Netzwerk gegen Gewalt und Kriminalität

2018 lag die Kriminalitätsbelastung im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen, in den auch die Stadt Gelnhausen fällt, bei 5026 Straftaten pro 100000 Einwohner. Das bedeutet einen Rückgang der Straftaten gegenüber 2017, zudem konnte die Aufklärungsquote erneut gesteigert werden. Doch gute Werte spiegeln nicht unbedingt das individuelle Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger wider, das zudem von der globalen Berichterstattung über Gewalttaten stark beeinflusst wird. Kriminalitätsbekämpfung liegt nicht mehr nur allein in der Verantwortung von Polizei und Justiz, sondern wird zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen. Darauf reagiert auch die Stadt Gelnhausen. Mit der Gründung eines sogenannten Präventionsrates wird  ein Lenkungskreis geschaffen, der mit gezielten Maßnahmen der Entstehung von Gewalt und Kriminalität im Vorfeld entgegenwirken und Probleme und Fehlentwicklungen rechtzeitig anzeigen soll. Der Magistrat hat der Gründung eines solchen Gremiums in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.  

Aggression und Gewalt, sexualisierte und häusliche Gewalt, Sucht, Schutz vor Alltagskriminalität, Jugendkriminalität, Städtebau und Verkehr unter dem Aspekt des Bevölkerungsschutzes sowie Zivilcourage werden einige der Themen sein, mit denen sich der neue Präventionsrat beschäftigen wird. „Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Kriminalitätsprävention ist die Aufgabe einer modernen Gesellschaft mit dem Ziel, Kriminalität schon während oder vor ihrer Entstehung zu verhindern“, sagte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner, nachdem der Magistrat „grünes Licht“ für das Vorhaben gegeben hatte.

 „Der Präventionsrat hat die Aufgabe, vorhandenes Fachwissen zusammenzutragen, daraus Konzepte zur Verhinderung von Kriminalität zu entwickeln und diese in die Gremien der Stadt einzubringen. Er soll ein starker Impulsgeber sein“, so Glöckner. Zu den Aufgaben des Präventionsrates gehören unter anderem die stetige Analyse der objektiven Kriminalitätslage, die Identifikation von Handlungsfeldern, die Entwicklung von Strategien und Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Vorbeugung und Verhütung von Straftaten, die Initiierung und Implementierung von Projekten, Aktionen und Informationsveranstaltungen, die maßgeblich der Kriminalitätsvorbeugung dienen sowie die Vernetzung von staatlichen, gesellschaftlichen und privaten Organisationen und Einrichtungen sowie das Engagement der Zivilgesellschaft. „Wir wollen das Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger verbessern und engagierte Gelnhäuser in den Aufbau eines starken Netzwerkes miteinbeziehen.“

Das Modell des Präventionsrats wird bereits in vielen deutschen Städten und Gemeinden umgesetzt, auf Main-Kinzig-Kreis-Ebene nahm ein solches Gremium im Dezember 2017 seine Arbeit auf.

Dem in Gründung begriffenen Präventionsrat in Gelnhausen sollen der Bürgermeister, Vertreter der Ordnungsbehörde, der Polizeistation Gelnhausen, Vertreter der Schulen, Stadtverordnete und Vertreterinnen und Vertreter weiterer Institutionen angehören. In einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung werden die weiteren Schritte für die Konstituierung des Gremiums festgelegt.


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