Ikea spendet Möbel für neue Sammelunterkunft in Gelnhausen

Deutlich Kritik an Land und Bund, die die Kommunen in der Flüchtlingshilfe bislang im Regen stehen ließen, hat Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz anlässlich einer Möbelspende von IKEA für die neue Sammelunterkunft im ehemaligen Kasernengelände geübt. „Ich kann das dumme Geschwätz aus Wiesbaden und Berlin nicht mehr hören. Wenn das ganze Geld, das uns dort in Aussicht gestellt wurde, endlich auch an die Kommunen überwiesen würde, dann wäre ich glücklich. Aber bislang ist kaum etwas angekommen“, reagierte der Rathauschef einmal mehr mit Unverständnis auf die offensichtlichen Mängel bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in den zuständigen Landes- und Bundesbehörden. „Wir vor Ort als Kommunen, die die Flüchtlinge unterbringen müssen, baden das dann aus“, sagte Stolz.

Umso erfreulicher seien Spenden wie die von IKEA, die den kommunalen Säckel entlasten. Betten, Matratzen, Stühle, Tische und Decken im Wert von 15.000 Euro spendete das schwedische Möbelhaus für die neue, insgesamt dritte Sammelunterkunft in Gelnhausen. Im Rahmen eines deutschlandweiten Mitarbeiterprojektes stellte IKEA 1,5 Millionen Euro bereit. Der Gelnhäuser Stefan Horst, der in der Hanauer Filiale arbeitet, initiierte über dieses Projekt die Hilfe für die in Gelnhausen ankommenden Flüchtlinge. „Uns war wichtig, mit Dingen zu helfen, die auch wirklich benötigt werden. Deshalb haben wir die Möbel in enger Abstimmung mit der Stadt Gelnhausen ausgesucht“, berichtete Stefan Horst. Seine Kollegin Anja Zeller betonte: „Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen, deshalb haben wir das Mitarbeiterprojekt aufgelegt“.

Wie wertvoll diese Hilfe auch zur Entlastung der kommunalen Finanzen ist, machte Bürgermeister Stolz an einem Beschluss von dieser Woche deutlich: Da in der neuen Sammelunterkunft bis zu 250 Flüchtlinge untergebracht werden könnten, ist eine Brandmeldeanlage unabdingbar. „Was klingt wie eine Kleinigkeit, kostet uns erstmal 100.000 Euro, die der Magistrat in dieser Woche bereitstellen musste“, berichtete der Rathauschef.

Aktuell leben im ehemaligen Kreiswehrersatzamt im alten Kasernengelände 54 Flüchtlinge, allesamt aus Syrien. Sie werden von der Stadt Gelnhausen und einer Sozialarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes betreut.


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