Sommersalon 2019

Die Weiße Villa. Foto: Roland Adrian

Ich war's nicht - wozu Verantwortung?

Die Welt wird immer unübersichtlicher, schneller, abstrakter. Und alle werden eilig mitgerissen. Aber was eigentlich können und wollen wir mitgestalten? Und wo liegt unsere Verantwortung, vor der wiruns nicht drücken sollten? „Ich war´s nicht – wozu Verantwortung?“ ist das Motto des sechsten Sommersalons. Vom 21. bis zum 30. Juni, kurz vor Beginn der Sommerferien, öffnet die Weiße Villa in Gelnhausen wieder für zehn Tage ihre Türen, um in anregender Salon-Atmosphäre Raum für Gedankenspiele und Diskussionen zu geben. Von der Frage, ob man Ethik programmieren kann über das Thema Greenwashing und die schwierige Erziehung zur Verantwortung bis zum launigen Satireabend und einer mehrgängigen Hof-Küche reicht das Programm. Zwei Konzerte im Großen Salon, bei denen hochkarätige Künstler aus allernächster Nähe zu erleben sind, runden die Reihe ab.

Dabei wird das Konzept der vergangenen fünf Jahre mit viel Anspruch fortgeführt: ein relevantes Thema von möglichst erhellenden Seiten zu betrachten und hierfür einen so familiären wie weltoffenen Rahmen zu schaffen. „Auch wenn das Motto augenzwinkernd das Wegducken angesichts der großen gesellschaftlichen Fragen anspricht, wollen wir nicht dauernd den Zeigefinger heben“, so die Organisatoren Kristina Michaelis, Ralph Ziegler und Jens Zerbach. „Auf kreative und kritische Weise möchten wir Themen erschließen, für die im Alltag kaum Zeit bleibt, die uns aber alle betreffen, und auf die wir mehr Einfluss nehmen können, als wir glauben.“ Lebhafte Diskussionen und die „Lust, aktiv mitzumischen“ möchten die Veranstalter fördern.

Konzerte und Bar-Abend

Auch in diesem Jahr wird der Bar-Abend rund um die Weiße Villa den Sommersalon eröffnen. Mit zwei DJFloors und drei Bars gibt es viel Raum zum Tanzen und Klönen vor der prächtigen Kulisse der illuminierten Villa. Gleich am nächsten Tag geht es hochklassig weiter: Mit Alin Coen kommt eine – nicht mehr ganz unbekannte – Indie-Größe in den Salon, der nicht nur Kritiker, sondern auch Musiker zu Füßen liegen. Die Hamburgerin, die beim Studium in Weimar vor über zehn Jahren zur Musik und ihrer Band fand, hat bereits Regina Spektor oder Jakob Dylan begleitet und füllt mittlerweile selbst große Hallen. Mit ihrer  eindrücklichen Stimme und ihren tiefgründigen Texten wird sie im Großen Salon am Klavier eines ihrer seltenen Solo-Konzerte geben. In die Zeit der Französischen Revolution führt das klassische Konzert mit dem Ferdinand-Quartett – jene Zeit, in der sich die bürgerlichen Salons vom Leben am Hofe absetzten und die so genannten „Flötenquartette“ ihre Blüte erlebten. Soloflötist Paul Dahme, Bratschist Ludwig Hampe und Cellist Philipp Bosbach – alle Mitglieder des renommierten Frankfurter Opern- und Museumsorchesters – sowie Barbara Hefele, 1. Geigerin am Nationaltheaterorchester Mannheim, präsentieren auf Originalinstrumenten klassische Kammermusikliteratur für Flöte und Streichtrio, darunter Werke von Mozart und Haydn, die eigens für den intimen Salon geschaffen wurden.

 Vorträge, Film und Satireabend

„Kann man Ethik programmieren?“ ist der Titel des ersten Vortrags, bei dem Anja Bodenschatz von der TU München umreißt, was passieren könnte, wenn die Künstliche Intelligenz immer mehr Entscheidungen für uns trifft. Welchen Nutzen haben autonom entscheidende Systeme – und wie können sie in unser eGesellschaft integriert werden? Wie es gelingen könnte, nicht nur Wissen, sondern auch Visionen von einem verantwortungsvollen Zusammenleben zu vermitteln, nimmt der Vortrag von Margret Rasfeld ins Visier. Die renommierte Berliner Pädagogin, Expertin im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin „Wie wir lernen wollen“ und mit Gerald Hüther Gründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, stellt Visionen für eine Schule des 21. Jahrhunderts vor. Dabei geht es weniger um Frontalunterricht, als um eine wertschätzende Beziehungskultur, Teamkompetenz, Handlungsfähigkeit – und den Umgang mit einer „Kultur des Scheiterns“. Dass die Verantwortung für ökologisch und sozial akzeptable Produkte stillschweigend an den Verbraucher delegiert wird, statt sie zur Politiksache zu machen, prangert Werner Boote in seinem aktuellen Film „Die grüne Lüge“ an, der in Kooperation mit der FilmKunst am Dienstag/Kino Gelnhausen im Kino Pali gezeigt wird. Nach seiner aufrüttelnden Dokumentation „Plastic Planet“ nimmt der Filmemacher diesmal nachhaltig produzierte Lebensmittel, umweltschonende Elektroautos und grüne Kosmetik ins Visier. Produkte, die suggerieren, allein mit der richtigen Kaufentscheidung könne man die Welt ein kleines bisschen besser machen. Doch nicht alles ist so „grün“, wie es scheint.

Wie man Missstände aufdecken kann, ohne sich dabei den Mund zu verbrennen, darf das Publikum mit keinen Geringeren als Dennis Kaupp & Jesko Friedrich von NDR extra3 diskutieren. Mit ihrem Lied „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ verärgerten sie den türkischen P räsidenten Erdogan derart, dass zweimal der deutsche Botschafter einbestellt wurde, und das lange vor Böhmermann. Unbekümmert wandern die beiden, die für ihre Sketche mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurden, auf dem schmalen Grat zwischen Provokation und Aufklärung. „Erdowie geht Satire? Erdowas darf Satire? Erdowann gibt es den nächsten Skandal?“ heißt es beim ersten Satire-Abend im Sommersalon – es darf gestritten werden! 

Neue Spielstätte für die „Hof-Küche“

„Der Salon profitiert natürlich in jedem Jahr aufs Neue von der tollen Aura der Weißen Villa“, glaubt Michaelis, „sie ist es, die aus einer interessanten Veranstaltung ein besonderes Erlebnis macht.“ Dem Hausherrn Volker Hohmann gebühre Dank und großer Respekt dafür, dass er Jahr für Jahr seine Privaträume in der Beletage zur Verfügung stelle. Aber auch neue Spielstätten mit neuen Konzepten werden ausprobiert. Nachdem im letzten Jahr ein Weinberg die Kulisse für ein Konzert war, werden in diesem Jahr Götz Stöckmann und Iris Löhlein ihren Hof in der Kuhgasse für die „Hof-Küche“ öffnen. Jürgen Bock vom „Somachemers“ kredenzt direkt neben dem „living room“ (Schubladenhaus) ein feines Menü aus saisonalen, regionalen Zutaten. Und wer ihn kennt, der weiß, dass sich das bei ihm mit Ausflügen in die Weltküche bestens verträgt. „Dabei kann man dem Koch über die Schulter schauen, an der langen Tafel miteinander ins Gespräch kommen und so aufgeschlossene wie großherzige Gastgeber kennenlernen“, verspricht Jens Zerbach, der seit diesem Jah rim Veranstalterteam mitwirkt. Dass der Sommersalon nun schon zum sechsten Mal stattfinden kann, verdankt die Initiative unter dem Dach der Kulturstiftung Gelnhausen der Unterstützung zahlreicher Gelnhäuser Firmen und Privatleute. „Am meisten freuen wir uns, wenn uns die Gäste nach den Veranstaltungen fragen, ob sie uns im nächsten Jahr unterstützen dürfen, das ist eine tolle Bestätigung, dass es weitergehen soll“, findet Ziegler. Der vergleichsweise kleine Rahmen mache die Finanzierung zwar nicht einfach, umgekehrt gebe er aber eine große Freiheit, zu experimentieren und auch mal Sperriges zuzulassen, an das man sich erst herantasten müsse.

Dass Kultur sich einmischen und gewohnte Grenzen überschreiten müsse, werde gerade beim Thema Verantwortung deutlich. „Dieses lähmende ‚Ichwürdejaweißabernichtwie‘ versuchen wir in diesem Jahr auf anregende Weise zu durchbrechen“, so Michaelis, „schließlich ist Verantwortung übernehmen das Gegenteil von Ohnmacht, und jedem, der etwas mutig in Angriff nimmt, gebührt Anerkennung – selbst wenn man scheitern sollte.“ Dass das Publikum diese Offenheit zu schätzen weiß, haben die Veranstalter in den letzten fünf Jahren mehr als einmal erfahren. Bei den Menschen in der Region ist der Sommersalon längst als feste kulturelle Größe verankert, bevor es in die langen Sommerferien geht.

Eintrittskarten sind ab dem 29. April an der Infothek im Rathaus Gelnhausen erhältlich oder können ab sofort unter sommersalon@weisse-villa-gelnhausen.de reserviert werden. Aktuelle Informationen gibt es unter www.weisse-villa-gelnhausen.de und www.facebook.com/weissevilla.

Hinten v.l.n.r.: Tobias Gros (Brentano-Buchhandlung), Kristina Michaelis, Stephan Schneevogl (Kino Gelnhausen), Jens Zerbach
Vorne (sitzend, v.l.): Götz Stöckmann, Volker Hohmann (Ralph Ziegler fehlt leider, weil er am Fototermin unterwegs war)

VERANTWORT-Bar rund um die Weiße Villa

Freitag, 21. Juni

Die Sommer-Bar eröffnet auch in diesem Jahr den Sommersalon. Auf zwei Floors, vor dem Hauptportal und rund um den Springbrunnen im Park darf unter dem nächtlichen Himmel getanzt werden. DJ Sebastian Randel sorgt mit groovendem Deep-House vor dem Hauptportal für Tanzlaune. Ihm zur Seite steht Martin Rei, der die Sache mit melodisch-housigem Sound abrundet. Im Park legt in diesem Jahr Flow Tippelt aus Frankfurt auf. Musikalisch ist e rim Underground der Swinging Sixties zuhause: Seine Vinylsammlung umfasst rare internationale Grooves, mal funkig, mal rockig, mal psychedelisch, aber immer eingängig und tanzbar. Mit seinem Plattenkoffer war er bereits quer über den Globus auf internationalen Musikfestivals wie der Londoner „Le Beat Bespoke“ oder dem legendären „Double Sight“ Allnighter in Tokio zu Gast. Sven und Belinda vom Weincafé Castellum bringen süffigen Wein mit, es gibt Gelnhäuser Helles vom Fass und natürlich fein gemixte Cocktails. Und weil die Bar entsprechend dem diesjährigen Sommersalon-Motto eine Verantwort-Bar ist, kommen die Getränke so weit wie möglich aus der Region und werden in wiederverwertbaren Bechern ausgeschenkt.

21. Juni / ab 21h / rund um die Weiße Villa (Haupteingang Herzbachweg 2) / 7 €

Alin Coen solo im Großen Salon

Samstag, 22. Juni

Wie soll man ihre Stimme beschreiben? Zart, tiefgründig, melancholisch, übermütig, und immer getragen von einer inneren Kraft, die einen sofort in ihren Bann zieht. Nicht nur Kritiker, auch Musiker wie Moses P. sind bekennende Alin Coen-Fans. Die Hamburgerin, die beim Studium in Weimar vor über zehn Jahren zur Musik und ihrer Band fand, ist seit ihrem Auftritt im renommierten TV Noir ein echter Indie-Star, supportet Regina Spektor, Philipp Poisel oder Jakob Dylan und füllt mittlerweile selbst große Hallen. Trotzdem lässt sie sich vom Erfolg nicht vor sich hertreiben. Zwei Studioalben und eine Live-Platte sind in den letzten acht Jahren entstanden. Sie hat Zeit. Für das Texten, für das Liederschreiben, von dem sie sagt, es sei „ein bisschen wie Verliebtsein, die Lieder kommen zu dir“. Das Solo-Konzert im Großen Salon, bei dem man Alin Coen ganz alleine am Klavier erleben darf, verkürzt aufs Feinste die Wartezeit aufs nächste Album.

22. Juni / 20h / Großer Salon Weiße Villa / 25 €

Hof-Küche mit Jürgen Bock

Samstag, 23. Juni

Groß Aufkochen in einem stimmungsvollen Altstadt-Refugium, mit besonderer Wertschätzung gegenüber saisonalen und regionalen Zutaten – das hat sich der Sommersalon in diesem Jahr mit der „Hof-Küche“ vorgenommen. Jürgen Bock, sonst Küchenmeister im „Somachemers“, kredenzt in sechs Gängen fein Ausgewähltes aus heimischen Wiesen und Wäldern. Und wer ihn kennt, der weiß, dass sich das bei ihm mit Ausflügen in die Weltküche bestens verträgt. Gerade von einem Praktikum bei Ottolenghi in London zurückgekommen und erfahrungsreiche Jahre bei Otto Mehl in Wuppertal und im Yoga-Resort Kubatzki in St. Peter Ording im Gepäck, darf man sich auf Anleihen aus der ayurvedischen Küche freuen. Und darauf vertrauen, dass Bock aus allen Einflüssen seine ureigene, authentische Küche macht. Gastgeber der Hof-Küche sind in diesem Jahr Götz Stöckmann und Iris Löhlein, die ihren Hof und Garten neben dem „living room“ (Schubladenhaus) zur Kuhgasse hin geöffnet haben. Ein toller Rahmen, um gute Tischgespräche zu führen, einem inspirierenden Koch über die Schulter zu gucken und ganz nebenbei Einblicke in den respektvollen Umgang mit natürlichen Rohstoffen zu bekommen.  

23. Juni / 17h / Hof living room, Kuhgasse 9-15 / 80 € (Getränke inklusive)

Kann man Ethik programmieren?

Montag, 24. Juni

Vortrag und Diskussion mit Anja Bodenschatz, TU München

Die Digitalisierung schreitet voran, und unser Leben gewinnt an Komfort, aber auch an Komplexität. Was kommt mit der Künstlichen Intelligenz auf uns zu? Kann man die Vor- und Nachteile überhaupt absehen, ohne tiefere Programmierkenntnisse zu besitzen? Und: Was passiert, wenn die Künstliche Intelligenz gravierende Entscheidungen für uns trifft? Anja Bodenschatz von der ZD.B Nachwuchsforschergruppe„ Ethik der Digitalisierung“ an der TU München wird bei ihrem Vortrag im Sommersalon anhand von Beispielen vorstellen, dass uns viele ethische Themen in der Digitalisierung ganz und gar nicht unvertraut sind. Und dass die Hintergründe der großen Fragen dabei häufig auf der Strecke bleiben: Wie sollten autonom entscheidende Systeme programmiert sein – und wie wollen wir sie in unsere Gesellschaft integrieren? Können wir darauf vertrauen, dass Experten hier die gesellschaftliche Verantwortung für uns übernehmen? Finden wir gemeinsam einen gesamtgesellschaftlichen Konsens zu den ethischen Fragestellungen der Digitalisierung? Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Diskussion.  

24. Juni / 20h / Großer Salon Weiße Villa / 10 €

FilmKunst im Pali: Die grüne Lüge

Dienstag, 25. Juni

FilmKunst im Pali: Die Grüne Lüge (Werner Boote, 2018)

Sein Film „Plastic Planet“ von 2010 sorgte weltweit für Aufsehen. Nun hat Werner Boote nachgelegt. In seinem aktuellen Werk „Die grüne Lüge“, den der Sommersalon in Kooperation mit der FilmKunst am Dienstag/Kino Gelnhausen im Kino Pali zeigt, nimmt der Filmemacher nachhaltig produzierte Lebensmittel, umweltschonende Elektroautos und grüne Kosmetik ins Visier. Produkte, die suggerieren, allein mit der richtigen Kaufentscheidung könne man die Welt ein kleines bisschen besser machen. Aber ist wirklich alles so „grün“, wie es scheint? In seiner bewusst zuspitzenden Dokumentation reist Boote gemeinsam mit der Journalistin Kathrin Hartmann, die seit Jahren das so genannte „Greenwashing“ der Konzerne anprangert, um die Welt. Sie enttarnen PR-Fassaden, interviewen Vordenker wie Noam Chomsky, besuchen Menschen, deren natürliche Lebensgrundlagen bedroht sind – und kritisieren eine Politik, die, statt sich einzumischen, die Verantwortung für ökologisch und sozial akzeptable Produkte stillschweigend an die Verbraucher delegiert.   

25. Juni / 20.15h / Kino Pali / 7 €

Verantwortung als Erziehungsauftrag?

Mittwoch, 26. Juni

Verantwortung als Erziehungsauftrag? Vortrag und Diskussion mit Margret Rasfeld, Berlin

Wie gelingt es uns, unseren Kindern nicht nur Wissen, sondern auch Visionen von einem verantwortungsvollen Zusammenleben zu vermitteln? Als langjährige Direktorin der Evangelischen Schule Berlin Zentrum hat die renommierte Berliner Pädagogin Margret Rasfeld gezeigt, wie sie sich eine Schule vorstellt, die ins 21. Jahrhundert führt: Das Fach Verantwortung, eine wertschätzende Beziehungskultur, Selbstorganisation, Teamkompetenz und die Förderung von Kreativität und Handlungsfähigkeit sind ebenso Teil des Unterrichts wie der Umgang mit Heterogenität und Unsicherheit – und mit einer Kultur des Scheiterns. Kompetenzen, die man laut Rasfeld nicht mit Arbeitsblättern und Frontalunterricht lernen kann. Für ihre innovative Bildungsarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, sie war Expertin im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin „Wie wir lernen wollen“ und gründete gemeinsam mit Gerald Hüther und Stephan Breidenbach die Initiative „Schule im Aufbruch“, die eine bundesweite Schulumwandlung initiieren will.

Buchtipp: Margret Rasfeld: Schulen im Aufbruch – eine Anstiftung (2014)

26. Juni / 20h / Großer Salon Weiße Villa / 10 €

„Erdowie geht Satire? Erdowas darf Satire? Erdowann gibt es den nächsten Skandal?“

Donnerstag, 27. Juni

„Erdowie geht Satire? Erdowas darf Satire? Erdowann gibt es den nächsten Skandal?“

Ein Abend mit den extra3-Satirikern Dennis & Jesko

Für ihre Kultfigur Johannes Schlüter gewannen die NDR extra3-Autoren Dennis Kaupp und Jesko Friedrich en Adolf-Grimme-Preis. Mit ihrem Lied „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ verärgerten sie den türkischen Präsidenten Erdogan derart, dass zweimal der deutsche Botschafter einbestellt und offiziell die Löschung des Lieds verlangt wurde – und das lange vor Jan Böhmermann. Ihre Fußballsatiren – wie der millionenfach geklickte „Rambo-Ramos-Song“ – machten sie zu Youtube-Stars, und die WUMMS-Formate elektrisieren auch die ganz Jungen. Fröhlich wandern Dennis & Jesko, die 2016 mit extra3 den deutschen Comedypreis erhielten, auf dem streitbaren Grat zwischen Provokation und Aufklärung. „Erdowie geht Satire? Erdowas darf Satire? Erdowann gibt es den nächsten Skandal?“ fragen sie ihr Publikum beim Satire-Abend im Sommersalon. Man darf gespannt sein auf ihre Antworten. Und auf das Überraschungsprogramm, das sie nach Gelnhausen mitbringen.

27. Juni / 20h / Großer Salon Weiße Villa / 15 €

Abschlusskonzert des Sommersalons

Sonntag, 30. Juni

Klassisches Konzert - Mit dem Ferdinand Quartett in die Zeit der Französischen Revolution    

Als der Holländer Ferdinand Dejean, Arzt, Hobbyflötist und im Ostindieneinsatz zu Reichtum gekommen, Wolfang Amadeus Mozart für knapp 200 Gulden beauftragte, „3 leichte kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte“ zu schreiben, half er damit nicht nur dem notorisch klammen Komponisten. Es war der Auftakt für eine Reihe so genannter „Flötenquartette“, die sich in den gerade aufkommenden Salons immer größerer Beliebtheit erfreuten. Das nach Dejean benannte Ferdinand Quartett wird in diesem Jahr das Abschlusskonzert des Sommersalons präsentieren. Die vier Musiker – Soloflötist Paul Dahme, Bratschist Ludwig Hampe und Cellist Philipp Bosbach sind Mitglieder des renommierten Frankfurter Opern- und Mueumsorchesters, Barbara Hefele 1. Geigerin im Nationaltheaterorchester Mannheim – widmen sich mit Bgeisterung der klassischen Kammermusikliteratur für Flöte und Streichtrio und beleben auf Originalinstrumenten die große Epoche der bürgerlichen Salons, die sich selbstbewusst vom Leben am Hofe absetzten. Im Repertoire haben sie Werke von Mozart, Ferdinand Ries und Joseph Haydn, die speziell für den intimen Rahmen des Salons komponiert wurden.

30. Juni / 18h / Großer Salon Weiße Villa / 20 €

Wo gibt's Karten?

Karten für alle Veranstaltungen im Rahmen des Sommersalons sind erhältlich an der Infothek im Rathaus Gelnhausen, Obermarkt 7, 63571Gelnhausen; Tel. 06051/830-0; geöffnet Mo, Mi, Do 7.30-16.30 Uhr, Di 7.30-18 Uhr, Fr 7.30-13 Uhr.

Reservierungen sind möglich unter sommersalon@weisse-villa-gelnhausen.de.
Auf Wunsch werden die Karten auch zugeschickt (zzgl. Versandkosten)

Spielorte:

• Weiße Villa (Großer Salon) und Park (Ostseite), Herzbachweg 2, 63571 Gelnhausen

• Kino Pali, Herzbachweg 1, 63571 Gelnhausen

• Hof von Götz Stockmann und Iris Löhlein, direkt neben dem "Schubladenhaus" in der Kuhgasse, 63571 Gelnhausen

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