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Klimaanpassung
Erfolgreicher Projektauftakt
In der Willi-Bechtold-Halle in Roth nutzten rund 100 Interessierte die Gelegenheit, sich über Ziele, Vorgehen und die Bedeutung des Projekts zu informieren. Das starke Interesse zeigte eindrucksvoll, wie aktuell und dringend das Thema Klimaanpassung in unserer Region geworden ist.
Gründaus Bürgermeister Markus Kern begrüßte das Publikum im Namen seiner Amtskollegen Bürgermeister Christian Litzinger (Gelnhausen) und Bürgermeister Albert Ungermann (Linsengericht) und hob die große Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor. Er betonte, dass Wissen, Ideen und Engagement über Gemeindegrenzen hinweg gebündelt werden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, welche die Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen, die Lebensqualität sichern und zukünftige Generationen schützen.
Projektleiter Rahul Ingle machte deutlich, dass Klimaanpassung weit mehr ist als ein verwaltungsinternes Thema. Sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die Sicherheit, Vorsorge und regionale Verantwortung einschließt. Ziel des Projektes ist es, bis August 2027 ein umfassendes Konzept zu entwickeln, das durch die aktive Beteiligung von Fachleuten, Verwaltungen und der Bürgerinnen und Bürger getragen wird.
Die Arcadis-Expertin Victoria Pasternak zeigte in ihrem Impulsvortrag anschaulich, wie die drei Kommunen bereits heute von steigenden Temperaturen und veränderten Niederschlagsmustern betroffen sind. Sie erläuterte, dass sich der Klimawandel auf verschiedenen Ebenen auswirkt – von der persönlichen Belastung über die Einschränkung des direkten Umfelds bis hin zu spürbaren Folgen für Infrastruktur und Gemeinschaft. Zudem verdeutlichte sie, dass geeignete Anpassungsmaßnahmen die finanziellen Schäden durch klimawandelbedingte Extreme deutlich reduzieren können.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, an drei thematischen Stationen – jeweils einer Kommune zugeordnet – ihre Erfahrungen auf Gemeindekarten einzutragen, Sorgen zu äußern und Wünsche einzubringen. Gemeinsam mit den Bauämtern wurden erste Hinweise zu lokalen Problemfeldern, Besonderheiten, Wünschen und Ideen gesammelt. Diese Anregungen fließen nun in die weitere Analyse ein. Am Ende der Veranstaltung konnten Bürgerinnen und Bürger Fragen an die Expertinnen von Arcadis und an das Projektteam richten und offene Punkte direkt besprechen.
In den kommenden Monaten sind weitere Workshops und Beteiligungsformate sowohl mit Fachakteuren als auch mit der Bevölkerung geplant. Bis Ende 2026 sollen alle wesentlichen Grundlagen erarbeitet werden, bevor das vollständige Klimaanpassungskonzept im August 2027 vorgelegt wird.
Bereits im Vorfeld hatten 180 Bürgerinnen und Bürger an der ersten Befragung zu Extremwetterereignissen teilgenommen – ein starkes Zeichen für das Engagement in der Region. Für diejenigen, die nicht an der Auftaktveranstaltung teilnehmen konnten, besteht bis den 15. März weiterhin die Möglichkeit, sich über die Online-Umfrage, die interaktive Karte und die Ideentafel einzubringen. Interessierte finden aktuelle Informationen im Beteiligungsportal des Landes Hessen sowie auf den Homepages der beteiligten Kommunen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden, um regelmäßig über den Projektfortschritt und Eigenvorsorge informiert zu werden. Eine Präsentation der Auftaktveranstaltung zum Projekt, die Heruntergeladen werden kann, finden Interessierte unter www.gelnhausen.de/klimaanpassung
Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts wird durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz mitgefördert.

