Über 20000 GN-Kennzeichen seit Wiedereinführung registriert

Insgesamt 19.681 Mal wurde das GN-Kennzeichen seit der Wiedereinführung am 1. Januar 2013 vergeben. Aktuell sind insgesamt 20.222 GN-Kennzeichen, darunter auch noch einige aus der Zeit des Altkreises Gelnhausen, vergeben. Das hat eine Anfrage von Bürgermeister Thorsten Stolz beim Main-Kinzig-Kreis ergeben. Damit machen die neuen GN-Nummernschilder einen Anteil von 19 Prozent aller in den zurückliegenden zwei Jahren vergebenen Kennzeichen im Main-Kinzig-Kreis aus. „Die hohen Zulassungszahlen beim GN-Kennzeichen freuen mich sehr und sprechen für die Verbundenheit vieler Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, aber auch der gesamten Region, mit Gelnhausen“, kommentiert Bürgermeister Thorsten Stolz zwei Jahre nach Wiedereinführung des alten Kennzeichens die eindrucksvolle Bilanz.

Seit der Wiedereinführung der „alten“ Kennzeichen wurden im gesamten Kreisgebiet insgesamt 102.820 Kennzeichen vergeben: MKK (56.545), HU (21.889), GN (19.681) und SLÜ (4.705). Besonders beeindruckend: 19.681 vergebene GN-Kennzeichen machen einen Anteil von über 19 Prozent der im Main-Kinzig-Kreis vergebenen Kennzeichen aus. Das, so Thorsten Stolz, sei deshalb bemerkenswert, da in Gelnhausen lediglich fünf Prozent der Bevölkerung des Main-Kinzig-Kreises leben. „Genau daran wird deutlich, in welchem Umfang sich Menschen mit gewachsenen Städten wie Gelnhausen identifizieren. Und es ist wirklich schön zu sehen, dass die Verbundenheit der Bürgerschaft mit der schönen Barbarossastadt weit über die Stadtgrenzen hinaus in die Kommunen des früheren Altkreises ausstrahlt“, freut sich der Rathauschef.

Der Bürgermeister erinnert sich noch gut daran, wie die Wiedereinführung der ehemaligen Altkreis-Kennzeichen ihren Lauf nahm: „Ich musste erst einmal ein wenig schmunzeln, als im Jahre 2010 Prof. Dr. Ralf Bochert von der Fakultät für Tourismusmanagement an der Universität Heilbronn auf mich zukam und um Unterstützung für sein deutschlandweites Projekt zur Rückkehr der alten Kennzeichen warb. Was sich zunächst erst einmal als kühne Idee anhörte, nahm dann aber schnell konkrete Formen an und ich sagte die Unterstützung der Stadt Gelnhausen zu“. 2011 fasste auch die Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Beschluss. Damit gehörte die Barbarossastadt zu den ersten Kommunen, die positiv auf das Engagement von Prof. Bochert reagierten. Er suchte deutschlandweit Kommunen, die Interesse an der Rückkehr zu ihren alten Kennzeichen haben. In den Augen des Wissenschaftlers sind sie nämlich nicht nur ein ideales Identifikationsmerkmal mit der Heimatstadt, sondern auch ein perfekter kostenloser Werbeträger.

Doch bis zur Wiedereinführung der alten Kennzeichen mussten noch einige „dicke Bretter“ gebohrt werden, weiß Bürgermeister Thorsten Stolz zu berichten: So galt es, den damaligen hessischen Verkehrsminister Dieter Posch für die Seite der Befürworter alter Kennzeichen zu gewinnen. Denn die Landesverkehrsminister und zu guter Letzt der Bundesrat mussten die Initiative in ein Gesetz und Verordnungen packen und verabschieden. Thorsten Stolz zog mit seinem Büdinger Amtsbruder Erich Spamer an einem Strang und nahm unter anderem an einer Pressekonferenz mit ihm, dem Wetterauer Landrat Joachim Arnold und Prof. Bochert teil. Dabei präsentierte der Wissenschaftler die Ergebnisse von Umfragen, laut denen eine große Mehrheit der Bürger eine Rückkehr zu den alten Nummernschildern befürworte. In Gelnhausen waren das damals rund 70 Prozent. Schließlich, vor der entscheidenden Sitzung des Bundesrats im Herbst 2012, schrieb der Gelnhäuser Bürgermeister an seine Kollegen in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg und appellierte an sie, im Bundesrat entsprechend abzustimmen. „Für sie stellte sich das Problem mit den alten Nummernschildern nicht, aber ihr Votum war wichtig“, berichtet der Bürgermeister und betont: „Da ist viel Arbeit im Hintergrund gelaufen, bis es zu der Änderung der Kfz-Zulassungsverordnung kam“. Arbeit und Engagement, die sich schließlich gelohnt haben, wie die 2-Jahresbilanz zeigt.


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