Stadt verabschiedet ehemaligen Kulturamtsleiter in Ruhestand

„Sie haben sich um die Kultur in Gelnhausen verdient gemacht und Spuren hinterlassen“, würdigte Bürgermeister Thorsten Stolz dieser Tage das Engagement des ehemaligen Kulturamtsleiters Thomas Appl, den er nach 40 Jahren im Dienst der Stadt Gelnhausen in den Ruhestand verabschiedete. Der Rathauschef betonte im Beisein der Mitarbeiterinnen Appls und von Weggefährten wie Marktmeister Erwin Landschreiber:  „Herr Appl hat mit großer Eigeninitiative und hoher Identifikation zu seiner eigenen Arbeit viel für die Stadt Gelnhausen geleistet. Er hat viel Zeit, Energie und Leidenschaft in seinen Beruf investiert“.

Nach seiner mittleren Reife begann Thomas Appl am 1. August 1975 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Gelnhausen, die er 1978 erfolgreich abschloss. Zunächst arbeitete er im Sozialamt, bevor er 1982 auch die Rentenabteilung übernahm. 1982 folgte die Beförderung zum Fachbereichsleiter mit den umfangreichen Aufgabengebieten Sozial- und Jugendhilfe, Altenbetreuung, Sport- und Kulturangelegenheiten sowie Rentenversicherungsangelegenheiten.

 Das „Eigengewächs der Stadt Gelnhausen“, wie ihn Bürgermeister Stolz bei der Verabschiedung bezeichnete, setzte fortan besonders im kulturellen Bereich Akzente: Er führte die Theaterabos in der Stadthalle ein, organisierte Sportlerehrungen und Gelnhäuser Nachmittage, initiierte gemeinsam mit ortsansässigen Künstlern die Meerholzer Kulturtage, förderte die Vereinsarbeit und zeichnete für die Organisation von Gelnhäuser Großveranstaltungen wie Stadtrechtsfeiern, Ökomessen und Altstadtfeste verantwortlich. Mit den großen Ausstellungen über Leben und Werk von Leonardo da Vinci, Picasso und Hundertwasser holte er weitere Bereicherungen für die Kulturstadt Gelnhausen an die Kinzig. Ein Höhepunkt im Wirken Appls: der 36. Hessentag 1996 in der Barbarossastadt, den der ehemalige Kulturamtsleiter als Hessentagsbeauftragter maßgeblich gestaltete.

„Sie haben nie Dienst nach Vorschrift gemacht. Besonders in der Kulturarbeit kann man nicht nur Verwalter sein, sondern muss bestehende Angebote weiterentwickeln und neue Ideen einbringen“, sagte Bürgermeister Stolz. Er erinnerte daran, dass Thomas Appl die ehemalige Synagoge als einen Ort kulturellen Lebens etablierte, die Seniorenarbeit stets unterstützte und die Verleihung des Grimmelshausen-Preises, einer Literaturauszeichnung in Kooperation mit der Stadt Renchen, von Gelnhäuser Seite betreute. Der Kulturamtsleiter, so der Rathauschef weiter, habe gute Kontakte zu Vereinen und Kulturschaffenden gepflegt und über die Jahre ein Netzwerk aufgebaut und gepflegt, ohne das viele Veranstaltungen nicht möglich gewesen wären. Thorsten Stolz dankte Thomas Appl für die geleistete Arbeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit. Glückwünsche, denen sich die Fachbereichsleiterin Personal, Marianne Baum, und Personalratsvorsitzende Monika Lehnert anschlossen. Sie wies auch auf das Engagement Appls im Personalrat hin.

Thomas Appl erinnerte sich an seine ersten Veranstaltungen zurück, etwa die Premiere des Altstadtfestes im Mai 1978, das damals der Kulturausschuss initiierte. Der eigentliche Startschuss für den Aufbau des Amtes „Kultur, Sport und Soziales“ fiel 1984. Ein Jahr später folgte die erste große Herausforderung: Die Fernsehsendung „Gefragt – Gewusst – Gewonnen“ mit Hans Rosenthal, die live vom Obermarkt in Gelnhausen über den Äther ging. Mit Blick auf den Hessentag in 1996 und die alle fünf Jahre stattfindende Historische Stadtrechtsfeier, die 1995 Premiere feierte, betonte Thomas Appl seine enge Verbundenheit zu Marktmeister Erwin Landschreiber: „Mit ihm habe ich in den letzten 20 Jahren alle Großveranstaltungen gemeinsam gemacht. Wir haben uns ergänzt und selbst wenn wir nicht einer Meinung waren, haben wir uns auch ohne Worte verstanden“.

Spuren hinterließ aber auch die Arbeit im sozialen Bereich, berichtete Thomas Appl, etwa aus der Zeit, als Gelnhausen zahlreiche Asylbewerber aufnahm: „Noch heute gibt es Menschen aus jenen Monaten, die in Gelnhausen geblieben sind und die ich immer mal wieder treffe. Ich freue mich, dass sie in Gelnhausen Arbeit und eine neue Heimat gefunden haben“. Als prägend bezeichnete der ehemalige Fachbereichsleiter für Kultur, Sport und Soziales auch Begegnungen mit zahlreichen Rentenantragsstellern, für die er ebenfalls verantwortlich zeichnete: „Sie gaben mir tiefe Einblicke in ihr Leben und die Zeit ihrer Jugend. Das half mir sehr, Geschichte zu verstehen und zu bewerten“.

Unser Bild zeigt (von links): Hauptamtsleiter Michael Schwaab, Fachbereichsleiterin Personal Marianne Baum, Marktmeister Erwin Landschreiber, Bürgermeister Thorsten Stolz und das Team der ehemaligen Abteilung Kultur, Sport und Soziales: Jutta Hofmann-Engel, Andrea Thomas, Thomas Appl, Katja Bräutigam, Anke Veith-Deusinger, Nina Farr und Personalratsvorsitzende Monika Lehnert.


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