Kinderbetreuung

Abenteuerland ausgezeichnet

In seiner Begrüßung lobte Winfried Ottmann die hervorragende Bildungsarbeit, die mit eindrucksvoller Kreativität in den rund 200 Kindertageseinrichtungen im Main-Kinzig-Kreis geleistet wird. Dieser vorbildliche Einsatz soll mit dem Kitapreis gewürdigt und öffentlich sichtbar gemacht werden. „Außerdem werben wir auf diese Weise für den wichtigen Beruf der Erzieherin und des Erziehers“, betonte der Jugenddezernent.

Ermöglicht wurde die Auszeichnung durch die Unterstützung des Lions Club Main-Kinzig Interkontinental, der das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Past-Präsident Georg Sislak hat zudem gemeinsam mit Schatzmeister Gerhard Heim die Mitwirkung auch für das kommende Jahr bereits zugesagt, so dass auch 2023 ein entsprechender Preis ausgelobt werden kann.

Das Konzept sieht vor, dass jede Ausschreibungsrunde unter einem anderen Themenschwerpunkt stehen soll. In diesem Jahr waren die Kindertageseinrichtungen aufgerufen, sich mit Angeboten und Projekten zu „Mediennutzung und Medienkompetenz“ zu bewerben. Gefordert war, dass die jeweiligen Aktivitäten über die tägliche pädagogische Arbeit der Einrichtung hinaus entwickelt und umgesetzt werden. Im Mittelpunkt sollten dabei die Kinder stehen, aber auch die Fachkräfte und Eltern waren einzubinden und der Sozialraum sollte berücksichtigt werden. Zudem hat die Jury auf die pädagogische Nachhaltigkeit des Angebotes geachtet.

Mitglieder der Jury waren Irmgart Herget, Abteilungsleiterin Sozialwesen der Beruflichen Schulen Gelnhausen, Sibilla Deckenbach (Mitglied des Jugendhilfeausschusses, Birgit Dutiné (Zentralstelle für Kinderbetreuung im Kreisjugendamt), sowie Jutta Straub, Kreistagsabgeordnete und Mitglied des Jugendhilfeausschusses und des Fachausschusses Kindertagesbetreuung. Sie hatten zahlreiche interessante Bewerbungen zu bewerten und bescheinigten allen Projekten eine „sehr hohe kreative Qualität“.

Die Kindertagesstätte Abenteuerland hat dabei mit ihrem Projekt „KiKi – Kinder, Kino und der BEP“ großes Engagement bewiesen, um Medienkompetenzen auf spielerische und kreative Art und Weise zu vermitteln. Auch durch die Kooperation mit dem lokalen Kino Pali stach das Projekt heraus, sodass die Jury dafür den ersten Preis in Höhe von 3.000 Euro vergeben hat.

Das Team um Leiterin Regine Kummer vermittelte im Rahmen der Preisverleihung einen Eindruck über die vielfältige Annäherung an das Thema Medien und Film. Dabei profitierte die Kindertagesstätte von dem Pilotprojekt „Kinder & Kino und der BEP“ des Deutschen Filminstitutes und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Zudem haben die Eltern das Projekt tatkräftig unterstützt und unter anderem fünf Overheadprojektoren gespendet. Mit diesen Geräten konnten die Kinder das Geheimnis der Farben enträtseln, Schattenspiele inszenieren und andere Experimente durchführen.

Ein Höhepunkt war gemeinsam mit den Eltern der Besuch des Gelnhäuser Kinos verbunden mit einem Blick hinter die Kulissen. Wie Regine Kummer berichtete, hat das Projekt neben dem Ausbau der Medienkompetenzen auch das Gemeinschaftsgefühl sowie die kommunikativen Fähigkeiten der Kinder gestärkt. Sie hatten zudem die Möglichkeit, über das bloße Konsumieren hinaus Erfahrungen zu sammeln und selbst kreativ tätig zu werden. Ein Angebot, das intensiv genutzt wurde und nun in die pädagogische Arbeit der Kita implementiert und weitergeführt werden soll.