Ankauf der ehemaligen JOH-Immobilie

„Die CDU Gelnhausen hat eine realistische Option taktisch sehr schlecht platziert und der Stadt Gelnhausen damit keinen guten Dienst erwiesen. Wenn man so etwas ernsthaft will, bereitet man dies intern vor, führt vertrauliche Gespräche und vollstreckt dann und posaunt es nicht im Vorfeld herum“, mit diesen deutlichen Worten hat sich Bürgermeister Thorsten Stolz zum Vorschlag der CDU geäußert, die Stadt Gelnhausen müsse jetzt die JOH-Immobilie kaufen. Gleichzeitig korrigiert der Rathauschef die zentrale Aussage der CDU Gelnhausen, die städtische Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) verfüge über eine Rücklage in Millionenhöhe, die zum Ankauf genutzt werden könne: „Ich bin über diese grundlegende Fehlinformation erschrocken, denn die SEG hat noch Verbindlichkeiten aus dem Kasernenankauf in den 90er Jahren zu bedienen und verfügt über keine Rücklage.“


Weiter ruft Bürgermeister Thorsten Stolz in Erinnerung: „Wir haben den Vorteil, dass wir nicht unter Druck oder gar Zwang agieren müssen. Dies sollten wir uns auch nicht nehmen lassen. Aktuell laufen noch Gespräche zwischen der Bank und weiteren vorhandenen Kaufinteressenten. Diese gilt es zunächst abzuwarten. Sollte es da keine Einigung geben und die Zwangsversteigerung der Immobilie eingeleitet werden, so ist dies kein Schreckgespenst. Dies habe ich in den zurückliegenden Tagen bereits mehrfach deutlich gemacht.“ Wer hier Druck - auch noch öffentlich - aufbaue, der bringe sich unnötigerweise in eine schlechte Verhandlungsposition. Zu einem Ankauf durch die Stadt Gelnhausen sagt der Bürgermeister: „Wir wären eine schlechte Verwaltung, wenn wir in den zurückliegenden Monaten nicht solche Optionen ebenfalls durchgerechnet und durchgespielt hätten. Aber alles zu seiner passenden Zeit und vor allem müssen die Konditionen stimmen.“


Der Bürgermeister appelliert auch an die heimischen Christdemokraten nicht mit „unausgegorenen“ Vorschlägen die Öffentlichkeit zu verunsichern: „Noch vor wenigen Wochen kam die CDU mit dem Vorschlag ein Outlet-Center zu errichten, ohne aber konkrete Vorstellungen, Pläne oder gar greifbare Investoren für ein solches Projekt zu haben. Jetzt folgt der taktisch völlig falsch platzierte Vorschlag des Ankaufs in Verbindung mit den grundlegenden Fehlinformationen über angebliche Millionenrücklagen in der SEG. Hätten wir beim Ankauf der Housing Area damals so agiert, würden heute noch 322 Wohnungen vor sich “hingammeln“.“


„Ich rate jetzt allen, die Nerven zu behalten - auch, wenn es zunächst eine Durstrecke zu überstehen gilt. Wenn vernünftige Konditionen für die Immobilie aufgerufen werden kommt es automatisch zu einer Lösung, denn in Gelnhausen herrscht ein investitionsfreudiges Klima, was an allen Ecken durch zahlreiche Bauvorhaben mehr als deutlich wird. Und ich kann mich in diesem Zusammenhang den deutlichen Worten des Vorsitzenden des Stadtmarketing- und Gewerbevereins, Dr. Alexander Möller, anschließen, der vor wenigen Tagen treffend formuliert hat, dass es keinen Sinn macht jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf zu jagen“, so der Bürgermeister abschließend.


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