Bürgermeister: Land soll Kommunen mit Schwimmbädern stärken

Der Vorschlag des Präsidenten des hessischen Landessportbundes (lsb), Dr. Rolf Müller, die hessischen Städte und Gemeinden bei der Unterhaltung und Finanzierung ihrer kommunalen Schwimmbäder im Rahmen der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs zu unterstützen, findet die uneingeschränkte Unterstützung von Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz. „Was Dr. Rolf Müller für das gesamte Bundesland Hessen in die Diskussion eingebracht hat, ist zu hundert Prozent zu unterstützen und sinnvoll. Ich hoffe sehr, dass dieser Vorschlag in Wiesbaden auf positive Resonanz stößt und auch von unseren heimischen Landtagsabgeordneten persönlich unterstützt wird“, betont der barbarossastädtische Rathauschef und kündigt an, bei den Landtagsabgeordneten in dieser Sache vorstellig zu werden.                    

Es sei vollkommen richtig, die Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs dazu zu nutzen, um diejenigen hessischen Kommunen besser zu unterstützen, die Schwimmbäder vorhalten, von denen die gesamte sie umgebende Region profitiert. „Von den kommunalen Schwimmbädern, besonders den Hallenbädern, haben nicht nur die Einwohner der jeweiligen Gemeinden etwas, sondern Bürger, Vereine und Schulen der gesamten sie umgebenden Regionen. Es muss deshalb einen Aufschlag bei der Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs für solche Kommunen geben, die diese Einrichtungen trotz enormer finanzieller Lasten tragen und damit für ihre Regionen eine wichtige Aufgabe erfüllen“, so Thorsten Stolz.

Am Beispiel des Hallenbades in Gelnhausen, das ein gemeinsamer  Hallenbadzweckverband  der Kommunen Gelnhausen, Gründau und Linsengericht unterhält und betreibt, macht der Bürgermeister den Kern der Forderung deutlich: „Das Hallenbad in Gelnhausen wird durch die Kommunen Gelnhausen, Gründau und Linsengericht finanziert, obwohl Bürger, Vereine und vor allem Schulen aus dem gesamten Altkreis Gelnhausen und teilweise darüber hinaus diese Einrichtung nutzen. Das geht so nicht mehr weiter.  Hier muss eine solidarische Lösung gefunden werden“. Besonders auch mit Blick auf den Schwimmunterricht an Schulen erwartet der Bürgermeister eine stärkere Unterstützung durch das Land Hessen: Schließlich nutzten Schülerinnen und Schüler aus sämtlichen Kommunen des Kreises  das Hallenbad in Gelnhausen, das jedoch nur von Gelnhausen, Gründau und Linsengericht finanziert wird. „Gerade im Hinblick auf den Schulsport muss das Land Hessen eine stärkere Verantwortung übernehmen, um diesen auch künftig zu sichern“, fordert Stolz.

Der Gelnhäuser Bürgermeister weist darauf hin, dass die Gefahr des Bädersterbens, auf die der Präsident des Landes Sportbundes hingewiesen habe, kein abstraktes Szenario mehr sei, sondern in Hessen mittlerweile traurige Realität: So mussten etwa die Schwimmbäder in Pfungstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg), Korbach (Landkreises Waldeck-Frankenberg) und Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) bereits schließen. „Leidtragende sind dann Bürger, Vereine und Schulen“, weiß der Bürgermeister.

Die bevorstehende Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs sei eine einmalige Gelegenheit, um hier unterstützend durch das Land Hessen im Sinne der Träger der kommunalen Schwimmbäder einzugreifen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Ich hoffe sehr, dass in Wiesbaden so viel Weitsicht herrscht und der Vorschlag des Landessportbundes aufgegriffen und berücksichtigt wird“, betont Thorsten Stolz abschließend.


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