Neujahrsgrußwort von Bürgermeister Thorsten Stolz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches und hoffentlich sorgenfreies Jahr 2016.  Meine guten Wünsche zum Jahreswechsel möchte ich gleichzeitig dazu nutzen, um auf  die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken und einen Ausblick auf 2016 zu wagen.

Steigende Einwohnerzahl

2015 war für uns in Gelnhausen wieder ein erfolgreiches Jahr. So stieg die Einwohnerzahl unserer Stadt weiter an: Mittlerweile leben in Gelnhausen, Hailer, Meerholz, Roth, Höchst und Haitz rund 22.300 Menschen. Seit Jahren verzeichnen wir mehr Zuzüge als Wegzüge. Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Gelnhausen stark an: von 11.000 im Jahr 2008 auf aktuell über 13.000. Jeden Tag kommen mehr Einpendler nach Gelnhausen, um hier zu arbeiten, als Auspendler die Stadt verlassen. Mittlerweile arbeiten in Gelnhausen so viele Menschen wie in Biebergemünd, Gründau, Hasselroth, Linsengericht und Wächtersbach zusammen. Eine unglaublich positive  Entwicklung. Sie geht einher mit einer starken Nachfrage nach Gewerbeflächen und Baugrundstücken. All dies spricht für die Attraktivität Gelnhausens mit ihrer guten Infrastruktur, die unsere Heimatstadt so lebens- und liebenswert macht.

Neubaugebiet „Mittlauer Weg“

Unsere Stadt ist in Bewegung. Das wird in vielen Bereichen sichtbar: In Meerholz entsteht derzeit das Neubaugebiet „Mittlauer Weg“. Von den insgesamt 160 Bauplätzen werden 88 über die Stadt Gelnhausen verkauft. Alle diese 88 städtischen Bauplätze sind bereits vergeben. Im Bahnhofsumfeld beginnen wir 2016 mit dem zweiten Bauabschnitt zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Und auch die Investitionen der zurückliegenden Jahre in die wichtigen Handlungsfelder Kinder, Jugend und Familie werden fortgesetzt. Mittlerweile stehen in unserer Stadt rund 1.100 Betreuungsplätze zur Verfügung - angefangen von der Kleinkinderbetreuung bis hin zur Schulkinderbetreuung.

Weichenstellung für JOH-Immobilie

Eine wichtige Entscheidung haben wir 2015 auch im Hinblick auf die künftige Nutzung der JOH-Immobilie getroffen. Durch den im Rahmen der Zwangsversteigerung getätigten Ankauf wurde die Stadt „Herr des Verfahrens“. Und bereits wenige Wochen nach dem Erwerb haben die städtischen Gremien den Weiterverkauf an einen Investor beschlossen. Damit haben wir seitens der Stadt Gelnhausen die Weichen für eine positive Entwicklung hin zum „Barbarossa-City-Outlet“ gestellt. Wenn das Projekt in dieser Form so umgesetzt wird, wie es sich derzeit abzeichnet, so ist dies ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für unsere Barbarossastadt Gelnhausen und wir schaffen damit ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten Region. 

Erfolgreiche Haushaltskonsolidierung

Auf einem sehr guten Weg befinden wir uns auch in Sachen Haushaltskonsolidierung: Durch die Teilnahme am Kommunalen Schutzschirm hat sich die Stadt Gelnhausen verpflichtet, spätestens im Jahr 2017 den Haushaltsausgleich zu schaffen und Konsolidierungsmaßnahmen auf der Ausgaben- und Einnahmenseite umzusetzen. Dies ist uns bereits 2014, und somit drei Jahre früher als vereinbart, erstmals gelungen. Auch 2015 wird der Jahresabschluss ausgeglichen sein und für 2016 habe ich als Bürgermeister und Stadtkämmerer einen bereits in der Planung ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Gleichzeitig nutzen wir vorhandene Spielräume, um zum 1. Januar 2016 die Grund- und Gewerbesteuer zu senken. Dies halte ich persönlich für ein wichtiges Signal in die Bürgerschaft hinein, dass wir hier vor Ort - anders als Bund und Land - finanzielle Spielräume dazu nutzen, um auch Entlastungen wieder an Bürger und Unternehmen weiterzugeben. 

Herausforderung Flüchtlingsunterbringung

Kaum ein anderes Thema ist derzeit in den Medien so präsent wie der Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland. Aus vielen Gesprächen mit Bürgern weiß ich, dass dies auch viele Menschen in Gelnhausen beschäftigt. Derzeit haben wir bei uns  rund 300 Flüchtlinge aufgenommen. Dabei ist es uns bislang gelungen, die Unterbringung in Wohnungen oder in Gemeinschaftsunterkünften zu gewährleisten. Durch vorausschauendes Handeln haben wir es geschafft, im Gegensatz zu anderen Kommunen weder Zelt- und Containerburgen zu errichten oder gar Sport- und Kulturhallen belegen zu müssen. Ich kann Ihnen versichern, dass wir alles daran setzen, dass uns dies auch künftig gelingt. Kooperationspartner wie das Diakonische Werk, die Caritas und das Deutsche Rote Kreuz unterstützen die Stadt Gelnhausen bei der Flüchtlings- und Sozialarbeit vor Ort.

Allerdings: Als Bürgermeister und Kommunalpolitiker erwarte ich von unserer Bundesregierung, insbesondere von unserer Bundeskanzlerin, endlich verlässliche Aussagen und konkrete Unterstützung für die Kommunen. Die Aussage „Wir schaffen das“ reicht mir nicht. Die Landkreise, Städte und Gemeinden müssen endlich – gerade auch finanziell – in die Lage versetzt werden, die hier bei uns aufgenommenen Flüchtlinge vernünftig unterzubringen und zu begleiten.

Aber egal wie jeder einzelne bundespolitisch zum Thema stehen mag: Es ist unsere Aufgabe hier vor Ort, alles dafür zu tun, damit es ein gutes Miteinander gibt und unserer Stadtgesellschaft nicht auseinanderbricht. In diesem Zusammenhang danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe, in welcher Form auch immer, ehrenamtlich engagieren.

Kommunalwahlen am 6. März

Am 6. März finden in Hessen - und somit auch hier bei uns in Gelnhausen -  Kommunalwahlen statt. Dann werden der Kreistag, die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte gewählt. Ich möchte Sie ermutigen, Ihr Wahlrecht zu nutzen und auf jeden Fall wählen zu gehen. Schließlich geht es bei den Kommunalwahlen nicht um Berlin oder Wiesbaden, sondern ausschließlich um unsere Heimatstadt Gelnhausen und um unseren Main-Kinzig-Kreis. Es geht um Frauen und Männer, die sich in den Gremien vor Ort ehrenamtlich für die Weiterentwicklung unserer Stadt engagieren und hier sehr viel Zeit investieren. Das ist in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr.     

Höhepunkt Stadtrechtsfeier

In besonderer Erinnerung wird uns Gelnhäusern die Stadtrechtsfeier „845 Jahre Gelnhausen“ bleiben. Sie war ein gelungenes Fest mit einer Neukonzeption, die voll aufgegangen ist. Mehr als 20.000 zahlende Besucherinnen und Besucher kamen nach Gelnhausen. An dieser Stelle danke ich noch einmal allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen, die die Stadt Gelnhausen bei der Ausrichtung dieses großartigen Festes unterstützt haben. Die Stadtrechtsfeier hat dazu beigetragen, den Zusammenhalt und das Wir-Gefühl in unserer Stadt weiter zu stärken. 

Die erfolgreiche Stadtrechtsfeier zeigte einmal mehr, dass wir in Gelnhausen viel bewegen und erreichen können, wenn alle „an einem Strang ziehen“. Diese Botschaft und diese Motivation sollten wir auch alle mit ins neue Jahr nehmen: Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass auch 2016 ein gutes Jahr für unsere Heimatstadt Gelnhausen wird.

 

Herzliche Grüße

Ihr

 

Thorsten Stolz

Bürgermeister


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