Gelnhausens neuer "Stadthafen"

Gelnhausen ist um eine Attraktion reicher: Die Stadt am Fluss stärkt den Wassertourismus mit zwei neuen Bootsanlegestellen an der Müllerwiese, die am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben wurden. Der neu geschaffene Aus- und Einstieg an der Kinzig bildet ein weiteres attraktives Glied in der Perlenkette an spannenden Erlebnispunkten entlang der Regionalpark-Routen, die der Regionalpark Rhein-Main mit den Mitgliedskommunen plant.  

Deutschland ist mit über 20.000 Kilometern befahrbaren Gewässern ein wahres Paradies für Paddler. Und in der kommenden Saison wird Gelnhausens Innenstadt dank des Gemeinschaftsprojektes nicht länger ein weißer Fleck auf den Karten der Wassertouristen sein. Durch den Bau einer Ausstiegsstelle und die Möglichkeit zum Wiedereinstieg in die Kinzig können das Burgwehr und die nachfolgende Kiesbank ab sofort umgangen werden.

„Aqua vitam est – Wasser ist Leben“, so leitete Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner seine Rede zur offiziellen Übergabe des neuen Erlebnispunktes an der Müllerwiese ein. Er freute sich über das große Interesse an der kleinen Feier, zu der neben Thorsten Stolz, Landrat des Main-Kinzig-Kreises, auch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsratsmitglied der Regionalpark-Gesellschaft, Kjell Schmidt, Geschäftsführer des Regionalparks Ballungsraum RheinMain, Vertreterinnen und Vertreter des Gelnhäuser Magistrats, der Stadtverwaltung und der Planungsbüros gekommen waren. Glöckner ging in seiner Rede auch auf die historische Bedeutung des Wasserweges Kinzig für die Entwicklung der Stadt in früheren Jahrhunderten ein und bedankte sich beim Regionalpark Rhein-Main für die Unterstützung bei diesem wichtigen Projekt zur Erschließung des Lebens- und Erholungsraumes Kinzig. „Unser neuer Stadthafen hat auch einen Ehren-Hafenmeister“, merkte er an und dankte dem ehemaligen städtischen Bediensteten Günther Dill, der direkt an der Müllerwiese wohnt und das Projekt in der Entstehungsphase mutig und entschlossen vor Diebstahl und Vandalismus bewahrt hat. Auch hob Glöckner die Bedeutung des „blauen Bandes Kinzig“ für die Naherholung und den Tourismus hervor. Gerade der Tagestourismus gewinne im Main-Kinzig-Kreis zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung, nahm Landrat Thorsten Stolz den roten Faden auf. Es gelte, diesen Zweig gemeinsam zu fördern und aufzuwerten. „Der nächste logische Schritt wäre die baldige Umsetzung des geplanten Abstellplatzes für Wohnmobile in der Nähe der Müllerwiese“, so Stolz. Auch er bedankte sich beim Regionalpark Rhein-Main, der bereits das Rosengärtchen in Gelnhausen finanziell gefördert hatte, „für die wunderbare Unterstützung.“ Der Regionalpark Rhein-Main übernimmt zwei Drittel der förderfähigen Investitionskosten. Die Fördersumme setzt sich aus den Eigenmitteln des Regionalparks Ballungsraum Rhein-Main und der Fraport AG zusammen sowie aus einem Drittmittelzuschuss des Landes Hessen.

„Bis heute sind rund 550 Kilometer Regionalparkrouten mit über 300 attraktiven Ausflugszielen entstanden und bieten ein besonderes Erlebnis- und Erholungsangebot direkt vor der Haustüre“, hob Susanne Simmler die Bedeutung des Projektes hervor. „Wir sollten die rund 87 Kilometer lange Kinzig von der Quelle bis zur Mündung als verbindendes Element stärker ins Visier nehmen.“

In den Genuss einer Kanufahrt mit dem städtischen Umweltberater Jürgen Koch kamen dann ganz spontan die zweijährige Lia, ihr vierjähriger Bruder Ian und Papa Simon. Unter den Augen der Ehrengäste legten sie als erste nach der offiziellen Übergabe am neuen Ausstieg an und hatten die beste Sicht auf das künstlerisch gestaltete Umfeld des Betonsteges. Farbenfrohe Naturmotive wie Eisvogel, Käfer, Biene und heimische Pflanzen symbolisieren die üppige Fauna und Flora entlang der Kinzig und münden in den Rundbögen der Kaiserpfalz, die fußläufig in zwei Minuten zu erreichen ist. Die Grafitti-Künstler Marcel Bender und Jan-Malte Strijek haben den Beton hinter einer grünen Idylle verschwinden lassen, die Lust auf eine weitere Entdeckungsreise durch die Kinzigauen und die Barbarossastadt macht.

Dass der Wiedereinstieg eine kleine Fußstrecke entfernt liegt, ist dem Landschafts- und Naturschutz geschuldet. So werden nicht nur das Kinzigwehr, sondern auch Sandbänke, die für bestimmte Fischarten angelegt wurden, von den Paddlern umgangen.


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