Zentrale U3-Betreuung in Höchst gestartet

Mila balsamiert das Playmobil-Männchen mit Salzteig ein, bis es fast nicht mehr zu sehen ist. Dann wird es wieder ausgegraben. Mit Salzteig ist das einfacher als mit Knete, denn die ist viel störrischer – und Salzteig darf auch mal versehentlich im Mund landen. Josephine bewundert indessen, wie sich ein zusammengeknülltes Polyestertuch scheinbar aus eigenem Antrieb wieder aus der Hand von Erzieherin Carmen Kupferschmidt herauswindet, während Leon mit dem kleinen rosa Auto über den Boden fegt. Die „Red Chillies“ sind in Bewegung. Und obwohl sie sich noch in der Eingewöhnungsphase befinden, wirken sie schon ganz vertraut mit ihren Erzieherinnen und den Räumlichkeiten: Die zentrale U3-Betreuung der Stadt Gelnhausen, die übergangsweise im Dorfgemeinschaftshaus Höchst eingerichtet wurde, ist erfolgreich gestartet.

Bis zur Fertigstellung des zentralen Krippenhauses am Gelnhäuser Hallenbad, können 24 Mädchen und Jungen unter drei Jahren in Höchst betreut werden. Dafür wurde der Kollegbereich des Bürgerhauses kleinkindgerecht umgestaltet. Manche Eltern seien etwas skeptisch hinsichtlich der Räumlichkeiten gewesen, berichtet Einrichtungsleiterin Sophia Büdel. Beim Stichwort „Dorfgemeinschaftshaus“ hätten sie zuerst an einen großen Saal mit hoher Decke gedacht, seien dann aber von den tatsächlichen Gegebenheiten in den kindgerecht und wohnlich eingerichteten Gruppenräumen angenehm überrascht gewesen.

 In zwei Gruppen entdecken die ersten Kinder im Alter von ein und zwei Jahren gerade ihre neue Umgebung und gewöhnen sich an ihre Erzieherinnen. Für die zwei Gruppen, in denen bis zu 24 Mädchen und Jungen betreut werden können, hat sich das U3-Team mit Sophia Büdel an der Spitze „gewürzige“ Namen ausgesucht. Da gibt es die „Vanillegruppe“ und die „Red Chillies“. Neben den Gruppenräumen steht den Kindern zusätzlich ein großzügiger Bewegungsraum zur Verfügung, in dem auch geruht und geschlafen werden kann. Zudem gibt es ein Büro, Sanitärräume, eine Küche und einen Wickelbereich.

Für die unter dreijährigen Kinder, die aus allen Stadtteilen Gelnhausens kommen, sei der Gang in die Krippe ein riesen Schritt, weiß Sophia Büdel aus ihrer langjährigen Erfahrung. Sie müssten sich in einem neuen Lebensbereich orientieren und seien meist zum ersten Mal regelmäßig und zeitlich begrenzt von ihren Bezugspersonen getrennt. Deshalb werde die Eingewöhnungsphase auch in enger Zusammenarbeit mit den Eltern und individuell auf das Kind abgestimmt gestaltet. Trotzdem stelle diese Phase die Mädchen und Jungen vor viele Herausforderungen: eine neue Umgebung, andere Kinder, andere Vertrauenspersonen und ein anderer Tagesablauf. „Wir brauchen für die Kleinen, die hier vom vollendeten ersten bis zum dritten Lebensjahr betreut werden, viel Einfühlungsvermögen. Und nicht nur für die Kinder, denn auch für die Eltern ist es schwierig, ihren Nachwuchs erstmals in fremde Hände zu geben“, so die Einrichtungsleiterin.

Bei den „Red Chillies“ nimmt indessen der Bewegungs- und Forscherdrang langsam ab. Josephine gähnt und streckt Moni Schüchner die Ärmchen entgegen. Sie will hochgenommen werden. In ein paar Minuten wird sie von ihrer Mutti abgeholt. Und morgen wird bei den „Red Chillies“ wieder geknetet, gebastelt, gemalt, gerannt und noch so vieles mehr entdeckt.

 

 


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