Fünf Bewerbungen um Akademie-Standort

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist um einen Standort für die geplante Akademie für Gesundheit und Pflege will der Kreis in diesem Frühjahr eine Entscheidung fällen. Insgesamt haben sich fünf Städte und Gemeinden beworben, deren Bewerbungen nun gesichtet und ausgewertet werden, wie der Kreis mitteilt. Zunächst will der Kreis eine externe Bewertung einholen, bevor sich die parlamentarischen Gremien mit den Vorschlägen befassen.
Den Main-Kinzig-Kreis erreichten bis 31. Dezember 2018 Bewerbungen aus Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Flörsbachtal, Gelnhausen und Wächtersbach. „Ich freue mich, dass insgesamt fünf Bewerbungen für den Standort der Akademie für Gesundheit und Pflege eingegangen sind“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Jetzt gelte es, die einzelnen Standorte auf ihre jeweiligen Vor- und Nachteile hin zu bewerten. „Losgelöst von der konkreten Standortentscheidung, darf aber das Hauptziel nicht aus den Augen verloren werden, warum wir diese neuen Wege gehen wollen. Wir wollen für Auszubildende und Nachwuchskräfte im Bereich der medizinischen und pflegerischen Versorgung die allerbesten Rahmenbedingungen bieten und vor allem zusätzliche Ausbildungskapazitäten schaffen“, so Stolz. „Alleine bis 2030 fehlen bei uns im Main-Kinzig-Kreis rund 1.000 zusätzliche Pflegekräfte. Unabhängig vom Standort wird diese Einrichtung eine große Bereicherung für die Region und ein großer Schritt nach vorne sein, um den Fachkräftemangel im medizinischen und pflegerischen Bereich aktiv zu begegnen.“
Die fünf Kommunen dokumentieren mit ihrer Bewerbung ihr klares Interesse, Standort für eine neue Akademie zu werden, unter deren Dach die gemeinsame Aus- und Fortbildung im Bereich der Alten- und Krankenpflege im Kreis stattfinden soll. Bisher ist sie auf verschiedene Standorte und Träger im Kreisgebiet verteilt. Den Plänen nach sollen die Akademie für Gesundheit der Main-Kinzig-Kliniken sowie das Aus- und Fortbildungsinstitut der Alten- und Pflegezentren zusammengeführt werden und in der gemeinsamen Akademie für Gesundheit und Pflege aufgehen.
Die Entscheidung über den Vorzugsstandort obliegt letztlich dem Kreistag in einer der kommenden Sitzungen im ersten, spätestens zweiten Quartal dieses Jahres.


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