Regelmäßige Klimaschutz-Ratschläge vom Experten im Rathaus

Thomas Wziontek (27) setzt seit 1. Januar 2015 als Klimaschutzmanager der Stadt Gelnhausen ein ehrgeiziges Klimaschutzkonzept um, das bis 2050 eine ausgeglichene CO2-Bilanz und eine Komplettabdeckung des Energiebedarfs in der Main-Kinzig-Kreisstadt aus Erneuerbaren Energien vorsieht. Sein Arbeitsfeld haben die städtischen Gremien mit 57 Maßnahmen, die das Klimaschutzkonzept beinhaltet, konkret formuliert. Besonders am Herzen liegt dem studierten Stadtplaner die Sensibilisierung der Bürger für das Thema Klimaschutz. Entsprechende Informationen und Tipps gibt Wziontek ab sofort jede Woche in Kooperation mit der Initiative „Hessische Energiespar-Aktion“ - einem Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung - heraus. Wzionteks Klimaschutz-Ratschläge finden Interessierte künftig im Internet auf www.gelnhausen.de, auf www.facebook.com/gelnhausen.erleben und in der heimischen Presse.

„Mit unserer ökologischen Baufibel haben wir zur Sensibilisierung für den Klimaschutz einen großen Schritt geleistet und in der Region eine Vorreiterrolle übernommen“, sagt der 27-Jährige mit Blick auf die Broschüre, die Bauherren Empfehlungen und Planungshilfen für eine ökologische und klimaorientierte Bauweise aufzeigt. Wesentliche Kriterien dabei sind ein möglichst geringer Energieverbrauch des fertig gestellten Gebäudes, die Vermeidung von toxischen Substanzen, die Nutzung regenerativer Energien, eine effektive Wärmedämmung und begrünte Gebäudeteile. „Die Bandbreite der Themen in der ökologischen Baufibel reicht daher von der Verwendung von Baustoffen und effizienter Haustechnik über die Gestaltung von Außenanlagen bis hin zu Fördermöglichkeiten“, berichtet Wziontek von der lesenswerten Broschüre für Bauherren, die Interessierte in der Mediathek auf www.gelnhausen.de kostenlos herunterladen können.

Mit den Klimaschutz-Ratschlägen möchte Thomas Wziontek nun regelmäßig Informationen und Tipps zu nachhaltigen und klimagerechten Themen geben. Er weiß: „Das Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft steigt immer mehr. Die Menschen möchten umweltfreundlich und energiesparend lebend“. Diese Entwicklung greift auch das Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit der „Hessischen Energiespar-Aktion“ auf, über die Interessierte im Internet auf www.energiesparaktion.de weitere Informationen finden.

 

Der erste Klimaschutz-Ratschlag befasst sich mit  dem so genannten „Hydraulischen Abgleich“ und seiner Bedeutung:

Werden einzelne Heizkörper in Ihrem Haus nicht richtig warm? Hören Sie nachts das Pfeifen von Thermostatventilen im Haus? Dann ist ihre Heizungsanlage möglicherweise nicht „hydraulisch“ abgeglichen. „Unter dem Wortungetüm ‚Hydraulischer Abgleich von Warmwasserheizungen’ versteht man die Einstellung der jeweils ausreichenden Heizungswassermengen für jeden Heizkörper im Haus und dient damit der Heizungsoptimierung“, weiß Thomas Wziontek. Die richtige Wassermenge stellt sich nämlich nicht von alleine ein. Hierfür sorgen Rohrbögen, -anschlüsse, unterschiedliche Rohrlängen zwischen den Heizkörpern, Armaturen, die alle einen Widerstand gegen das strömende Wasser ausüben. So kommt es häufig vor, dass die in der Nähe der Umwälzpumpe liegenden ersten Heizkörper von zu viel und die weiter entfernt angebrachten Heizkörper von zu wenig Heizwasser durchströmt werden. Damit alle Heizkörper warm werden, wird dann die Temperatur am Kessel hochgedreht und die Umwälzpumpe auf höchster Stufe betrieben. Die Folge sind erhöhte Wärmeverluste über Heizungsrohre und Kessels, ein schlechterer Nutzungsgrad des Kessels durch die unnötig hohen Vor- und Rücklauftemperaturen, eine höhere Stromrechnung durch die hohe Pumpenleistung und außerdem unangenehme Pfeifgeräusche durch den erhöhten Pumpendruck.

Für einen hydraulischen Abgleich müssen entweder die Thermostatventile einstellbar sein oder Rücklaufverschraubungen der einzelnen Heizkörper vorhanden sein. Diese Elemente lassen sich auch nachrüsten. Bei größeren Gebäuden dienen diesem Zweck Strangventile. Jeder Heizungshandwerker ist nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil C verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen. Dies gilt für den erstmaligen Einbau und die Heizungserneuerung im Bestand.

Bei von der KfW geförderten Neu- und Altbauten wird der Abgleich als Förderbedingung verlangt. Informationen zu Fördermöglichkeiten bietet der „Förderkompass Hessen“ unter www.energieland.hessen.de. Untersuchungen der Fachhochschule (FH)  Wolfenbüttel an Alt- und Neubauten zeigen einen Energiesparerfolg durch den hydraulischen Abgleich: Bei der Heizwärme lag er bei rund fünf Prozent. Die Untersuchung ist einsehbar unter www.delta-q.de. Der hydraulische Abgleich ist nach diesem Feldtest der FH Wolfenbüttel auch eine wirtschaftliche Maßnahme. Die Erfolge: Heizenergieeinsparung, Vermeidung von Strömungsgeräuschen an Thermostatventilen, eine niedrigere Rücklauftemperatur, dadurch zum Beispiel Verbesserung des Nutzungsgrades von Brennwertkesseln sowie Stromeinsparung bei der Umwälzpumpe.


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