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Hanna Rudolf, © Hanna Rudolf

Mobilität

Bahnhof Gelnhausen: Neue Personenunterführung nimmt Gestalt an

Wie kommen die Arbeiten am Bahnhof Gelnhausen voran und was erwartet Reisende in den kommenden Monaten? Antworten hat die Deutsche Bahn (DB) jetzt Parlamentariern, Ortsbeiratsmitgliedern und Mitarbeitenden der Verwaltungen aus Gelnhausen und Linsengericht bei einer Baustellenführung gegeben. Auch die beiden Bürgermeister Christian Litzinger (Gelnhausen) und Markus Betz (Linsengericht) nahmen an der Begehung teil. DB-Gesamtprojektleiter Wolf-Dieter Tigges und der verantwortliche Projektleiter Dr. Grischa Maaß informierten die Gäste über den aktuellen Stand der Arbeiten und die nächsten Bauphasen.

Neue Personenunterführung nimmt Gestalt an

Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung der neuen Personenunterführung. Hier ist bereits gut erkennbar, wie der künftige Zugang zu den Bahnsteigen aussehen wird: Die Wände sind verputzt, gestaltete Platten zum Schutz vor Graffiti angebracht und alle Treppenaufgänge fertig betoniert. Mit sechs Metern lichter Weite ist die Unterführung doppelt so breit wie die alte. Die Höhe steigt von 2,20 auf 2,85 Meter.

„Durch die großzügigere Gestaltung wird die Unterführung heller und übersichtlicher. Das stärkt auch das Sicherheitsgefühl der Reisenden“, betonte Gelnhausens Bürgermeister Christian Litzinger. Auch sein Linsengerichter Amtskollege Markus Betz zeigte sich beeindruckt: „Das ist eine Wahnsinnsaufwertung im Vergleich zur früheren Unterführung, und das gilt nicht nur in optischer Hinsicht. Der neue barrierefreie Auf- und Abgang und die Dimensionen werden für deutlich mehr Komfort sorgen. Das Konzept ist durchdacht und wirklich beeindruckend.“

Wie anspruchsvoll der Bau der neuen Unterführung ist, erläuterte Dr. Grischa Maaß direkt vor Ort. Vor allem der hohe Grundwasserstand in Gelnhausen machte ein aufwendiges Bauverfahren erforderlich. Dabei mussten rund 1.700 Kubikmeter Beton unter Wasser eingebracht werden, um das Bauwerk gegen eindringendes Grundwasser zu sichern. Auch die Stabilisierung der Baugrube war eine anspruchsvolle Aufgabe: Rund 5.000 Quadratmeter Spundwandverbau und 6.000 Meter Mikrobohrpfähle sorgen für die notwendige Stabilität.

Erste Erleichterung für Reisende noch in diesem Jahr

Damit Reisende schon vor dem vollständigen Umbau von der neuen Unterführung profitieren können, hat das DB-Projektteam in Abstimmung mit der Stadt eigens eine Zwischenlösung entwickelt. Ziel sei es, die Unterführung bereits Ende 2026 zur Querung des Bahnhofs freizugeben, erklärte Maaß. Fahrgäste müssten dann nicht mehr die provisorische Fußgängerbrücke nutzen, um die Gleise zu queren. Der vollständige barrierefreie Ausbau und der Zugang zum neuen Mittelbahnsteig folgen in weiteren Bauphasen. Über die genaue Wegeführung bei Öffnung der Unterführung werde das Projektteam in den kommenden Wochen informieren.

Die Arbeiten rund um den Bahnhof Gelnhausen sollen 2028 abgeschlossen werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die halbjährige Streckensperrung im Zuge der Korridorsanierung Kinzigtal: Vom 13. August 2027 bis zum 4. Februar 2028 ist die Strecke zwischen Langenselbold und Fulda für den Zugverkehr gesperrt und wird umfangreich saniert. Dadurch steht auch dem Ausbauprojekt Hanau–Gelnhausen ein weitgehend freies Baufeld zur Verfügung. Mit der Wiederaufnahme des Zugverkehrs im Februar 2028 sollen Reisende in Gelnhausen die neu gebauten Bahnsteige nutzen können.

Regelmäßiger Austausch mit den Kommunen

Das Projekt verlange Fahrgästen und Anwohnenden einiges ab, betonte DB-Gesamtprojektleiter Wolf-Dieter Tigges. Umso wichtiger sei ihm der regelmäßige Austausch vor Ort.

Bürgermeister Christian Litzinger kann das bestätigen. „Besonders schätze ich, dass die Deutsche Bahn unsere Anliegen ernst nimmt und gemeinsam mit uns nach Lösungen sucht, die den Menschen möglichst früh zugutekommen. Die frühere Öffnung der Personenunterführung ist nur eines von vielen Beispielen dafür“, betont der Rathauschef und lobt die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Bahn.

Das gilt auch für seinen Linsengerichter Amtskollegen Markus Betz: „Mit dem Umbau des Bahnhofs entsteht ein moderner und zukunftsfähiger Verkehrsknotenpunkt, von dem nicht nur unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern die Menschen in der gesamten Region profitieren werden. Dabei tut die Bahn aus unserer Sicht wirklich alles, um die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger während der Arbeiten so gering wie möglich zu halten. Dafür möchte ich den Verantwortlichen ausdrücklich danken.“

Litzinger und Betz sprechen der Bahn großen Dank für die Baustellenführung aus. „Die Begehung hat eindrucksvoll gezeigt, welche Dimensionen das Vorhaben hat und wie viel Arbeit hinter den einzelnen Bauabschnitten steckt. Dass die Deutsche Bahn auch die umliegenden Kommunen regelmäßig informiert und in den Austausch einbezieht, ist ein wichtiges Zeichen guter Zusammenarbeit.“

Bei Fragen und Anliegen steht das DB-Projektteam gerne per E-Mail an hanau-fulda@deutschebahn.com zur Verfügung.