Flucht vor der Wirklichkeit

Arthur Millers mit Preisen überschüttetes Stück „Tod eines Handlungsreisenden“ wird am Dienstag, 12. Dezember, um 20 Uhr in der Stadthalle Gelnhausen mit Helmut Zierl in der Hauptrolle von der Konzertdirektion Landgraf in Szene gesetzt. Das 1949 erstmals aufgeführte Drama ist eine auch aus heutiger Sicht noch beklemmende Charakterstudie eines Menschen, der in einer rein profitorientierten Gesellschaft zum Verlierer werden muss. In Zeiten von Hartz IV und weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrisen ist es aktueller denn je. Zum Inhalt: Der kleine Vertreter Willy Loman wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – wie ihr Vater – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum Amerikanischen Traum offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht…

Tickets zum Preis von 15 bis 19 Euro und weitere Informationen erhalten Interessierte an der Infothek im Rathaus (Telefon: 06051 / 830 380), in der Tourist-Information Gelnhausen und im Ticketshop unter www.gelnhausen.de

 

 


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