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Alarmstufe A

Hohe Waldbrandgefahr

Anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und teilweise starker Wind erhöhen derzeit die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden im Main-Kinzig-Kreis erheblich. Bereits ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Großbrand zu entfachen.

Das Hessische Forstministerium hat am Montag die Alarmstufe A – die erste von zwei Alarmstufen - für die Forstverwaltung in Hessen ausgerufen. Die höchste Stufe wäre die Alarmstufe B. Die Aussicht auf ein Anhalten der aktuellen Wetterlage macht diesen vorsorglichen Schritt erforderlich. Die lokal aufgetretenen Niederschläge haben zu keiner anhaltenden Entspannung der Waldbrandgefahr in Hessen geführt. Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Ergiebige, landesweite Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht. Die Gefahrenlage bleibt angesichts der Trockenheit in Verbindung mit sommerlichen Temperaturen angespannt, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.

Seit Jahresbeginn kam es laut des Ministeriums zu etwa 100 Waldbränden mit einer Schadfläche von rund 165.000m², das entspricht in etwa der Größe von 23 Fußballfeldern. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen. Im Einzelfall ist auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen nicht ausgeschlossen. Für diese Maßnahmen wird die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis gebeten.

„Wir appellieren eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich im Gelnhäuser Stadtwald umsichtig zu verhalten und die geltenden Vorschriften zu beachten“, betont Bürgermeister Christian Litzinger. Offenes Feuer, Grillen sowie Rauchen sind im Stadtwald grundsätzlich verboten. Zudem sollten Fahrzeuge keinesfalls über trockenem Gras oder auf ausgetrocknetem Waldboden abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile – insbesondere Katalysatoren – leicht Brände auslösen können.

Bürgermeister Litzinger, Ingo Geier (zuständiger Sachbearbeiter für den Stadtwald), Förster Hendrik Barthelmes sowie Forstwirtschaftsmeister Oliver Hott appellieren gemeinsam an alle Erholungssuchenden, ein hohes Maß an Vorsicht und Aufmerksamkeit walten zu lassen. Ebenso wird darum gebeten, die Zufahrtswege zu den Waldgebieten freizuhalten und Fahrzeuge ausschließlich auf den ausgewiesenen Parkflächen abzustellen, um im Ernstfall Rettungskräften ungehinderten Zugang zu ermöglichen. Wer einen Waldbrand oder Rauchentwicklung bemerkt, sollte unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen. Dabei sollte der Brandort möglichst genau beschrieben werden. Gefährdete Bereiche sind zügig zu verlassen und den Einsatzkräften freie Zufahrtswege zu ermöglichen. Eigene Löschversuche sollten ausschließlich dann unternommen werden, wenn keine Gefahr für die eigene Sicherheit besteht. 

Aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr sowie weiterführende Verhaltenstipps stellt das Hessische Umweltministerium auf seinen Internetseiten bereit. Darüber hinaus veröffentlicht der Deutscher Wetterdienst (DWD) täglich aktualisierte Prognosen zur Waldbrandgefahr. Der entsprechende Waldbrandgefahrenindex kann online unter https://www.dwd.de/⁠ abgerufen werden.

Bildunterschrift:

In der Gemarkung Maintal standen bereits Bäume und Sträucher in Flammen. Im Stadtwald Gelnhausen ist daher äußerste Vorsicht geboten. Foto: Feuerwehr Maintal