Wirtschaftlicher Mittelpunkt des Kinzigtals |

Der im späten 15. Jahrhundert entstandene Bau der Burgkaplanei hat im Laufe der Zeit unterschiedliche Nutzungen erfahren. Ursprünglich Wohnung des Burgkaplans wurde der Bruchsteinbau im 17. Jahrhundert von der Familie Forstmeister für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. In diesem Zusammenhang erfolgten einige Umbauten (Rundbogenportal an der Ostseite wurde gebrochen).
Im Jahr 1840, als der benachbarte Besitz der Forstmeisters niedergelegt wurde, verbaute man an der Südseite ein Portal des Forstmeisterschen Anwesens aus dem 17. Jahrhundert, das vom Forstmeisterschen Allianzwappen und dem Heiligen Georg gekrönt wird. Erst in dieser späten Zeit wird das Gebäude als Zehntscheune (Zehnt vom Zehnten = steuerliche Abgabe) genutzt. Dieser Name hat sich bis heute gehalten.

Besonders zu beachten sind neben dem Portal mit seinem Wappen die schön profilierten Vorhangbogen der spätgotischen Fenster und ein romanisches Skulpturenfragment an der Ostseite, das möglicherweise aus der Kaiserpfalz stammt.
Das historische Gebäude wird seit seiner Renovierung in den 70er Jahren als Veranstaltungsort für Familienfeiern, aber auch für Lesungen und Vorträge genutzt. Der "Wappensaal" bietet Platz für rund 70 Personen und wirkt durch sein rustikales Ambiente.
Vermietung: Hallen- und Veranstaltungsges. Gelnhausen mbH, Obermarkt 7, 63571 Gelnhausen, Telefon 06051-8300