkriege. Im Zentrum steht dabei der Zusammenhang zwischen Integration bzw. Ausgrenzung auf der einen sowie dem Militär bzw. dem Militärdienst auf der anderen Seite. Im Jahr 1996 wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Centrum Judaicum in Berlin und dem Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam gestaltet. Zur Ausstellung ist ein wissenschaftlicher Begleitband mit zahlreichen Abbildungen erschienen, der über den Buchhandel bezogen werden kann.

31.10.2011: "Die entfernte Stimme" - 20.00 Uhr, Stadthalle

Das Stück von David Lindsay-Abaire „beginnt ganz harmlos, mit einem Schwatz zwischen Schwestern. Der Ton ist locker, fast boulevardesk. Doch schnell wird deutlich, wie brüchig die Normalität ist, in der sich jedes harmlose Gespräch als Minenfeld entpuppen kann.“ 1 „Die Situation von Becca und Howie ist so einfach wie fatal: Vor acht Monaten starb ihr einziger Sohn Danny. Der Achtjährige wurde von einem Auto überfahren. Das Ganze könnte in ein Selbstzerfleischungsdrama münden, in dem die Welt von Becca und Howie wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Aber Feydeau-Verehrer David Lindsay-Abaire ist ein zu kluger Menschenbeobachter, um nicht auch die gewollt oder ungewollt komischen Seiten dieser Trauerarbeit zu beleuchten, ohne an Tiefgang zu verlieren. Das ist eine Kunst.“ 2 Die trauernden Eltern balancieren auf einem schmalen Grat und entwickeln sehr unterschiedliche Strategien, um mit dem Verlust fertig zu werden. Und das ist das eigentliche Happy End. Seit dem Gewinn des Pulitzer-Preises 2007 und der Tony-Nominierung für das beste Stück ist die Bühnenkarriere des emotional berührenden Schauspiels Die entfernte Stimme nicht mehr aufzuhalten.

1 Der Patriot/Lippstädter Zeitung, 27.02.2010
2 Jens Voskamp, Nürnberger Nachrichten, 15.02.2010

02.11.2011: Das Mädchen aus dem Fahrstuhl - 19.30 Uhr, Stadthalle

Anton Teischer (Thorsten Wszolek) hat die Faxen so dicke. In seiner Firma bekommen der Betriebsrat und die Gewerkschaft immer mehr die Oberhand. Als sich schließlich noch seine Diener und Stubenmädchen gewerkschaftlich organisieren, beschließt er, sich zur Ruhe zu setzen. Doch es kommt alles ganz anders... Sein Neffe Gerhard (Sascha Kaspar), der die Firma eigentlich übernehmen soll, denkt überhaupt nicht daran. Er hat stattdessen heimlich Musik studiert und lehnt es auch ab, damit alles in der Familie bleibt, Helene (Stefanie Wszolek), die einzige Tochter von Teischers Kompagnon, Dieter Ellinger (Horst Becker), zu ehelichen. Diese wiederum hat inzwischen heimlich mit Dr. Hans Hellwig angebändelt. Zu allem Überfluss bekommt Teischer noch wegen akuter Wohnungsnot in Form von “Zwangseinquartierung” sämtliche Fremdenzimmer mit Obdachlosen belegt, unter anderem mit der mutmaßlichen “Folge” einer Liebesnacht, die er in seiner Jugend mit dem Zimmermädchen eines Hotels im stecken geblieben Fahrstuhl durchleben musste. Eine Comedy in 3 Akten von Franz Arnold & Ernst Bach, Hessisch von Thorsten Wszolek.

04.11.2011: Die2Beiden - 20.00 Uhr, Stadthalle

Johannes Scherer und Bodo Bach wieder vereint in verblühten Landschaften. Zwanzig Jahre nach der deutschen Einheit wachsen endlich auch die linke und rechte Arschbacke des hessischen Humors wieder zusammen: Johannes Scherer und Bodo Bach kommen wieder als DIE 2 BEIDEN. In den 90-er Jahren waren sie bei HIT RADIO FFH umstrittene, umjubelte und hochdekorierte Radio-legenden. Später tingelten sie als verkrachte Existenzen einsam durch Bürgerhäuser, Möbelzentren und die gesamte hessische Bahnhofsgastronomie. Die Finanzkrise 2009 versetzte ihren jämmerlichen Existenzen endgültig den Todesstoß. Auf Druck ihres skrupellosen Managements, einer erfolgsverwöhnten Ehefrau und diverser osteuropäischer Inkassobüros sahen sich die beiden Teilzeit-Spaßbremsen zu Beginn dieses Jahres gezwungen, sich wieder an einen Tisch zu setzen. Allen Zweiflern und Kritikern, die vorab bereits lautstark konkrete Inhalte forderten, antworten Bach und Scherer mit einem knallharten Drei-Punkte-Plan: „Erster Teil, zweiter Teil, Zugabe. Das muss reichen. Weiter sind wir auch noch nicht. Uns ist völlig klar, wie schwer die Aufgaben sind, die vor uns liegen. Diese Wieder-vereinigung wird nur gelingen, wenn wir alte Gräben überwinden, Gemeinsamkeiten neu entdecken und mit gegenseitigem Respekt, Mut und ganz viel Restalkohol aufeinander zugehen.“

11.11. - 20.11.2011: Voyage poétique - Ausstellung mit Arbeiten von Andrea Huber und Sabine Räbiger, Ehemalige Synagoge

„Ein Vogel will sich in die Luft erheben, selbst wenn sein Käfig golden wär …“ (Khalil Gibran 1883 – 1931) Zu einer kleinen malerischen Reise, poetisch, voller Leichtigkeit und Transparenz laden die in dieser Ausstellung gezeigten Bilder der Künstlerinnen Andrea Huber aus Obersulm und Sabine Räbiger aus Gründau ein. Sorglosigkeit, Unabhängigkeit und Freiheit können uns die Vögel lehren. Andrea Huber hat sich mit dieser Thematik in ihren Acrylbildern auseinandergesetzt. Gold als materielle Fessel und als immaterielles Streben nach dem Guten, Wahren und Schönen taucht in den Werken von Sabine Räbiger über lange Schaffensperioden hinweg immer wieder auf. Beide Künstlerinnen treffen sich seit Jahren einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Reise, die sie voyage poétique nennen und auf der sie skizzieren, malen und Ideen entwickeln. Einige der gezeigten Bilder sind auf diesen Fahrten entstanden.
Öffnungszeiten: Freitags und samstags 18 - 21 Uhr sowie sonntags 15 - 19 Uhr

13.11.2011: Comedy-Kabarett-Musik-Abend:
"Kerbst und Kock & Die Therapeuten" - 19.00 Uhr, Kulturstation Kaufmann

In ihrem neuen Programm "Beziehungs-Weise" präsentieren die bekannten Musicaldarsteller Stefanie Kock und Alexander Kerbst eine ganze Palette eigener Songs. Obwohl zur Zeit im verflixten siebten Jahr ihrer Paartherapie, verstehen sich Stefanie und Alexander immer noch blendend. Nun fragt sich mancher: Sie, die exotische Sumpfdotterblume des deutschen Showbiz und er, der seriöse Herr und Frauenflüsterer, kann so etwas auf Dauer gut gehen? Es kann! Denn die beiden sind weise geworden. Beziehungs-Weise... In ihren Songs schöpfen sie aus dem Fundus ihrer auf jahrelangen Weltreisen geschärften Beobachtungsgabe und ihrem eigenen, ganz persönlichen leid- und lustvollen Erfahrungsschatz. Aber trotz aller Disziplinierungs-Versuche: Das Zwerchfell wird auch dieses Mal nicht geschont. Ob Parodien, Sketche, Improvisationen und sexy Bühnenoutfits - gespart wird woanders. Mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus "Comedy, anspruchsvollen Songtexten, eingängigen Melodien und viel Charme und Schabernack" haben sie fast ein eigenes Genre geschaffen, das sich jedem Schubladendenken entzieht.

19.11.2011: Miguel Pesce aus Buenos Aires präsentiert Tango - 19.30 Uhr, Ehemalige Synagoge

Auf seiner diesjährigen Europatour stellt er sein aktuelles Album "Encordado en la Huella" vor. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Kunstverein Meerholz druchgeführt. Er absolvierte das Conservatorio Juan José Castro von Lucila, wo er bei Maestro Victor Villadangos studierte. Sein Studium schloss er in den Richtungen Tango und Jazz an der School of Popular Music von Avellaneda ab. Er trat das Quartett Montserrat "(Folklore Rioplatense) mit Vicente Correa (ehemaliger Gitarrist Alfredo Zitarrosa ) und Gustavo Nasuti . Gemeinsam veröffentlichten sie zwei CDs, auf denen sie so namhafte Künstler wie Juan Falu und Silvia Iriondo als Gastmusiker versammeln konnten. Derzeit lehrt er Gitarre an Institutionen der Direktion für Bildnerische Erziehung in der Provinz Buenos Aires. Nebenbei spielt er Solokonzerte und in Tango-Gruppen in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Griechenland, Dänemark, Holland, Italien und Uruguay

22.11.2011: Alice im Wunderland - 15.00 Uhr, Stadthalle

Alice ist ein junges Mädchen. Sie träumt den ganzen Tag. Besonders in der Schule, wenn die Lehrerin will, dass alle das kleine Einmaleins lernen sollen, ist es eben manchmal langweilig. Aber wie soll sich Alice auch auf das Rechnen konzentrieren, wenn plötzlich ein weißes Kaninchen am Fenster vorbeihoppelt? Aber ist es wirklich nur ein einfaches, weißes Kaninchen? Nein, dieses Kaninchen trägt eine Uhr und redet auch noch die ganze Zeit vor sich hin. Alice kann nicht anders, sie muss hinterher. Sie folgt dem Kaninchen und landet alsbald in einer Traumwelt, in der sie wunderliche Dinge erlebt und komische Wesen trifft: sprechende Tiere, ein eigenartiges Kartenspiel, ein überhebliches Ei auf einer Mauer, eine unangenehme Königin und ein gestohlenes Kuchenstück! Eine verrückte Welt, in der sogar die Uhren nicht mehr so ticken wie man es von ihnen gewohnt ist. Alles ist anders… Ist das ein Traum? Ist alles echt? Eins ist jedoch sicher: Es ist ein großes Abenteuer für die junge Alice und der Beginn eines verrückten Musicals, dass das Theater Liberi aus Bochum nach seinen Erfolgen von „Aschenputtel“, „Dornröschen“ und „Schneewittchen“ auf die deutschen Bühnen bringt. Lewis Carroll erfand vor fast 150 Jahren mit „Alice im Wunderland“ eine verrückte und durchgedrehte Reise in ein phantastisches Traumland. Ein knallbunter Musical-Nachmittag für die ganze Familie. Unter der bewährten Regie von Helge Fedder und mit der Musik von Christoph Kloppenburg und Christian Becker ist dieses Stück für Kinder und Kindgebliebene ab fünf Jahren zu empfehlen - und natürlich für alle Musical-Fans!

03.12.2011: Swinging Gospel & Spirituals
mit Angela Brown und der Barrelhouse Jazzband - 19.30 Uhr, Stadthalle

Spirituals, die von den Sklaven gesungenen Kirchenlieder, waren eine große Quelle der Inspiration für die ersten Jazzbands, und aus manchem dieser religiösen Songs wurden berühmte Jazzstücke - z. B. „Glory Hallelujah“ oder „When The Saints“. Viele bekannte Spirituals und Gospel-Songs kommen in diesem Konzert auf zunächst ungewohnte Weise zu Gehör, daneben teils ungewöhnliche Titel aus dem Jazz- und Musicalrepertoire, die Religion und Spiritualität zum Inhalt haben. Die Bandbreite dieses Konzertes reicht von den uralten Spirituals aus den Südstaaten der USA bis hin zu den bekannten Gospel-Songs und religiösen Titeln der Swing-Ära. Von besinnlich bis swingend und mitreißend spielt die Barrelhouse Jazzband – eine der erfolgreichsten deutschen Bands des klassischen Jazz und Swing - diese schönen Songs einmal so, wie sie früher in New Orleans und Harlem erklangen: Einfühlsam und mit Respekt, aber eben doch jazzig-bluesig intoniert. Für den absoluten Höhepunkt sorgt Angela Brown, in Chicago geborene Blues- und Gospelsängerin. Ihre Interpretation der Gospelsongs geht tief ins Herz - ohne jeden Kitsch. Alte und uralte Melodien werden wieder lebendig in einem Konzert, das von Bandleader Reimer von Essen mit Anekdoten und Geschichten rund um die Musik moderiert wird.

07.12.2011: Sein oder Nichtsein - 20.00 Uhr, Stadthalle

1939 proben die Schauspieler eines Theaters in Warschau eine antifaschistische Komödie. Da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten möchte, wird das Stück vom Spielplan abgesetzt, stattdessen spielt das Ensemble nun „Hamlet“ mit Joseph Tura in der Titelrolle. Während des Monologs „Sein oder Nichtsein“ hat seine Ehefrau Maria Tura in ihrer Garderobe ein Rendezvous mit dem jungen Fliegerleutnant Stanislaw Sobinski. Zu Josef Turas Entsetzen steht der junge Offizier im Zuschauerraum während des Monologs auf und geht hinaus. Der Zweite Weltkrieg bricht aus, Warschau wird bombardiert. Das Theater wird geschlossen, dem Ensemble stehen düstere Zeiten bevor. Der junge Fliegerleutnant kommt nach England. Als dort der polnische Professor Siletsky unter den polnischen Fliegern bekannt gibt, in geheimer Mission in das besetzte Warschau zu reisen, übergibt Stanislaw Sobinski ihm eine Nachricht für die geliebte Maria Tura. Aber Siletsky kennt die berühmteste Schauspielerin Warschaus überhaupt nicht! Es wird klar, dass er ein Doppelagent sein muss. Stanislaw Sobinski wird beauftragt, Siletsky die Liste der Adressen von polnischen Untergrundkämpfern zu entreißen. Prof. Siletsky beabsichtigt, die Namen der Untergrund-kämpfer an den Gestapo-Chef in Warschau weiterzugeben. Dies zu verhindern, bittet Stanislaw Sobinski die Schauspieler um Hilfe, und das Theaterensemble schlüpft in die Rollen der deutschen Besatzer. Es beginnt eine Verwechslungskomödie voller Wort- und Spielwitz, die für alle zu einem Spiel um Leben und Tod wird.

09.12.2011: Maddin Schneider - 20.00 Uhr, Stadthalle

Lach oder stirb! Von einem Horrortrip der ganz besonderen Art erzählt der hessische Komiker Maddin alias Martin Schneider in seinem neuen Bühnenprogramm: In einem abgelegenen Ferienhäuschen wird die Toilette für Maddin zur gefährlichen Falle; die Türklinke fällt nach außen ab. Alle verzweifelten Versuche, die Türe aufzubekommen, scheitern. Von Stunde zu Stunde schwindet Maddins Hoffnung, wieder in die Freiheit zu gelangen. Wahrscheinlich findet man in ein paar Monaten sein Skelett in der Ecke liegen! Die Panik weicht schließlich einer heiteren Gelassenheit. Das stille Örtchen wird zum Raum der Erkenntnis. Hier kann sich Maddin endlich die Zeit nehmen, sein Leben einmal Revue passieren zu lassen. Was hat er falsch gemacht? Welche Träume will er sich noch erfüllen, falls er doch überleben sollte? Existentielle Fragen – aus der Perspektive eines Komikers heraus gestellt. Am Ende gibt es nur zwei Möglichkeiten: Lach oder Stirb!

09.12.2011: Kerzenscheinkonzert mit Rafael Lipstein - 21.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Rafael Lipstein ist im September 1995 geboren, und begann im Alter von 4 Jahren Geige zu spielen, auf der er schon in jungen Jahren viele Erfolge feierte. Erst als er 11 Jahre alt war, begann er Klavier zu spielen. Er wurde von seinem Vater, dem argentinischen Pianisten Leopoldo Lipstein unterrichtet. Schon bald widmete er sich ausschließlich dem Klavier. Seit 2010 studiert er im Pre-College-Cologne an der Musikhochschule Köln bei Prof. Pavel Gililov. Er hat bereits viele Internationale Klavier- und Musikwettbewerbe wie z.B. das „Münchener Klavierpodium“, den Internatiolen Bitburger Klavierwettbewerb, etc. gewonnen, bei denen er verschiedene Sonderpreise wie „Bester Pianist des Gesamten Wettbewerbs“, oder beste Darbietung eines romantischen Werkes erhielt. Seine Konzertätigkeit brachte ihn bereits durch viele Städte und in renommierte Konzerthäuser wie die Münchener Philharmonie. Von der Presse wird er als Ausnahmetalent und Nachwuchspianist mit großartiger Virtuosität, und einer bemerkenswerten Ausstrahlung beschrieben. Auf dem Programm des Kerzenscheinkonzertes stehen Kompositionen von Chopin, Scarlatti, Brahms und Liszt.
Einen Konzerteindruck gibt bei Externer LinkYoutube.

11.12.2011: “Jazzy Christmas” mit jazzgems und dem Duo Langer & Langer - 19.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Welch eine Chance, die sich dem begeisterten Jazzhörer hier eröffnet! Seit jeher geliebte Standards, zukünftige Klassiker und völlig Neues aus eigner Feder in bisher ungehört ungewöhnlicher Besetzung und Interpretation. Instrumentaler Gesang oder perkussive Flöte. Mit ihrem Duo “jazzgems” haben Stephanie Wagner (fl) und Karmen Mikovic (p/vocal) eine perfekte Spielwiese für ihre vielen musikalischen Vorlieben und Facetten gefunden. Ausdrucksstarker Jazz in neuem Format mit großem Frabreichtum und mit ganz eigenem Sound. Erleben Sie mit Thomas und Stephan Langer ein harmonisches Zusammenspiel zweier exzellenter Musiker an Gitarre und Kontrabass, das sich über fünfzehnjährige Zusammenarbeit in gemeinsamen Engagements perfektionierte.

22.12.2012: Weihnachten mit Luxuria Auris - 19.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest lädt die Gruppe „Luxuria auris“ noch einmal zu einer Einstimmung der besonderen Art. Neben der bekannten Mischung aus mittelalterlichen und folkigen Klängen, wird auch ein Querschnitt an Weihnachtslieder aus den verschiedensten Kulturen und Epochen zu hören sein. Der Spendenzweck wird noch bekannt gegeben.

28.12.2011: It's Showtime - 20.00 Uhr, Stadthalle

Irish-Dance, fetzige Musik, Jazz und leise Töne, Ballett, Stepptanz, Rock und Pop, fantastische Stimmen und herrliche Comedy, weltbekannte Musicals dargestellt in Tanz und Live-Gesang mit wunderbaren Kostümen und Choreographien.

30.12.2011: Corvus Corax - 21.00 Uhr Sport- und Kulturhalle

1 Jahre währt die Geschichte der Band Corvus Corax bereits. Bis Anfang der 1990er Jahre gab es mittelalterliche Musik nur in der akademisch‐musealen Interpretation einiger weniger Ensembles. Dazu bildete Corvus Corax mit ihrer eigenwilligen Interpretation einen krassen Gegensatz: In den ersten Jahren gelang es Corvus Corax der Spielmannsmusik neues Leben einzuhauchen. Die Musiker der Gruppe trachteten danach das Leben der Spielleute am eigenen Leib nachzuerleben, um daraus Schlüsse für die musikalische und aufführungs-praktische Umsetzung der Musik dieser Zeit zu ziehen. Nach sieben Jahren begann sich die Auffassung von Authentizität zu wandeln: Wie ihre Protagonisten vor ca. 1000 Jahren, die sich an den Melodien, Rhythmen und Instrumenten der auf den Wanderungen den musikalischen Traditionen ihrer Zeit bedienten, so ließen die Musiker von Corvus Corax auch Einflüsse der sie umgebenden Musik zu. In der Musik und Aufführungspraxis von Corvus Corax flossen diese Erfahrungen unter Anderem in die Arrangements der Stücke ein und die Konzerttätigkeit erweiterte sich auf Clubs und größere Konzertsäle und Festivals, wo die Instrumente meist elektrisch verstärkt wurden. Weitere sieben Jahre später begannen Corvus Corax mit klassischer Musik und Filmmusik zu experimentieren und schufen das Werk CANTUS BURANUS, die großartige orchestrale Neuvertonung von Texten aus der mittel-alterlichen Handschrift „Carmina Burana“. Und nun, nach drei mal sieben Jahren, beginnt die Gruppe ihren nächsten „Lebensabschnitt“ mit einem Blick zurück, ohne den Blick nach vorn zu verlieren: In der bewährten Besetzung mit geballter Dudelsackkraft und donnernden Trommeln werden Corvus Corax die nächsten sieben Jahre auf den Bühnen dieser Welt mit Ihren Fans feiern, als die „Könige der Spielleute“.

03.01.2012: Neujahrskonzert - 19.00 Uhr, Stadthalle Gelnhausen

Auch 2012 führt Sie das bekannte und beliebte Johann-Strauß-Orchester Wiesbaden unter der Leitung von Herbert Siebert wieder heiter und beschwingt ins neue Jahr. Berühmte Melodien der Strauß-Dynastie werden dabei ebenso auf dem Programm stehen wie Franz von Suppé, Carl Maria von Ziehrer oder Emmerich Kálmán. So dürfen sich die Zuhörer u.a. auf den „Kaiserwalzer“, „Rosen aus dem Süden“, „Annenpolka“, Melodien aus der „Csárdásfürstin“ und der „Fledermaus“ sowie auf die „Banditenstreichouvertüre“, „Donner und Blitz“ und vieles mehr freuen. Seit der Gründung in den 1970er Jahren versammelt Herbert Siebert in seinem Orchester Musiker renommierter Opern- und Radio-Sinfonie-Orchester aus ganz Deutschland. In Anlehnung an die traditionsreichen Wiener Neujahrs-konzerte wird Herbert Siebert, wie einst Johann Strauß, zuweilen den Taktstock bei Seite legen, selbst zur Geige greifen und damit echte Wiener Atmosphäre in den Konzertsaal zaubern. Die Schweizer Sopranistin Claudia Grundmann tritt seit 2005 regelmäßig mit dem Johann-Strauß-Orchester auf und wird als Solistin erwartet. Die Künstlerin arbeitet freischaffend und gastiert an vielen Theatern und Festivals im deutschsprachigen Raum wie Berlin (Komische Oper), Linz, Münster, Schwerin, Wiesbaden und anderen. Als Moderator wird Bernd-Peter Arnold mit Humor und Sachverstand durch das Programm führen.

15.01.2012: Die Grönholm Methode - 20.00 Uhr Stadthalle

Schon ein ganz normales Bewerbungsgespräch ist alles andere als angenehm. Wie viel größer ist da die Anspannung, wenn es um einen Managerposten mit sechsstelligem Jahresgehalt geht. Drei Männer und eine Frau haben sich zur alles entscheidenden Endrunde eines Auswahlverfahrens im Konferenzraum eines Unternehmens eingefunden. Sie bewerben sich für eine hochdotierte Stelle als Manager dieser Firma. Gesucht wird jemand, der hinter seinem seriösen Erscheinungsbild skrupellos ist, aber den Eindruck macht, einfühlsam zu sein, also nicht ein Wolf im Schafspelz sondern ein Schaf im Wolfspelz. Jeder kommt für den attraktiven Chefposten in Frage. Jetzt geht es ums Ganze. Soviel sei verraten: Nach zehn Minuten kommt die erste Überraschung, einer der Kandidaten ist nicht wirklich ein Kandidat sondern ein Spitzel des Konzerns - ein Undercoveragent der Personalabteilung. Aber wer? Misstrauen breitet sich aus. Der Psychokrieg gewinnt an Fahrt. Jedes Wort und jeder erfolgreiche Schachzug führt auf eine falsche Fährte, um den Zuschauer davon abzulenken, was sich da in Wirklichkeit zusammenbraut. Auch Intimes aus dem Privatleben der Teilnehmer wird gnadenlos abgefragt, preisgegeben und offensiv beim Kampf um den begehrten Posten eingesetzt. Zum Schluss bleibt einer übrig - als Sieger wie er glaubt. Er hat alles gemacht, was verlangt wurde, hat sich gegen alle Konkurrenten bravourös durchgesetzt. Aber das Stück nimmt noch einmal eine nicht vorhersehbare Wendung. Mit immer wieder unvorhersehbaren Wendungen überrascht Jordi Galceran in seinem effektvollen Bühnen-renner um einen Managerposten mit sechsstelligem Jahresgehalt.

19.01.2012: "Just before 1700" - 19.30 Uhr, Ehemalige Synagoge

Seit 2005 bereichert das Orchester Harmony of Nations die Konzertlandschaft in Europa. Gegründet wurde es von 20 Musiker aus 14 verschiedenen europäischen Nationen. Von Zeit zu Zeit kommen auf Initiative des Geigers Johannes Heim Mitglieder des Orchesters zusammen um zusätzlich Kammermusik zu spielen. Neben Johannes Heim werden in diesem Konzert Christian Kjos, Cembalo (Norwegen) und Riccardo Coelati Rama, Viola da Gamba (Italien) ein Programm präsentieren, das die Zuhörer in die musikalische Welt des südlichen Deutschlands "just before 1700" versetzt. Verschiedene Sonaten für Violine und Basso Continuo von Biber, Muffat und Bertali sind umgeben von Triosonaten von Finger, Schmelzer und Erlebach.

21.01.2012: Christoph Soldan und das Kwintet Śląskich Kameralistów - 19.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Auf dem Programm stehen im ersten Teil zwei Kompistion von Mozart: Die kleine Nachtmusik KV 525 und das Konzert in C-Dur KV 415. Der zweite Teil des Abends gehört ganz den Bearbeitungen von Hits aus den 60er und 70er Jahren für Streichquintett. Zu hören sind und anderem House of the rising sun – the animals, Somebody to love – Queen, Money, money – ABBA, Stairway to Heaven - Led Zeppelin, How Deep is Your Love - Bee Gees und A Whiter Shade of Pale – Procol Harum. Einen Eindruck vom besonderen Reiz dieses Programmes bekommen Sie bei Externer LinkYoutube.

19.02.2012: Klavierkonzert mit Roswitha Lohmer - 16.00 Uhr, Ehemalige Synagoge

Musik ist für Roswitha Lohmer seit der Kindheit fester Bestandteil ihres Lebens. Mit acht Jahren fing sie an, Klavier zu spielen. „Schon als kleines Kind habe ich mir vorgestellt, Pianistin zu werden“, erinnert sie sich Nach dem Abitur studierte sie an den Musikhochschulen München, Hamburg und Köln. Während der Semesterferien versuchte sie, möglichst viele Meisterkurse zu belegen: „Meisterkurse sind sehr wichtig, weil sie immer eine gute Möglichkeit bieten, andere Lehrer kennenzulernen und sich weiterzubilden“, erklärt Roswitha Lohmer. Mit Unterstützung des DAAD studierte sie 1981 bei Guido Agosti an der Accademia musicale Chigiana im italienischen Siena und zwei Jahre später bei Mieczyslaw Horszowski in Luzern in der Schweiz. Inzwischen ist Roswitha Lohmer in den Konzertsälen der Welt Zuhause und trat in mehr als 40 Ländern auf. Sie arbeitet mit großen Orchestern zusammen, zum Beispiel mit der Rumänischen Nationalphilharmonie, dem Staatlichen Orchester St. Petersburg oder der Zentralen Chinesischen Philharmonie Peking. Mit der Thüringen Philharmonie ging sie auf Tournee durch alle Baltischen Länder. Lohmer tritt sowohl als Solistin als auch kammermusikalisch auf. Von Beethoven bis Rachmaninow hat sie bedeutende Werk der Klavierliteratur eingespielt.

Auf dem diesjährigen Programm in Gelnhausen stehen von Beethoven die Sonate B-Dur op. 106, von Liszt  "Waldesrauschen" und Schuberts "Wandererfantasie".

27.02.2012: Justiz - 20.00 Uhr Stadthalle

Der Zürcher Kantonsrat Dr. h.c. Isaak Kohler erschießt im voll besetzten Restaurant „Du Théâtre“ vor aller Augen den Germanistikprofessor Adolf Winter. Völlig widerstandslos lässt sich der Kantonsrat wenige Stunden später festnehmen. Im späteren Prozess fehlen einige Beweismittel (die Tatwaffe wird nie gefunden). Auch gibt es kein klares Motiv. Trotzdem wird Kohler zu zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt. Dr. Kohler - sehr vermögend, hoch angesehen und beliebt - beauftragt aus dem Gefängnis heraus den Junganwalt Felix Spät, seinen Fall unter der Annahme, er, Dr. h.c. Isaak Kohler, sei nicht der Mörder gewesen, völlig neu zu untersuchen. Felix Spät nimmt wider besseren Wissens und aus Geldmangel das Mandat an. Der beauftragte Privatdetektiv Lienhard sammelt neue Indizien zu dem Fall. Die Tatwaffe bleibt unauffindbar, ein klares Geständnis des Verurteilten liegt eben sowenig vor, wie ein nachvollziehbares Motiv, Zeugenaussagen widersprechen sich. Das Urteil wird juristisch unhaltbar. In einem erneuten Prozess unter dem Staranwalt Stüssi-Leupin wird Kohler freigesprochen. Ein ehemaliger Schweizer Meister im Pistolenschießen, Dr. Benno, damals im „Du Théâtre“-Restaurant anwesend, wird tot aufgefunden. Es wird Selbstmord festgestellt. Man nimmt darauf hin ein Schuldeingeständnis an. Wie der Ausgang des Falles wirklich ist, wird erst im letzten Drittel des Stückes erklärt. Sehr skurrile und facettenreich gezeichnete Charaktere treten im Stück auf: Der Gerechtigkeitsfanatiker Spät, der lebenserfahrene Kantonsrat Dr. h.c. Isaak Kohler, seine bildschöne Tochter Hélène, eine zwergenwüchsige Großindustrielle Monika Steiermann, die mondäne Lebedame Daphne Wagner. Mit all diesen Personen werden gesellschaftlich-kulturelle Entwicklungen und das Phänomen des Justizapparates verwoben, ein Apparat, der seiner Institution nach sich oft selbst im Wege steht. Was ist die Wahrheit hinter der Wahrheit? Wer ist der eigentlich wirkliche Täter?

02. - 11.03.2012: "Moderne Kalligrafie" - Ausstellung mit Arbeiten von Heinz-D. Krakow - in der ehemaligen Synagoge Gelnhausen

Der Schriftkünstler Heinz - D. Krakow zeigt in seiner Ausstellung "Schriftbilder und Sozialthemen" in der Kalligrafie. Erste Anregungen zu seinen Arbeiten erfolgten im Elternhaus und in der Schule. Langjähriger Abendunterricht an der Hochschule für Gestaltung, damals noch Werkkunstschule Offenbach, bei Prof. Karlgeorg Hoefer vervollständigten die ersten Ansätze, bzw. Schriftübungen. Krakow arbeitet mit unterschiedlichen Techniken und Materialien. Neben Feder und Schriftplastik steht die Farbe und Gestaltung im Vordergrund. Zeitkritische, soziale Themen stehen in den letzten Jahren u.a. im Mittelpunkt seines Schaffens und sollen den Betrachter zum Nachdenken veranlassen. Weiterhin werden Texte und Lebensweisheiten berühmter Persönlichkeiten nach dem Verständnis des Künstlers in Schrift wirkungsvoll dargestellt. Da die Schriftkunst in der Breite immer mehr an Bedeutung verliert, ist die Ausstellung um so mehr empfehlenswert.

Öffnungszeiten:

werktags: 14.00 - 17.00 Uhr, samstags und sonntags: 11.00 - 16.00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Freitag, 02.03.2012 um 18.00 Uhr

03.03.2012: Jazzmeeting - 20.00 Uhr Stadthalle

Colours of Gospel – das sind rund 50 Musikbegeisterte zwischen 18 und 40 Jahren, die ihr Herz und ihre Stimmen dem Gospel verschrieben haben. Mit ihrem Chorleiter Hans-Jörg Fiehl, vom Chor liebevoll "Hajö" genannt, wagen sich die "Colours" seit 1998 an immer wieder neue Heraus-forderungen heran. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Historie der Auftritte und Konzerte sehen lassen kann: Ob im Fernsehen bei ZDF und SWR, im Radio oder auf zahlreichen Chorreisen, die durch die gesamte Republik oder auch in das Partnerland Frankreich führen – die "Colours of Gospel" sind immer gern gesehene Gäste. Der Chor überzeugt mit seiner Glaubwürdigkeit, denn man sieht den SängerInnen und Solisten an, dass Sie mit ganzem Herzen bei der Sache sind und besonders vor Auditorium aufblühen. So lässt sich das Publikum von dem Spirit der Musik anstecken, und die "Colours of Gospel" von der Begeisterung ihres Publikums. Seit 1994 trifft die Brasstime Big Band regelmäßig auf internationale Topstars der Jazzszene. Als Gäste konnten hier schon unter anderem Barbara Dennerlein, Gretje Kauffeld, Benny Baily, Knut Kiesewetter, Charly Antolini, Tony Lakatos, Dirk Rauffeisen, Max Greger jun., Herb Geller, Don Menza, Joan Faulkner und viele andere begrüßt werden. In diesem Jahr darf man gespannt sein auf die Liaison von Jazz und Gospel - ein ganz besonderes Projekt.

09.03.2012: KayRay - 20.00 Uhr, Stadthalle

“Nicht jeder, der einen Bombensack hat, ist ein Terrorist!” Er ist das frechste Aphrodisiakum des Erdballs. KayRay macht und will Spaß - mit allen Schikanen! Rote Rasta-Locken, gelbe Schuhe mit grünen Sohlen, oder lieber weizenblonde Strubbelmähne, rote Stiefel mit blauem Absatz? Nur kein Konformismus. Auf jeden Fall hauteng, quietschbunt und 100% Polyester. Immer wieder anders. Blitzschnell, intuitiv schnappt das pfiffige Improvisations-wunder nach Fäden, die sein Publikum arglos auslegt, strickt daraus in der nächsten Sekunde sein hemmungslos prickelndes Programm, hüpft als freies Radikal über die Bühne und stellt springteufelgleich jeden Rauschgoldengel in den Schatten. Mit expressiver Stimme singt der androgyne Edel-Punk große Pop-Perlen, interpretiert eigenwillig große Diven wie Marlene, Zarah, Milva... und erzählt charmant, nonchalant, kess, selbstironisch Stories über große Politik (er mag übrigens häßliche PolitikerInnen, weil die sich nicht hochgeschlafen haben) und kleine Nickeligkeiten, spießige Provinzler, exzentrische Friseure (er war mal einer), hysterische Tunten oder kauzige Tanten. Ein schrill schillernder, wandlungsfähiger Froschkönig, zum Knutschen, zum "An-die-Wand-knallen", hinter dem ein empfindsamer, hellwacher Prinz steckt. KayRay polarisiert und provoziert, hat "ungeschützten Publikumsverkehr", ist über- und ergreifend, und wie kein anderer versteht er es, traumwandlerisch zwischen Sauerei und Sensibilität zu lavieren. (Ute Nebel – Unterhaus/Mainz) Seine Stimme ist ein virtuoses Instrument, und er spielt es meisterhaft. Kay Ray ist ein begnadeter Sänger und als Imitator von Popgrößen. Perfekt parodiert er Marlene Dietrichs rollendes „r" oder gibt überzeugend Patti Smith. Übrigens: Kay Ray ist bekannt dafür, dass seine Shows sehr lange dauern können – kommt ganz aufs Publikum an. Unterstützt wird er von seiner Band, den Spacecakes. Diese gestandenen Musiker, die auch Künstlern wie Rosenstolz, Ulla Meinecke, Dominique Horwitz, Otto, Pe Werner u.v.a. das musikalische Rückgrat garantieren, geben dem großartigen Stimmvolumen die entsprechende Begleitung.

12.03.2012: Licht im Dunkel - 20.00 Uhr, Stadthalle

Anne Sullivan ist eine blinde Lehrerin. 1887 kommt sie in dem Städtchen Tuscumbis in Alabama an. Sie soll der blinden siebenjährigen Helen Keller, die zudem taub ist, die Sprache durch Berührung beibringen. Annie erkennt, dass man Helen nur helfen kann, wenn man sie dem Einfluss ihrer verhätschelnden Mutter und ihres dominanten Vaters entzieht. Tatsächlich wird Annie erlaubt, sich mit Helen für zwei Wochen in ein Gartenhaus zurückzuziehen, um mit ihr zu arbeiten. Doch Helen, die ihren eigenen Kopf hat, verweigert die Mitarbeit. Immerhin hat sie aber nach zwei Wochen gelernt, sich selber anzukleiden, mit dem Besteck zu essen und das Alphabet durch Berührungen zu erkennen. Sie kann aber nicht nachvollziehen, dass die Wörter, die sie so buchstabiert, die Namen der Objekte sind, die sie berührt. Annie bittet um eine weitere Woche, doch die Eltern wollen das Kind wieder zurück im Haus haben. Hier verfällt Helen wieder in ihre ursprüngliche Wildheit. Als Helen beim Essen Wasser verschüttet, zwingt Annie sie, den Krug an der Pumpe im Vorgarten wieder aufzufüllen. Helen spürt das Wasser über ihre Hände fließen. Sie begreift jetzt, dass das, was sie fühlt, W-A-S-S-E-R ist. Sie ergreift Annies Hände und buchstabiert das Wort. Begeistert rennt Helen umher und buchstabiert die Namen von allem, was sie berührt: Pumpe, Baum, Veranda, Glocke, Vater, Mutter… Broadway-Autor William Gibson bringt mit Licht im Dunkel eine biographische Episode aus dem Leben der berühmten Helen Keller auf die Bühne. Er hat über sie, die im Alter von 19 Monaten durch eine Krankheit Augenlicht und Gehör verlor und in eine hoffungslose Welt der Stille und Dunkelheit eingeschlossen war, und über Anne Sullivan, ihre Lehrerin, einen der suggestivsten und emotional bewegendsten Texte geschrieben, der noch lange über den Theaterabend hinaus wirkt. Birge Schade, bekannt aus Filmen wie Herbstmilch, Schlafes Bruder, Jenseits der Stille oder auch „Stolberg“, geht mit dieser Produktion erstmals auf Tournee.

01.01.1970

20.03.2012: "Mundwinkel hoch" - 20.00 Uhr Stadthalle

Neues Kabarettprogramm mit Bernd Stelter. Deutschland geht's gut. Die Wachstumszahlen gehen nach oben, Sebastian Vettel wurde zum 2. Mal Formel 1 Weltmeister und wie hatten endlich weiße Weihnachten. Alles ist gut, aber unsere Mundwinkel hängen kollektiv nach unten. Die deutsche Befindlichkeit steht im offenen Widerspruch zur Realität. Stelter fragt sich was wir tun können und gibt Tipps für den Tick mehr Spaß am Leben.

23.03.2012: Maybebop - 20.00 Uhr, Stadthalle

MAYBEBOP sind vier schräge Typen aus Hannover, Hamburg und Berlin, die sich in der Spitzengruppe der deutschen Musik- und Theaterszene etabliert haben. Ihr Charme ist einfach unwiderstehlich, sie singen super, tanzen gerne, sind albern und doch ernst, kommen schnell zur Sache und sind künstlerisch einzigartig. In ihrem neuen Programm Extrem nah dran brechen und übertreffen MAYBEBOP wie gewohnt alle Erwartungen. Ihre durchweg eigenen deutschen Songs durchleuchten den Wahnsinn des täglichen Seins: Witzig, berührend, böse, skurril, immer mit wohltuendem Tiefgang und musikalisch unglaublich vielfältig. Mit ihrer durchgestylten Show berühren sie alle Sinne und bleiben dabei immer nah am Publikum. Unerreicht und jeden Abend neu: Auf Zuruf der Zuschauer improvisieren die vier Herren neue Lieder aus dem Stehgreif! Ein absolutes Muss! Und dermaßen kurzweilig, dass es fast zur Nebensache wird, auf welch beeindruckend hohem Niveau sich MAYBEBOP bewegen. MAYBEBOP überzeugen mit ihren Live-Qualitäten. 120 Konzerte im Jahr, ausverkauft landauf, landab. Bei der renommiertesten internationalen a-cappellacompetition in Graz holten sie drei Mal Gold in allen Kategorien (Comedy, Pop und Jazz), beim „a-cappella-award Baden-Württemberg“ komplettierten sie ihren Erfolg und waren bei Publikum und Jury ebenfalls erstplaziert. Sie absolvierten zahlreiche TV- und Radioauftritte, die EMI Deutschland veröffentlichte ihr Album „Superheld“ und ihre CD-Produktion „Weihnacht“ wurde in den USA sogar als beste a-cappella–Xmas-CD der Welt (!) prämiert.

05.04.2012: Duo Burstein & Legnani - 20:00 Uhr, Ehemalige Synagoge

KLASSIK, CELTIC, GIPSY SWING & TANGO - Mit frischen Inspirationen hat das Weltklasse-Duo wieder ein neues, unverkennbares Programm gezaubert, das auf der Tournee 2012 präsentiert wird. Es beginnt mit keltisch-irischer Musik, die von Legenden und Mythen inspiriert ist. Energievolle Musik wechselt sich ab mit entspannender Ruhe oder beschwinglicher Heiterkeit; zuweilen birgt sie eine besonnene Melancholie, die von der Weite und Freiheit der Landschaften erzählt. Weitere Höhepunkte: "Nächte in Buenos Aires" mit Milonga- und Tangomusik, die unter die Haut geht. Sie bedeutet mehr als nur Tänze: in faszinierender Vielfalt sind Zärtlichkeit, elegante Sinnlichkeit, Erotik und Sehnsüchte vertont. Auch Eigenkompositionen und Werke großer Komponisten werden aufgeführt, u. a. Thomas Moore. Tárregas "Recuerdos de la Alhambra" ist erstmals in der Version für Gitarre & Cello zu hören. Neben spanischer und orientalischer Musik bildet der "Gipsy Swing" wieder ein besonderes Highlight. Das Konzertprogramm zeigt ein harmonisches Miteinander der Musikkulturen. Burstein & Legnani bieten mit ihren kunstvollen und klassischen Arrangements eine phänomenale Klangwelt und ein unvergleichliches Konzertereignis: zwei Künstler mit Elan und einer Intensität, die in ihrem Temperament von imponierender Virtuosität sind. Sie haben die ungewöhnliche aparte Kombination Cello und Gitarre im Konzertleben mehr als ein Jahrzehnt lang prägend kontinuierlich etabliert.

08.04.2012: Die "Hessisch Babbas" - 20.00 Uhr, Stadthalle

Die "Babbas" bieten mit Ihrem aktuellen Comedy-Programm "Gott sei Dank, wir sind Atheisten" über 2 Stunden witzige, skurrile, geistreiche und nachdenkliche Unterhaltung. Die beiden Protagonisten Manni und Frank haben ein Ziel. Sie wissen nur nicht welches und genau das ist das Problem. Ein Schlagabtausch über die Dinge des Lebens, von der Allmacht Gottes, über Wurzelchakramassagen und Computerärzte bis hin zu kamasutrischen Gruppensexpraktiken in ländlichen Fußballvereinen, verwursten die beiden so ziemlich alles. Mit ihrem 2-stündigen Programm strapazieren die beiden Comedians nicht nur die Lachmuskeln der Zuschauer, sondern auch regelmäßig die Nerven ihres Technikers, der bereits nach den ersten 2 Sätzen den Faden im Manuskript verloren hat.

22.04.2012: Frühlingsserenade - 17.00 Uhr, Stadthalle

„Mit ungebändigter musikantischer Freude, dabei diszipliniert und in jeder Sequenz ausdrucksstark, spielen sich die Damen und Herren unangestrengt und sich ganz der Musik hingebend. Die mehrsätzigen Stücke geben den Musikern alle Chancen auf der gesamten aviatur der Emotionen zu agieren. Frisch und temporeich, wunderbar phrasiert und mit swingender Dynamik polierten sie die mehrhundertjährige Musik so auf, dass sie dem gegenwärtigen Lebensgefühl entspricht.“ So urteilt die Presse über das Südthüringische Kammerorchester. Und das war auch die Meinung der Besucher in der Stadthalle im Jahr 2010, als das Orchester zuletzt in Gelnhausen war. Die Musikerinnen und Musiker sind zu einem Benefizkonzert angereist. Der Erlös ist für einen gemeinnützig Zweck bestimmt – ein Grund mehr, sich dieses Konzert nicht entgehen zu lassen.

24.04.2012: "Hurtigruten - mit dem Postschiff entlang der norwegischen Küste" Stadthalle

Panorama-Multivision von Georg Krumm. Auf einer 9 m breiten Panoramaleinwand spannt der Fotograf und Reisejournalist Georg Krumm einen facettenreichen Bilderbogen über Norwegens Küstenlinie und berichtet in seiner Panorama-Multivision live von seinen erlebnisreichen Fahrten auf den Postschiffen der HURTIGRUTEN.

29.04.2012: Musikalische Reise durch die vertonte Poesie Griechenlands - 19.30 Uhr, Ehemalige Synagoge

Eine "musikalische Reise durch die vertonte Poesie Griechenlands" präsentiert die Barbarossastadt Gelnhausen in Kooperation mit dem Kunstverein Meerholz. Eingeladen sind das Orchester, der Chor und Solisten des deutsch-griechischen Kulturforums KINISIS eV aus Offenbach unter Leitung von Alexandros Bouras. Mit der Musik "werden die Besucherinnen und Besucher in das durch unterschiedliche Rhythmen und Thematiken geprägte, schier unerschöpfliche griechische Liedgut der verschiedenen Landschaften Griechenlands eintauchen" heißt es in einer Ankündigung des Kunstvereins. Moderiert wird der Abend von dem Schriftsteller Peter Völker aus Gründau. Eintrittskarten zum Preis von 10,-- € / erm. 6,-- €ibt es im Vorverkauf an der Infothek im Rathaus Gelnhausen, Tel. 06051-830380 oder unter Externer Linkwww.ticketservice-gelnhausen.de. Karten sind auch erhältlich in der Brentanobuchhandlung, Langgasse 2, Gelnhausen.

12.05.2012: Arsen und Spitzenhäubchen - 20.00 Uhr, Stadthalle

Die Handlung spielt im Haus von Abby und Martha Brewster, New York 1941.
Mortimer Brewster, ein zynischer Theaterkritiker, macht kurz nach seiner Verlobung mit Elaine Harper eine grausige Entdeckung: Seine liebenswerten alten Tanten Abby und Martha sind in Wahrheit Mörderinnen – aus purer Nächstenliebe. Mit vergiftetem Holunderwein haben sie schon ein rundes Dutzend älterer Herren endgültig von ihrer Einsamkeit erlöst. Alle Leichen sind im Keller der ehrwürdigen Brewster-Villa in Brooklyn begraben. Diese Aufgabe besorgte Mortimers geistig verwirrter Halbbruder Teddy, der sich einbildet, Präsident Theodore Roosevelt zu sein, und jedes neue Grab zu einer Schleuse für den Panama-Kanal erklärt.
Während Mortimer verzweifelt versucht, die Tanten von ihrem nächsten Mord abzuhalten, platzt auch noch sein anderer verschollener Halbbruder Jonathan herein, ein irrer Massenmörder, dem sein Freund, der ebenfalls polizeilich gesuchte Quacksalber Dr. Einstein, mit Hilfe plastischer Chirurgie eine neue Identität verschaffen soll.
Als Jonathan erfährt, dass die beiden Tanten genauso viele Leichen auf dem Kerbholz haben wie er, will er sein „Konto“ mit der Ermordung Mortimers aufbessern. Auf dem Gipfel der immer chaotischer werdenden Situation kommt es zum unverhofften Happy-End: Jonathan wird verhaftet, die Tanten und Teddy erwartet ein gemütlicher Platz in einer Nervenklinik.

26.05.2012: Il barbiere di Silviglia - 19.30 Uhr, Stadthalle Gelnhausen

Der junge Graf Almaviva ist unsterblich in die hübsche Rosina verliebt und fest entschlossen, sie aus den eifersüchtigen und argusäugigen Fittichen ihres Vormunds Doktor Bartolo zu befreien. Dieser hat jedoch indes selbst beschlossen sein Mündel zu ehelichen, um neben ihrer Schönheit auch endgültig im Besitz ihres Geldes zu sein.
Es beginnt ein rasanter Wettlauf voller Maskeraden, Intrigen, Bestechlichkeiten und Liebe, in dem der Graf mit Figaro, Bartolos Barbier und Hausdiener, einen allzeit gerissenen und um keinen Einfall verlegenen Helfer zur Seite gestellt bekommt, der es in vollen Zügen genießt, seinem Herren Schnippchen zu schlagen und damit eingefahrene hierarchische Strukturen umzuwerfen.
Giovanni Paisiellos  heute eher unbekannte Vertonung der Theatervorlage von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais war zu ihrer Entstehungszeit um 1782 ein solcher Erfolg,  dass Gioachino Rossini noch 30 Jahre später von einer erneuten Barbier-Oper eindringlich abgeraten wurde.

Dargeboten vom Ensemble und Orchester der Jungen Oper Rhein Main.
Regie: Maurice Lenhard

2. + 3. Juni 2012: Der König hat Geburtstag - 17.00 Uhr, Stadthalle

Unter der Schirmherrschaft von Rolf Zuckowski, der die musikalische Begrüßung und Einstimmung übernimmt, begleitet von einer erstklassigen Band, soll die Welturaufführung des Kindermusicals „Der König hat Geburtstag“ mit über 80 mitwirkenden Kindern und Jugendlichen in Gelnhausen stattfinden. Vier Chöre aus der Region, alle unter der Leitung von Alexander Franz, werden gemeinsam mit den Musikern und vielen fleißigen Helfern die Stadthalle in ein mittelalterliches Gewand kleiden. Es gilt den etwas launischen, faulenzenden und gern essenden König zu seinem Geburtstag zu erfreuen. Und dies ist wahrlich nicht einfach. Jedoch mit Tanz, Gesang und schließlich gesundem Essen werden die Untertanen Ihr bestes geben. Es konnten bereits namhafte Musiker aus der regionalen Szene verpflichtet werden. Darunter Steffen Fleckenstein/Keyboard, Markus Kaufeld/Keyboard, Michael Habermann/Percussion, Daniel Franz/Percussion, Uwe Gesierich/Trompete-Flügelhorn, Harald Höfler/Saxophon, Mark Zahn/Gitarre und Jochen Karger/Bass.

Der Vorverkauf beginnt am 15. Dezember 2011