Stadtteil Roth

"Rode" wurde erstmals 1173 - also während der Zeit Kaiser Barbarossas - urkundlich erwähnt. In einem Vertrag grenzten die Mönche des Klosters Selbold und die Nonnen des Klosters Meerholz am 14. September 1173 ihre Besitztümer gegeneinander ab.

Schon in den ältesten Urkunden wird der Weinbau erwähnt, der um die Jahrhundertwende nur noch von wenigen Einwohnern betrieben wurde. Im Mittelalter muß er jedoch die Haupteinnahmequelle des Ortes gewesen sein. Während 1546 43 Weinbauern gezählt wurden, waren es 1639 nur noch 30. Dieser Rückgang ist sicherlich auf die Auswirkungen des 30-jährigen Krieges zurückzuführen, der auch Roth nicht verschont hat. Schädlingsbefall mag mit ein Grund dafür gewesen sein, daß der Weinbau in Roth eingestellt wurde.

Zeugen einer langen Weinbautradition sind noch einige Straßennamen und das Wingertshäuschen. Bekannt ist auch die Schöpfmühle, die der Bewässerung der Wiesen diente. 1843 war sie so verfallen, daß man sich für ihre Beseitigung entschied. Ein Umstand, der darauf hindeutet, daß zwischenzeitlich ein Klimawechsel eingetreten sein muss.

Während 1840 noch 569 Einwohner gezählt wurden, wohnen inzwischen nahezu 2523 Einwohner in Roth. Am 1. Juli 1970 schloß sich Roth mit der Stadt Gelnhausen zusammen.


Informationen

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10:00 Uhr Evan. Kirche
10:00 Uhr Kath. Kirche

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(Nähe Kinzighalle)

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