Stadt mit Tradition und Lebensqualität |
Gelnhausen wurde im Jahr 1170 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa als Reichsstadt gegründet. 1180 findet ein bedeutender Reichstag in Gelnhausen statt, auf dem Friedrich I. einen Prozess gegen seinen Vetter Heinrich den Löwen führt. Südöstlich auf einer Kinziginsel gelegen entstand im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts die Kaiserpfalz als Repräsentationsanlage Friedrich I.
Die Marienkirche, ursprünglich eine kleine Dorfkirche, spiegelt den mittelalterlichen Wohlstand der Gelnhäuser wider. Um 1200 hatte man Baumeister, die die in Frankreich entstandene Gotik kannten, nach Gelnhausen geholt, um das bis heute die Stadt prägende Sakralgebäude zu errichten.
Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen, der um 1620 in Gelnhausen geboren wurde und die Schrecken des 30jährigen Krieges in der Stadt miterlebt hat, schildert die Verwüstungen Gelnhausens in seinem Roman "Der abenteuerliche Simplicissimus" auf drastische Weise.
Erst durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 verliert Gelnhausen seine Reichsunmittelbarkeit und ist so keine Reichsstadt mehr. Die Stadt wird zunächst dem neuen Großherzogtum Frankfurt zugeschlagen.
Heute ist Gelnhausen Sitz des Landratsamtes des größten hessischen Landkreises.
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Für die Ausstellung „Kaufleute, Kosmopoliten, Kunstmäzene: Die Gelnhäuser Großbürgerfamilien Becker und Schöffer“ im Herbst 2013 werden Materialien rund um die „Weiße Villa“ und ihre einstigen Bewohner gesucht: Fotos, Dokumente und Erinnerungen von Zeitzeugen aus dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Kontakt: kontakt@weissevilla-gelnhausen.de;
http://www.facebook.com/weissevilla
Schaubild der Schulwege zur Philipp-Reis-Schule
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