Bürgermeister hoffen auf Unterstützung bei Unterhaltung der Hallenbäder

Der Forderung des Landessportbundes (lsb), die hessischen Städte und Gemeinden bei der Unterhaltung und Finanzierung ihrer kommunalen Schwimmbäder im Rahmen der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs zu unterstützen, haben sich jetzt zahlreiche Bürgermeister des Main-Kinzig-Kreises angeschlossen. In einem Brief an die Landesregierung, alle Landtagsfraktionen und die heimischen Landtagsabgeordneten warnen sie vor einem weiteren Bädersterben in Hessen, sollte die Finanzierung von Hallenbädern nicht endlich gerechter geregelt werden. Die heimischen Bürgermeister hatten sich kürzlich auf Einladung von Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz in der Barbarossastadt getroffen, um über das Thema zu reden. An dem Gespräch nahm auch lsb-Präsident Dr. Rolf Müller teil.

In dem Schreiben, das die Bürgermeister Thorsten Stolz (Gelnhausen), Albert Ungermann (Linsengericht), Erhard Rohrbach (Maintal), Gerhard Schultheiß (Nidderau), Günter Maibach (Bruchköbel), Joachim Lucas (Freigericht), Gerhard Helfrich (Gründau), Falko Fritzsch (Schlüchtern), Stefan Erb (Erlensee) und Friedhelm Engel (Großkrotzenburg) unterzeichnet haben, heißt es: „Die Gewährleistung des Fortbestandes der kommunalen Hallenbäder zur Sicherung des Staatsziels Sport stellt die Trägerkommunen der hessischen Hallenbäder vor enorme finanzielle Herausforderungen, die von einzelnen Städten, Gemeinden, Zweckverbänden oder Trägervereinen mit kommunaler Unterstützung nicht mehr alleine getragen werden können. Aufgrund der schwierigen Finanzsituation vieler hessischer Kommunen hat mancherorts bereits ein Bädersterben begonnen“.

Den heimischen Bürgermeistern geht es  analog zum Landessportbund darum, die Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs dazu zu nutzen, um diejenigen hessischen Kommunen besser zu unterstützen, die Schwimmbäder vorhalten, von denen die gesamte sie umgebende Region profitiert. Von den kommunalen Schwimmbädern, besonders den Hallenbädern, haben nicht nur die Einwohner der jeweiligen Gemeinden etwas, sondern Bürger, Vereine und Schulen der gesamten sie umgebenden Regionen. Es muss deshalb einen Aufschlag bei der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs für solche Kommunen geben, die diese Einrichtungen trotz enormer finanzieller Lasten tragen und damit für ihre Regionen eine wichtige Aufgabe erfüllen, fordern die heimischen Rathauschefs.

Mit Blick auf die Forderung des Landessportbundes, Trägerkommunen von Schwimmbädern, die dem Schul- und Vereinssport dienen, im Rahmen der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs zu entlasten, sprechen die Main-Kinzig-Bürgermeister von einem „absolut sinnvollen und richtigen Vorschlag“, den sie ausdrücklich unterstützen. „Der Landessportbund fordert zu Recht eine solidarische Lösung, wenn wir gemeinsam verhinden wollen, dass sich das bereits eingesetzte Bädersterben hessenweit fortsetzt“, heißt es in Schreiben der Rathauschefs an Wiesbaden. Sie erinnern in diesem Zusammenhang auch an die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die nicht mehr Schwimmen lernen, obwohl der Schwimmunterricht gesetzlich vorgegeben wird.

Die Bürgermeister betonen: „Realität und Praxis ist in Hessen, dass die Kommunen die notwendigen Kapazitäten für den gesetzlich vorgegebenen Schwimmunterricht vorhalten, ohne dafür einen angemessenen und kostendeckenden Ausgleich zu erhalten“. Doch keine sportliche Infrastruktureinrichtung sei im Unterhalt so kostenintensiv wie ein Hallenbad.  Deshalb müsse die Chance, die die Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleiches für eine gerechtere Finanzierung der Bäder bietet, genutzt werden.


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