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Rathaus & Politik | Abfallwirtschaft
Neues Müllpressfahrzeug in Betrieb
Da kommt einiges zusammen: Rund 220 Mülleimer und Dog-Stations fahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs täglich in der Gelnhäuser Kernstadt an. Seit einigen Wochen geht diese Arbeit deutlich effizienter vonstatten. Als erste Kommune in der Region hat die Barbarossastadt ein neues Müllpressfahrzeug der Marke Zöller angeschafft.
Das Fahrzeug kommt nicht einfach als Serienprodukt von der Stange, sondern ist ein Prototyp. Betriebshofmitarbeiter Timo Müller hat es direkt beim Zöller-Werk in Berlin abgeholt und sich dort auch in die Bedienung einweisen lassen. Der spezielle Aufbau sitzt auf einem 3,5-Tonnen-Fahrgestell des VW Crafter – und hat es in sich. Denn statt einer gewöhnlichen Abfallbox verfügt das kompakte Fahrzeug über eine eigene Müllpresse.
Mehr Sicherheit für die Beschäftigten
Das bringt gleich zwei Vorteile. „Wir erhöhen damit vor allem die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Betriebshofleiter Jakob Morkel. Denn der eingesammelte Abfall wird jetzt bereits im Fahrzeug verdichtet und muss anschließend nicht noch einmal von Hand umgeladen werden.
Bislang wurde der Müll unzerkleinert auf einem Pritschenfahrzeug gesammelt und anschließend auf dem Betriebshof in einen Presscontainer verladen. „Dabei besteht natürlich immer ein Verletzungsrisiko, etwa durch Scherben, Metallteile, weggeworfene Spritzen oder andere spitze Gegenstände“, erläutert Jakob Morkel. Dieser zusätzliche Arbeitsschritt entfällt mit dem neuen Fahrzeug.
Weniger Fahrten, kürzere Wege
Auch bei der Logistik bringt der fahrbare Müllpresser Vorteile. Denn dank der Verdichtung kann das Fahrzeug mehr Abfall transportieren als der bislang eingesetzte Wagen. So sind deutlich weniger Fahrten erforderlich. Zudem kann der gepresste Müll direkt zum Verwerter gebracht werden, statt zunächst auf dem Betriebshof umgeladen werden zu müssen. Auch das spart Zeit und Wege und reduziert damit den Kraftstoffverbrauch, wodurch nicht nur die Beschäftigten und die Stadtkasse, sondern auch die Umwelt vom neuen Fahrzeug profitieren.
Und wie fällt der Praxistest nach den ersten Wochen aus? „Unser Team ist hochzufrieden mit dem Fahrzeug“, berichtet Jakob Morkel. Und diese Erfahrungen sind nicht nur für Gelnhausen interessant. „Viele andere Kommunen sind gespannt auf unseren Erfahrungsbericht“, sagt der Betriebshofleiter. Für ihn steht fest: Der Prototyp bewährt sich im Arbeitsalltag und erleichtert die tägliche Leerung der zahlreichen Abfallbehälter in der Kernstadt deutlich.
Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) freut sich über das neue Fahrzeug. „Das war eine gute Investition in die Sicherheit unserer Beschäftigten, die zugleich für effizientere Abläufe sorgt. Wir setzen auf einen modernen Betriebshof, der über eine zeitgemäße und praxistaugliche Ausstattung verfügt“, betont der Rathauschef. Und: „Gelnhausen ist offen für neue Lösungen. Dabei steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern der konkrete Mehrwert für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das neue Fahrzeug ist somit auch ein Ausdruck unserer Wertschätzung für die Leistungen des Betriebshofs, der täglich für die Sauberkeit und die Lebensqualität in unserer Barbarossastadt arbeitet.“

